Gefräßigkeit kommt nach dem Fall

Am frühen Morgen bin ich von einem extremen Lärm aufgewacht… wäre beinah vor Schreck von meinem Blatt gepurzelt. Aber dann hab ich mich aufgemacht. Es gibt ja für einen Wiesenhelden-Reporter nichts besseres, als Neuigkeiten zu enthüllen!

Oho… das hier sieht aber nach einem mächtigen Spinnfaden aus… und wie der im Licht der aufgehenden Sonne glitzert… was muss das nur für eine Spinne sein. Mal vorsichtig nähern. Wer weiß, ob ich mich überhaupt mit meinem Raupengestank bei ihr zur Wehr setzen kann.

Aber Moment mal… das ist aber ein lautes Schmatzen!

Na, so was. Das sind ja Tigerschnegel. Und die haben den ganzen Salatkopf hier abgefressen. Das ist ja eine Ungeheuerlichkeit. Dabei sollen diese Tierchen doch die Tiger unter den Schnecken sein!

 

„Schämt ihr euch nicht? Ein ganzer Salatkopf und das nur zu zweit?!“

„Wieso wir?“

„Genau! Wir machen nur unsere Arbeit.“

„Das sieht mir aber nicht danach aus!“

„Wir haben den Salat nicht gefressen.“

„Von wegen! Ihr kriecht noch darin herum und fresst gerade den Rest!“

„Ja, genau den Rest! Dieser Siebenschläfer hat die grünen Teile

abgenagt und ist davon gelaufen. Den Abfall, die bereits

angewelkten Blätter wollte er nicht.“

„Die mussten wir auffressen! Denn wir sind nun mal auch die

Abfallbeseitiger hier im Wiesenreich.“

 

Oho… wie man sich doch manchmal täuschen kann!

Alles hat darauf hingedeutet, dass diese Schnecken die Täter waren, dabei waren sie nur die zweiten am Tatort und wollten nur die Abfälle entsorgen, damit eine neue Pflanze hier Platz zum Wachsen hat.

Ich frage mich, wie oft das so in der Natur passiert. Das ein vermeintlicher Täter gestellt wurde und in Wirklichkeit steckt eine viel größere Wahrheit dahinter!

 

Bis Morgen, liebe Menschenkinder und urteilt nicht zu schnell!

A.T.

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!