Schwarze Sanduhr

 

Bei dem Wetter traue ich mich einfach nicht besonders weit zu fliegen. Der Himmel ist bewölkt und es schwingt irgendwie nach Regen. Also fliege ich immer in der Nähe von meinem Blätterdach und der leckeren Rettichblüte, die ich gestern interviewt habe, hin und her… und oh, da unten sitzt aber eine sehr schöne Fliege auf meiner Rettichblüte. Ihr Körper hat die wunderschöne Färbung eines Morgenrotes, genauso wie die Flügel des Aurorafalters, dessen Raupe mir vor einigen Tagen begegnet ist. Die muss ich gleich mal befragen.

 

„Ach, da ist Linus von Lieblich.

Du willst bestimmt mehr über mich erfahren!“

„Ganz genau! Zu welchem Stamm du gehörst,

was eure Supertalente ist und so.“

„Ich zähle zur Familie der Schwebfliegen.“

„Echt? Dein Hinterteil ist doch gar nicht so flach wie der der üblichen Schwebfliegen. Ich dachte immer daran erkennt man euch Schwebfliegen!“

„Tja, nicht jede Schwebfliege ist an ihrem flachen Hinterteil zu erkennen. Eher daran, dass wir unser Hinterteil nicht still halten können. Wir müssen es immer wieder bewegen, auf und nieder – mal langsamer oder mal schneller, je nach Art. Ich gehöre zum Stamm der Kleinen Keilschwebfliegen. Und ich bin ein Männchen: Marius Bienerich. Mich erkennt man gut an meiner schwarzen Sanduhr-Zeichnung, die auf den orange gefärbten Bereichen von meinem Hinterteils ist. Unser Stamm und der mit uns enger verwandten Mistbienen ist bemüht das Outfit dem der Bienen anzugleichen. Denn da wir keinen Stachel besitzen, bleibt uns nur die Verkleidung, um uns vor Fressfeinden zu schützen.“

 

„Und fressen Eure Larven wie die der meisten Schwebfliegen Blattläuse?“

„Nein, das ginge auch nicht. Da unsere Kleinen nicht an Land leben.

Sie brauchen ein nasses Umfeld. Also ein stehendes Gewässer,

notfalls tut es auch mal eine Jauchegrube.“

„Puh, an einem solchen Ort möchte ich nicht als Kind gelebt haben!

„Och, ich fand es sehr schön, als ich noch ein Kind war und

so im Wasser herum planschen konnte.“

 

„Aber wie könnt ihr unter Wasser leben?

Habt ihr als Larve denn Kiemen wie ein Fisch?!“

„Nein, die brauchen wir nicht. Wir haben ein Atemrohr, ein sehr langes Atemroht. Es ist mindestens so lang wie unser Körper – und der Körper selbst ist wie von einer gewöhnlichen Schwebfliegenlarve beschaffen.

Und die Kleinen von den Mistbienen haben noch längere Röhren, daher werden sie gerne auch mal Rattenschwanzlarven genannt.“

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie so eine Larve aussieht, dann schaut doch mal bei dem Link hier vorbei: www.tuempeln.de/futter/p_rattenschwanzlarven.html

"Wenn Euch meine Seite gefällt, würde ich mich über Eure Stimme bei der
Vergabe des Besucher-AWARD freuen."

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!