Vom Zauber eines Spinnennetzes

Wow, das ist aber mal ein tolles Spinnen-Netz. Beinah schon rund zu nennen. Ich vermute mal, es gehört eine Radnetz-Spinne. Aber so von hinten lässt es sich schwer sagen, zu welcher Art… und ob ich ihre Art überhaupt schon mal gesehen habe…

Ui, die kenn ich doch!

Vor einigen Wochen war ich ihr schon mal begegnet. Ihr und ihren vielen Brüdern und Schwestern. Damals waren sie noch ganz klein und haben gemeinsam in einem großen Netz herum gehangen. Aber inzwischen ist sie schon recht groß, aber immer noch nicht ausgewachsen – also im Grunde noch ein Spinnenkind, oder so was wie eine Jugendliche, in der Sprache von Euch Menschen.

„Hallo Nelly Kreuzbein, wie geht es dir?“

„Mir geht es gut. Zwar haben nicht alle meine Geschwister überlebt, aber einige sind noch im Wiesenreich zu finden und haben ihr eigenes Netz.“

„Warum trennt ihr euch eigentlich. Ich fand es so süß,

als ihr da so gemeinsam im Netz herum gekrochen seid.“

„Tja, das ist eben in vielen Spinnenfamilien so. Vor allem bei uns Kreuzspinnen. Wir sind Einzelgänger und wenn wir zusammen bleiben würden, könnte es vorkommen, dass wir uns so auf die Nerven gehen, dass wir uns gegenseitig auffressen würden.“

„Oh... da kann ich verstehen, dass ihr euch trennt.

Was ich dich übrigens schon immer mal fragen wollte, wieso sehen die Insekten dein Netz eigentlich nicht. Ich finde, es ist doch gar nicht zu übersehen.“

„Tja, das liegt an dem besonderen Garn, das wir verwenden und natürlich an der Art wie es verwoben wird. Es fängt bestimmte Teile des Lichtes ein, so dass viele Insekten glauben, hier ist eine Landebahn für eine Blüte.“

„Ganz schön hinterlistig!"

„Mit nichten! Jeder Jäger hat so sein spezielles Jagdgeheimnis. Man muss sich schließlich was einfallen lassen, um nicht zu verhungern. Und außerdem fang ja dabei auch so manche Blattlaus,

Fliegen und viele Stechmücken!“

„Und je nach Spinnenart, webt ihr Webspinnen auch unterschiedliche Netze, nicht wahr?!“ - „Genau!“

 

„Was ist das wichtigste, dass du beim Bau beachten musst.“

„Nun, als erstes gilt es die Hauptfäden zu spinnen, die das Netz und mich halten sollen. Dies Fäden muss ich gut verankern, wenn ich was falsch mache, kann es sein, dass beim leisesten Windhauch mein Netz zusammenfallen würde… und dann könnte ich glatt selbst in meinem eigenen Netz gefangen werden.

Aus diesem Grund untersuche ich zuerst die Ankerstellen. Je nachdem wie glatt oder uneben diese sind, muss ich besondere Haftscheiben spinnen.“

„Stimmt, manche Pflanzen haben ihre Blätter mit einer Art Wachsbeschichtung glatter gemacht, um auf diese Weise Fressfeinde fern zu halten.“

„Genau. Je glatter, umso mehr muss ich mit meinem Hinterteil rotieren und in meinen Spinnenwarzen zusätzlich noch ein spezielles Proteingemisch erzeugen, das ich in einem entsprechenden Gittermuster auftragen muss.

 

 

Mit 81,71 Prozent wurde meine

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Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!