Anbetung oder was?

Also so was, dort unten auf den Blättern ist ja wieder eine Menge los. Gestern hab ich dort eine Waffenfliege gesehen, von der ich dachte, es wäre eine Wespe, und heute bewegt sich da ein sehr merkwürdig aussehendes Insekt ziemlich sonderbar auf den Blättern herum.

Die beiden Vorderbeine bewegt es wie Scheibenwischer hin und her und dann verbeugt es sich und küsst das Blatt. Also so, was haben wir es hier gar mit einem religiösen Kult zu tun? So was hab ich ja noch nie irgendwo gesehen oder gehört. Da muss ich einfach mehr darüber erfahren.


Huch, gar nicht so einfach an das Tierchen ran zu kommen. Es läuft so emsig hin und her… sieht fast schon lustig aus…

 

„Verehrst du zufällig

den Geist dieser Pflanze?“

„Wie bitte?“

„Na, deine merkwürdigen Verneigungen.

Bei Menschen hab ich das auch mal gesehen und die haben gebetet.“

„NEIN! Damit habe ich nichts am Bein. Ich bin nur eine Fliege,

die emsig nach leckerem Honigtau sucht.“

 

„Ah, deswegen war gestern auch die Waffenfliege hier.

Aber die hat sich nicht so merkwürdig bewegt.“

„Das dürfte wohl daran gelegen haben, dass ich viel längere Beine habe! Da reicht es nicht einfach nur den Kopf nach unten zu bewegen oder den Rüssel auszufahren. Ich muss mich schon bücken.“

 

„Stimmt, deine Beine sind schon sehr lang. Beinah schon wie Stelzen. Aber, wenn ich dich genauer anschaue muss ich sagen. Eine Fliege sieht doch schon sehr anders aus. Du hast ja richtige Muskelpakete unter deinem Bauch!“

„Nun, ich gehöre zur Gattung der Schnepfenfliegen. Wir sind sowas wie Allesfresser. Ob, was zum Naschen wie hier den Honigtau, oder was herzhaftes wie eine kleine Fliege - und zum Jagen braucht man Kraft.

Und unser Nachwuchs mag übrigens auch gerne mal einen kleinen Regenwurm oder die Larven von anderen Insekten.“

 

„Dann lebt ihr also nicht im Wasser oder so?“

„Nein, das ist uns wirklich zu feucht. Unsere Kleinen mögen den festen Boden unter ihrem Körper. Aber Mist finden sie auch ganz in Ordnung. Vor allem, weil sich da viele Tierchen tummeln, die sie erbeuten können.“

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Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!