Was für ein Duft?!

Heute Nacht hat es ganz schön gestürmt und geregnet, teils waren sogar Hagelkörner herunter gekommen. Zum Glück hatte ich einen sicheren Unterschlupf. Von einer Höhle aus konnte ich alles beobachten.

Zum Glück ist heute Morgen dann aber doch die Sonne wieder gekommen und ich hab mich wieder auf den Weg gemacht. Dabei hab ich eine merkwürdige Hülle entdeckt. 

Etwas über einen Zentimeter war dieses Ding lang und hatte am hinteren Ende eine Öffnung. Im Grunde ist es eine Art Kokon, nur wer oder was war darin?

Ich hab mich dann mal vorsichtig auf die Suche gemacht und hab mich kurz darauf von einem umwerfenden Duft umgeben gefunden... hat mich beinah aus der Flugkurve gehauen.

Inzwischen hat sich dieser Wiesenheld wieder beruhigt:

 

„Zu welchem Stamm gehörst du denn?"

„Ich gehöre zu den grünen Stinkwanzen, das was du gefunden hast,

sind die Überreste meiner dritten Häutung. Noch einmal

muss ich mich Häuten, dann bin ich komplett ausgewachsen.“

 

„Dann hast du nicht wie wir Schmetterlingen eine wurmartige Larve?“

„Nein! Schon als Wanzenkinder haben wir eine ähnliche Form.

Nunja, in dem Alter scheinen wir gerne mal mit einem Käfer

verwechselt zu werden. Wir sind dann noch nicht so flach.“

 

„Ihr benutzt verschiedene Düfte, um miteinander zu reden. Wie geht das?“

„Nun, einmal sondern wir einen Familienduft ab, damit alle Kinder zusammen bleiben und die Futterpflanze nicht verlassen. Wenn dann ein Fressfeind in Sicht kommt, entströmt demjenigen, der ihn als erstes sieht, ein Alarmduft. Dann beginnen alle los zu laufen und in Deckung zu gehen.“

 

So aufs Wort würdet Ihr Menschenkinder bestimmt nicht gehorchen, was?

Aber hier ist es überlebenswichtig. Denn wer nicht hört, läuft Gefahr gleich darauf gefressen zu werden...

 

Bis Morgen

Euer Linus

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!