Echt herzig!

Man merkt, dass das Wetter wieder besser ist. Es sind viel mehr Flieger in der Luft unterwegs.

Gestern musste ich mich vor Nahrung suchenden Hornissen in Acht nehmen.

Heute hab ich Libellen erspät... aber zum Glück die kleinsten ihrer Art. Daher hab ich mich auf die Füße gemacht und hab da zwei Exemplare näher beobachtet. War recht interessant wie das Männchen da um das Weibchen herum gesurrt ist und dann mit einem plötzlichen Ruck, hat er sie am Genick gepackt. Ich dachte schon, oje... der will sie doch nicht fangen und fressen... doch dann begann das Liebesspiel. 

 

Aus diesem Grund hab ich mich näher heran gewagt. Spinnen kann ich ja jederzeit finden, aber die Chance einmal ein Libellenpaar zu interviewen hat man nur sehr selten. Denn meist sind sie auf der Suche nach Nahrung und das heißt für mich als Raupe aufpassen. Selbst für eine wehrhafte Raupe mit Nackengabel, die ihre Fressfeinde umstinken kann.

 

"Hallo ihr zwei, ich bin eine Wiesenhelden-Reporterin

und hätte da ein paar Fragen."

"Was willst du denn wissen?"

"Zu welchem Stamm gehört ihr und wieso hängt ihr da so herzförmig rum?"

"Wir gehören zu den Schlanklibellen, unser Stamm nennt sich 

Hufeisen-Azurjungfer. Und ich bin das Männchen."

"Und ich natürlich das Weibchen.

Und unsere Herzform ist das sogenannte Paarungsrad."

"Ich hab sie mit meinem Hinterteil am Genick gepackt, weil ich

sie ja irgendwie festhalten muss, um ihr mein Samenpaket

übergeben zu können."

"Genau, während er mit mir herum fliegt, hol ich das Paket aus seiner Samentasche. Und nachher fliegen wir gemeinsam zum kleinen See zurück. Er fliegt und ich lege dann dort die Eier ab."

 

"Aha, dann leben eure Kinder also im Wasser?"

"Ganz genau und zwar ein Jahr, dann verpuppen sie sich und werden dann im nächsten Jahr genau das gleiche tun wie wir jetzt."

 

"Ist echt interessant, dass der Nachwuchs von manchen Fliegern an Land lebt und von anderen im Wasser. Aber wie macht das euer Nachwuchs,

dass er im nassen Element atmen kann?!

"Nun, solange sie im Wasser leben, tragen unsere Kleinen am Hinterteil Kiemen - mit denen können sie den Sauerstoff aus dem Wasser ziehen."

 

Dann bin ich mal auf Morgen gespannt, welchem gefährlichen Wiesenheld ich dann auf die Spur kommen werde. Im Moment such ich ja hauptsächlich die Achtbeinigen. Bis dann Eure Alby

 

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!