Gelb blüht der Mohn

Diese Pflanze hier, ist mir schon öfter aufgefallen. Vielleicht sollte ich sie mal interviewen...

 

„Hallo liebe gelbe Blume. Bist du mit den Kreuzblüter-Pflanzen, wie dem Raps, verwandt?

 

„Nein, Kreuzblütengewächse haben 6 Staubblätter,

bei unserem Stamm sind es dagegen mindestens doppelt so viele,

also 12 Staubblätter.“

 

„Aha… und zu welchem gehörst du nun?“

„Die Menschen nennen uns Schöllkraut und

wir gehören zu den Mohngewächsen.“

„Mohn? Aber der blüht doch meist rot. Wenngleich ich auch schon Weinroten

bis Lilafarbenen Mohn gesehen habe, aber gelb? Und die Blütenform

ist doch auch eine ganze andere!“

 

„Das liegt sozusagen mehr an unseren inneren Werten – es geht hierbei um den Milchsaft. Wobei ich sagen muss, dass die üblichen Mohngewächse einen weißen Saft haben, und wir vom Schöllkraut-Stamm haben orangenfarbenen Milchsaft. Aber in beiden Fällen dient er als Verteidigungsmittel gegen Fressfeinde.“

 

„Wie kamst du denn zu deinem Namen. Schöllkraut

klingt ja recht ungewöhnlich.“

„Schon in alter Zeit haben die Menschen festgestellt, das unser Milchsaft ein sehr gutes Mittel gegen Warzen und Hühneraugen ist. Beim Auftragen schält sich die Warze stück für stück und wird kleiner. Daher wurden

wir in der mittelalterlichen Sprache der Menschen Schelkrut

genannt, das später zu Schellkraut wurde.“

 

„Hast du noch weitere Talente in dieser Art?“

„Ja, die getrockneten Blätter dienen dazu Menschen zu helfen, die sozusagen einen Knoten im Bauch haben. Ihr Verdauungssystem ist so verkrampft, dass er die Nahrung fast nicht mehr hergeben will und die Leute Verstopfung bekommen. Und unser Kraut hilft dabei, dass der Darm sozusagen

wieder locker wird und entspannen kann.

Aber auch dem Erdboden helfen wir und

damit auch vielen Pflanzen!“

 

„Ach, wie dass denn?“

„Die Menschen haben durch ihre Industrialisierung, in die Umwelt viel zu viel Stickstoff eingeführt. Zum Teil als Dünger, der in viel zu großem Maße auf die Äcker und Gärten gemacht wird und zum Teil als Abfallprodukte, die in den Wasserkreislauf gelangt sind. Und viele Pflanzen und vor allem Pilze werden durch dieses zuviel an Düngung krank. Vor allem bei den Bäumen im Wald kann das zu einem Problem werden. Viele von denen leben nämlich als Lebenspartner mit Pilzen zusammen. Die Pilze geben den Bäumen Mineralstoffe und bekommen dafür von den Bäumen Zucker. Und wenn diese Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert, kann es sogar sein, dass diese Bäume krank werden und sogar völlig absterben.“

 

„Das klingt ja schrecklich! Aber diese Überdüngung kenn ich auch.

Auch einige von meinem Stamm der Regenwürmer haben sich von diesem Zuviel an Stickstoff in der Erde Vergiftungen zugezogen,

andere sind sogar daran gestorben.“

„Tja, und unser Stamm steht auf diese Stickstoffverbindungen. Daher ziehen wir den Stickstoff dort heraus und helfen damit Mutter Natur!“

 

 

So, fürs erste hab ich Pause und die Schnecke Marina berichtet ab Morgen wieder! Euer Regenwurm Balduin Rotschleif

 

 

In vielen Medikamenten findet das Schöllkraut übrigens bei Euch Menschen Verwendung, wenn Ihr mehr darüber wissen wollt:

http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=197

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!