Elfengleiche Parasiten

Oh, da tanzt ein Staubkorn gekonnt von Blatt zu Blatt. Oder ist es gar kein Staubkorn?

Das muss ich mir näher ansehen.

 

Oha, das ist aber ein Mini-Schmetterling. Gerade mal 3 mm lang. Na, so was!

 

"Wer bist du denn?"

"Lara Saugstark und ich bin kein Schmetterling. Genauer gesagt gehöre ich zu der Familie der Schildläuse."

 

"Wow - so eine schöne Schildlaus mit elfengleichen Flügeln 

habe ich ja noch gar keine gesehen!"

"Das liegt wohl daran, dass wir eigentlich eher in den subtropischen Gebieten zuhause sind. Vor etwa 160 Jahren sind wir nach Europa gekommen. Am liebsten mögen wir warme Temperaturen über 20 Grad und möglichst hohe Luftfeuchtigkeit. Eisige Winter sind nichts für uns!"

 

"Wie überlebt ihr dann diese Jahreszeit?!"

"Och, in Hausnischen oder Gewächshäusern."

 

"Habt ihr ein besonderes Talent?!"

"Nunja, unsere Beinchen haben die gleiche Sprungstärke wie die Grashüpfer und wir produzieren Wachs, mit dem wir unsere Flügel überziehen. Aber jetzt muss ich wieder. Ich habe durst! Großen Durst nach Pflanzensaft, wie alle Schildläuse!"

 

Ui, wieso wimmert denn die Pflanze nicht? Vermutlich weil nur ein paar Saftsauger sich bei ihr angedockt haben, schätze ich mal...

Es ist nun mal so: Eine bestimmte Anzahl von "Schmarotzern" sind ganz förderlich, um das Potential einer Pflanze zum Vorschein zu bringen. Aber, wenn das Gleichgewicht gestört ist, kehrt sich dieser Effekt um und beginnt der Pflanze zu schaden.

 

Euer Linus

 

 

Die Schildlaus hier wird auch als "Weiße Fliege" bezeichnet und sie ist mit dem Mehltau-Pilz verbündet. Der Honigtau, den sie produziert ist der ideal Nährboden für diese Pilzart.

Doch zum Glück gibt es Pflanzen wie der Kerbel, die der Mehltau gar nicht mag! Und natürlich Wiesenhelden, wie der 22-Punkt-Käfer, der diesen zum Fressen gern hat!

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!