Geheimes Zeichen

Um als Raupe überleben zu können, muss sich jeder aus dem Schmetterlingsstamm etwas einfallen lassen.

Tarnung gilt dabei als bestes Mittel.

Und wie ich sehe, hat sich dort unten ein Falterkind als Pflanzen-stängel getarnt. Mal näher heran kriechen...

 

"Na, mein Freund, schmeckt der Lavendel?"

"Oh ja, schmatz. Kräuter sind so richtige Energiebomben...

da brauche ich nicht so viel zu fressen und so nimmt es

mir die Pflanze nicht übel, dass ich an ihr herum knabbere."

 

"Hm, so wie du krabbelst würde ich sagen, du gehörst

zu den Spannern. Zu welchem Stamm gehörst du denn?"

"Ich gehöre zu den Nachtfaltern und werde mal eine Gammaeule. Aber ich bin kein Spanner-Falter! Wenn ich erwachsen bin, trage ich ein geheimes Zeichen auf meinen Flügeln! Wir sind übrigens Wanderfalter und wandern von Süden her ein... fliegen also schon mal über die Alpen."

 

"Wow, für einen Regenwurm wie mich, wäre das gar nichts.

Ich liebe es an einem Platz zu bleiben!"

 

"Als Raupe könnte ich es mir auch nicht vorstellen eine größere Welt zu erkunden. Ich bin da im Moment genau auf deiner Linie. Fressen und wachsen und dabei das Grünzeug in Humus umwandeln!"

 

"Ach? Das macht eine Raupe auch?!"

"Na klar, wir stutzen die Pflanze an ihren Blättern etwas zurecht -

was sie zum stärkeren Wachsen animiert und ihr Abwehrsystem gegen Krankheiten sozusagen aufweckt. Und in unserem Bauch wird die Nahrung verarbeitetet und kommt hinten sozusagen in Form von kleinen Düngekügelchen heraus. Bevor der Mensch mit seiner Art zu Düngen begonnen  hat, haben wir pflanzenfressenden Wiesenhelden

dabei mit geholfen, so dass die Pflanze wieder neue Nährstoffe bekommen hat. Ein Kreislauf eben. Wir helfen den Pflanzen, bekommen dafür Nahrung - und jeder gibt immer etwas zurück. Das ist sehr wichtig,

damit alle überleben können!"

 

Das stimmt! Wir alle helfen gemeinsam, ein riesiges Netzwerk. Jeder ist so gebaut, dass er möglichst viel erledigen kann - und damit der Wiesenheld es aus versehen nicht übertreiben kann, gibt es eben die Fressfeinde. Auf diese Weise hat jeder etwas von dem anderen und eine riesige Vielfalt kann dabei entstehen.

Nur, wenn der jeweilige "Partner" fehlt, kann es passieren, dass ein Wiesenheld so schädlich werden kann, wie mancher Mensch es für die Natur in den letzten Jahren mehr und mehr geworden ist.

Da frage ich mich: Fehlt Euch Menschen vielleicht der richtige Partner, der Euch entsprechen richtig zurecht stutzen kann?

 

Bis Morgen Euer B.R

 

Wenn Ihr mehr über die geheimnisvollen Gammafalter und andere Nachtfalter wissen wollt:

http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/noctuidae.htm

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!