Achtung Stachel!

"Mjamm... ich liebe Nektar und Blütenpollen! Ich bin also auch ein Bestäuber!"
"Mjamm... ich liebe Nektar und Blütenpollen! Ich bin also auch ein Bestäuber!"

Hoch, was war denn das eben? Ein Schatten, dann ein Windstoß einige Zentimeter neben mir... ui, eine Hornisse!

 

Und sie hat was Schwarzes gepackt. Wie gut, dass ich hier unter meinem schützend Blätterdach gesessen bin.

Aber, was ist denn das? Das Tierchen hat sich aus den Fängen befreit und schlägt einen Salto nach dem anderen. Wie macht es das nur? 

Und die Hornisse? Zum Glück ist sie weiter geflogen... dann will ich mich mal auf die Suche nach diesem so ungewöhnlich springenden Wiesenhelden machen. Ob es sich hier um eine Spinne handelt? Schließlich bin ich schon einigen begegnet und darunter waren auch Springspinnen... bin mal sehr gespannt.

Was, nur ein merkwürdig gebogener Käfer? Seit wann können die solche Purzelbäume machen?!

 

"Hallo, wer bist du und wie hast du es geschafft der Hornisse zu entkommen?"

"Nun, ich bin Tina Sprungbein und gehöre zum Stamm der Stachelkäfer. Dass ich entkommen konnte, verdanke ich meinen lang gezogenen, spitzen Hinterteil, der wie ein Stachel aussieht. Er ist sehr gelenkig und zusammen mit meinen Beinen kann ich die tollsten Drehsprünge vollführen. Das hat Mutter Natur wirklich ganz toll bei mir eingerichtet."

"Aber ein solcher Fall geht unglaublich schnell, wie kannst du die Geschwindigkeit darin erkennen und dich entsprechend anpassen."

"Wie viele fliegende Insekten habe ich zwischen meinen einzelnen Miniaugen feine Härchen, sie erspüren durch ihre Biegungen genau was außerhalb los ist. Je nachdem wie stark und wohin sie gebogen werden, weiß ich die Richtung und die Fluggeschwindigkeit."

 

Alle Insekten besitzen Facettenaugen, das sind viele kleine Augen, die ein Bild im Kopf erzeugen, das dem Bild gleicht, das Ihr Menschen auf euren elektrischen Geräten, den Displays an Computern und ähnlichem seht.

Die einzelnen Pixel stehen für den einzelnen Sehsinn eines dieser Facetten-augen-Teiles. 

Und Ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass manche Bilder unscharf und verpixelt sind, das liegt daran, dass zu wenig "Einzelaugen" da sind. Je mehr Einzelaugen beziehungsweise je mehr Pixel ein Bild hat, umso schärfer ist es.

 

Und jede mehr solcher Augen ein Insekt hat, umso besser kann es sehen. Ameisen haben nur sehr wenige davon und müssten eigentlich eine dicke Brille tragen, um ihre Umgebung scharf sehen zu können.

Andererseits haben Libellen sehr viele davon, einige Arten bis zu 30.000, und können somit sehr gut sehen... und natürlich haben auch die Hornissen gute Augen, sie besitzen ebenfalls einige Tausend Einzelaugen.

Diese Mini-Einzelaugen werden auch Ommatidien genannt.

 

Und übrigens: Ich als Raupe / Insekt muss mich vor Hornissen in Acht nehmen. Daher bleib ich heute weiter in meinem Versteck. Aber Ihr Menschen braucht Euch vor diesen großen Fliegern nicht zu fürchten. Sie sind nur unterwegs um Nahrung für ihren Nachwuchs zu finden oder Material für ihren Nestbau. Stechen würden diese Tiere Euch nur, wenn Ihr sie versucht einzufangen, oder Euch zu nah an ihr Nest heran wagt.

Denn dann geht es ja um die Verteidigung ihrer Familie / ihres Volk. Und darin seid Ihr Menschen und die Hornissen oder Wespen und Bienen Euch sehr ähnlich.

Bis Morgen eure Alby

 

Wenn Ihr mehr über Hornissen wissen wollt:

www.hornissenschutz.de/augen-antenne-mundwerkzeuge.htm

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!