Der lebende Metalldetektor

Für die nächsten Tage bin ich wieder unterwegs. Linus hat eine Freundin getroffen und fliegt auf seiner rosa Wolke vor Liebe herum.

 

Das Wetter der letzten Tage hat viele meiner erdenen Freunde heraus gelockt. Jeder schattige oder leicht bedeckte Bereiche ist nun feucht, so dass die kleinen Kellerasseln und ihr Nachwuchs sich hier angefangen haben einzunisten.

Kein Wunder, denn dieser Vielfüßler ist im Grunde ein Krebstierchen, dass sich an das Landleben angepasst hat. 

 

"Wie hast Du es geschafft, das Wasser verlassen zu können?"

"Unser Körper hat eine Art Wasserhaut über unseren Kiemen angelegt,

so dass sie immer feucht bleiben können, auch wenn

kein Wasser in der Nähe ist."

 

"Wir Regenwürmer können Nachwuchs bekommen,

wenn wir so etwa ein Jahr alt sind. Wie läuft das bei euch so ab?"

"Wir müssen 2 Jahre alt sein. Ich als Weibchen suche mir dann ein Männchen und dann werden die Eier in meinem Brutbeutel am Bauch verstaut, dort sind sie sicher, werden warm und

nass gelagert bis die Kleinen schlüpfen."

 

"Bei vielen Menschen seid ihr nicht so beliebt, dabei seid ihr ja extrem tolle Wiesenhelden. Egal, ob es um die Abfallverwertung geht oder

ob ihr als Metalldetektor unterwegs seid."

"Ja, wir vergeuden nichts. Wir fressen so ziemlich alles - selbst unseren eigenen Kot. Urin brauchen wir keinen abzugeben, da wir das Ammoniak, das sich bei der Verdauung bildet, einfach über unseren Panzer verdunsten lassen. Und Metall im Erdboden haben wir auch zum Fressen gern. Sogar das für die Menschen so giftige Cadmium wandeln wir um

und legen es als Fettpolster in unserem Körper an."

 

Wenn Ihr noch mehr wissen wollt:http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-11/unterschaetztes-tier-kellerassel

 

Bis dann Euer B.R.

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!