Einfach mal kopfstehen

 

 

Ah, wie schön… die Sonne hat meinen Unterschlupf erwärmt. Allerdings brauche ich jetzt bei diesem kühlen Morgenstunden viel länger bis meine Glieder wieder richtig beweglich sind.

Oho, da ist aber einer schon recht munter. Er flattert herum und hängt sich unter ein Blatt? Wie ungemütlich… ich sitze lieber aufrecht auf einem Zweig oder Halm.

Na, dann nütze ich die Gunst der Stunde und werde diesen Schmetterling mal befragen.

 

„Ich gehöre zur großen Familie der Rüsselzünsler. Mein Stamm nennt sich Nesselzünsler, weil wir als Raupen die Brennnessel über alles lieben.“

„Zünsler, das klingt aber recht merkwürdig. Was bedeutet das denn?“

„Nun, Zünsler leitet sich zünzeln ab – was so viel bedeutet wie flackern und flimmern. Das tun die Flammen von Feuer.“

„Wie steckt ihr etwa Pflanzen in brand?“

„N-e-i-n! Die Art wie wir flattern ähnelt den zuckenden Flammen von Feuer und weil wir so gerne zu Lichtquellen hin fliegen. Wir sind nämlich keine Tagfalter wie du, sondern Nachtfalter. Und ich hab eine ereignisreiche Nacht hinter mir. Etliche Blüten habe ich besucht und bestäubt.“

„Wo leben die Raupen von Rüsselzünsler so?“

„Je nach Stamm leben sie mal in der Erde und ernähren sich von

Wurzeln, oder eben wie wir von den Blättern bestimmter Futterpflanzen. Allerdings gibt es auch welche die es gerne feucht mögen,

dieser Stamm lebt in den Stängeln von Wasserpflanzen.“

 

 

„Wie überwintert ein Nesselzünsler?“

„Nur als Raupe. Wenn es jetzt kälter wird fällt die Raupe in eine Starre. Im Frühjahr erwacht sie wieder, frisst nochmal ne Runde Blätter und verpuppt sich dann.“

„Aha, dann wirst du vermutlich nicht über den Winter kommen?“

„So ist das nun mal bei den meisten Schmetterlingen. Ich hab mich im Frühling verpuppt und hab als Schmetterling dafür gesorgt, dass die zweite Generation an den Start kommt: Die Raupen, die eben meine Linie auch im nächsten Jahr fortführen werden.“

 

 Tja, so ist das eben bei uns kleinen Superhelden. Wir haben tolle Fähigkeiten, aber die meisten werden nur wenige Wochen oder Monate alt.

 

Die Raupe hat das Blatt zum Schutz zusammen gerollt und darin zusätzlich noch ein Gespinst angelegt.

Auf diese Weise ist sie für den Winter gut gerüstet.

Im Grunde ist es so als läge sie auf einer weichen Matratze und wäre von einer dicken Bettdecke zugedeckt.

 

Aquatisch lebende Zünslerstämme:

Die Raupen der Wasserlinsenzünsler bauen einen Köcher, der im Grunde wie ein Luftballon beschaffen ist und Luft zum Atmen enthält, auf diese Weise können diese Nachtfalterkinder auch unter Wasser atmen.

Die Jungraupen der Wasserzünsler dagegen können sogar noch über die Haut atmen und so den Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen. Später bauen sie sich auch einen Schwimmköcher aus einem Blatt mit dem sie beinah wie in einem Boot über das Wasser schippern.

www.schmetterlingeinwildauundberlin.de/wasserlinsenzuensler.htm

"Wenn Euch meine Seite gefällt, würde ich mich über Eure Stimme bei der
Vergabe des Besucher-AWARD freuen."

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!