Gute Tarnung ist alles

Ach, was haben meine Stilaugen denn da erblickt… ist es eine Wespe oder keine Wespe?

Auf jeden Fall ist dieses Insekt nicht mehr das Jüngste. So kaputt wie seine Flügel aussehen, hat es bestimmt schon lange gelebt…

„Hallo, wer bist du denn?“

„Ich bin gehöre zu den Langbauch-Schwebfliegen, genauer gesagt bin ich ein Männchen und bin so langsam doch am Ende meiner Kräfte. Letzten Herbst hatte ich mich als Larve gut versteckt und hab überwintert. Dann im Frühling hatte ich mich verpuppt und bin später geschlüpft. Und es war nicht leicht ein Weibchen zu becircen, kann ich dir sagen. Ich kam mir schon vor wie eine Libelle, bei den Verrenkungen!“

 

„Ach, gestern hatte ich auch eine aus deiner Familie getroffen.

Es war eine gewöhnliche Hainschwebfliege. Sie war aber nicht

so perfekt gelbschwarz gestreift wie du.“

„Tja, nicht jeder Stamm kann so gut eine Wespe imitieren. Doch da wir recht groß sind, ist es umso wichtiger, dass jedes Detail stimmt. Denn nur so können wir überleben. Denn schließlich haben wir keinen Stachel,

um uns zu verteidigen!“

 

„A propo Verteidigung. Die Menschen glauben ja, sie müssten ihre

Pflanzen zur Verteidigung mit Pestiziden einsprühen.“

„Was ganz schlecht ist, ist, wenn die Menschen die Pflanzen mit Giftstoffen schützen wollen. Das macht uns und auch die Bienen krank. Doch im Grunde ist das ist eigentlich unnötig, wenn sie uns freien Flug ließen. Unsere Larven vertilgen die Schädlinge doch und als Erwachsene wir helfen dabei die Blüten zu bestäuben. Ich weiß auch nicht so recht, was sich diese Zweibeiner dabei denken...“

 

„Woran merkt ihr eigentliche, dass eine Pflanze eure Hilfe braucht?“

„Sie gibt eine Art Duftparfum in die Luft ab. Je nach Stärke und Intensität können wir das schon von der Luft aus erkennen, oder mit den Füßen

beim über die Blätter laufen.“

 

„Wie ist das Zusammenleben bei euch so?“

„Nun ja, im Normalfall ist unser Motto: Leben und Leben lassen. Nur die Gattung der Myathropa, deren Larven in Kleinstpfützen zwischen Baumwurzeln leben, sind schon etwas aggressiver. Sie verteidigen ihre Futterquelle und teilen nicht so gern.“

 

Tja, ein jeder Wiesenheld unterscheidet sich eben voneinander. Ganz genauso wie Ihr Menschen. Die einen verstehen sich gut, die anderen streiten sich dagegen um jede Kleinigkeit.

 

Übrigens, es gibt auch eine Blume, genauer eine Orchidee, die diesen Alarmduft aussendet, ohne wirklich in Not zu sein. Sie macht das, könnte man meinen, nur aus Eigennutz heraus. Ihr seid neugierig geworden?

Dann lest auf dieser Webseite nach: www.scinexx.de/wissen-aktuell-12415-2010-10-14.html

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!