Schlösser aus Papier

"Bin so fleißig, ja so fleißig!"
"Bin so fleißig, ja so fleißig!"

Endlich, endlich - die nächsten Tage bleiben schön und ich darf wieder täglich herum fliegen und für Euch Menschen aus dem Wiesenreich berichten!

 

Ach, ich liebe es, wenn die Wespen an alten Hölzern grasen und die oberste Schicht abnagen. Das klingt einfach wunderbar! Dieses sanfte raspeln von allen Seiten, da könnte ich glatt einschlafen... ist ja sowas von beruigend.

Aber nichts desto trotz, ich bin ja als Reporterin unterwegs. Mal hören, was es bei den sogenannten Gemeinen Wespen so neues gibt.

 

„Streifen für Streifen schab ich fein und bring's

dann in mein Schlösschen heim!“

„Einen schönen guten Tag, meine verehrte Wespendame!“

„Mampf, ja den wünsch ich dir auch!“

 

„Wie weit seid ihr denn mit eurem Nest?“

„Ach, unser kleines Schloss aus Papier wird jeden Tag größer.

Und jeden Tag kommen neue Helferinnen dazu und packen mit an.

Da macht das Bauen so richtig viel Freude!“

 

„Ja, man merkt es wie konzentriert ihr bei der Arbeit seid!“

„Wir dürfen uns auch nicht ablenken lassen. Schließlich kommt es auf jeden von uns an. Nur gemeinsam können wir einen Staat aufbauen und ein gutes Leben haben.“

 

„Wie ist das bei Euch denn so, habt ihr auch Probleme

damit Futter heran zu schaffen für euren Nachwuchs?“

 

„Die Jägerinnen haben es echt nicht leicht, das muss ich zugeben. Die müssen sich ziemlich abhetzen, um ne passende Larve oder ein Insekt zu ergattern. Vor allem müssen sie aufpassen, dass sie nicht dabei von den Vögeln gefressen werden. Die haben ja den gleichen Speisezettel wie wir für ihre Kleinen. Zum Glück bin ich nur für das Baumaterial zuständig und das muss ich jetzt zum Nest bringen. Also dann, man sieht sich!“

 

Tja, die Lage im Wiesenreich ist nicht gerade gut, was die Fülle an Insekten angeht. Wer da sein eigenes Nest bauen kann hoch am Baum oder an den Häuserwänden hat es noch gut getroffen. Und natürlich alle, die ins Erdreich bauen.

Aber, wer direkt auf den Halmen herum krabbeln muss und im Gras wohnt oder sich verpuppen will, lebt sehr gefährlich! 

Ich bin auch immer ganz nervös, wenn unser Nachwuchs noch auf ihrer Futterpflanze lebt. Denn, wenn die Rasenmäh-Maschinen von Euch Menschen anrückt, wird alles klein gehäckselt und kein Tierchen kann das überleben.-

 

Ist doch kein Wunder, dass die Zahl so extrem abnimmt. Es fehlt einfach ein wirklich großer Teil der Natur, der nur ganz allein für uns Tiere ist!

Seufz!

Euer Linus

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!