Der Erdboden sollte locker sein!

Als Regenwurm habe ich viele Freunde, die mit mir gemeinsam dabei mithelfen, dass der Erdboden ideal für die Pflanzen ist.

Denn eine Pflanze braucht gewisse Nahrungsstoffe, genau wie Ihr Menschen und

dazu so etwas wie „Freiraum“.

Ihr Menschen, genauso wie wir und die anderen Tiere, brauchen Bewegung, um uns richtig wohl zu fühlen.

Pflanzen müssen sich zwar nicht von Ort zu Ort bewegen, aber sie brauchen Erde, die nicht zu schwer und zu dicht ist. Denn am Anfang sind die Wurzeln noch ganz dünn und sie wollen sich ausdehnen. Hat der Boden keine „Hohlräume“ wird es für die Pflanze schwer sich wohl zu fühlen. Für ihre Wurzeln ist es, als würdet ihr Euren Fuß gegen einen Stuhl, eine Tür oder Wand stoßen – nicht angenehm, oder?

Daher arbeiten wir alle Hand in Hand. Die größeren Tiere machen große Löcher, dann können die kleineren dadurch kleinere bohren und so die ideale Lockerheit des Bodens erschaffen. Und obwohl ich sehr stark bin, kann auch ich keinen Boden lockerer machen, der mit Euren schweren Maschinen fest gestampft wurde – vor allem in den Waldgebieten, wenn Maschinen über die Erde rollen, um Baumstämme abzutransportieren. Auch die Ernte- und Mähmaschinen drücken die Erdschichten fester zusammen. Selbst die Maschinen, die auf der Oberfläche die Äcker umgraben und Samen einsähen, machen die unteren Erdschichten so dicht, dass kein Insekt und kein Weichtier dieses mehr auflockern kann. Dafür sind dann Kaninchen, Hasen, Dachse oder Hamster zuständig.

Heute möchte ich Euch einen meiner Freunde, den Saftkugler vorstellen! Er zählt zu den Tausendfüsslern und ist keine Kellerassel, die übrigens zu den Krebstierchen gehört!

 

„Ich Norbert Arbeitsam. Und ich fühle mich sowohl auf der Erde,

als in der Erde sehr wohl!“

„Was ist deine wichtigste Tätigkeit für Mutter Natur?“

„Oh, wo fange ich da nur an. Ich bin ja so ein vielseitiges Kerlchen. Also: wie du fresse ich abgestorbene Pflanzenteile und verdaue sie zu Humus. Vor allem gehören wir von dem Stämmen der Tausendfüssler zu den Hauptverwertern von Laubblättern. Darüber hinaus tragen wir Metallreichen Nährstoffboden in die oberen Bodenschichten – mischen sozusagen die Erde schön durch. Und sorgen durch unsere emsigen Bewegungen, dass der Boden durchgelüftet wird.“

 

„Da du zu den Tausendfüsslern gehörst,

kannst du dich doch bestimmt auch verteidigen?!“

„Ja, das stimmt. Wenn sich ein Fressfeind nähert gebe ich einen übelriechenden, giften Wehrsaft ab und kann mich zudem zu einer Kugel zusammen rollen – so hab ich auch meinen Namen erhalten Saftkugler!“

 

Wenn Ihr mehr über diese faszinierenden Helfer des Erdbodens wissen wollt:

www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Myriapoda/Diplopoda/TD-17.html

 

 

 

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!