Die Magie der Zellen

Beim kalten Wetter war es ja recht ruhig überall, aber nun brummt es emsig. Die Insekten versuchen die letzten warmen Tage auszunutzen, um Vorräte aufzufüllen – im Körper und teils für den Nachwuchs, oder bei Staatenbildenden Insekten Vorräte, um über den Winter zu kommen.

 

Wir Bläulinge brauchen das nicht, kein Schmetterling braucht das. Je nach Art sterben die einen oder überwintern in Erstarrung… a propo, erstarren… da ist ja ein Zitronenfalter. Von denen weiß ich, dass sie als Falter überwintern können, dann werde ich mich gleich mal an seine Flügel hängen und ein paar Fragen stellen.

 

„Wir zählen zum großen Stamm der Weißlinge. Und unsere Weibchen werden gerne auch mal mit einem aus dem Stamm vom Großen Kohlweisling verwechselt. Wer aber genau hinschaut sieht, das die Flügelform sich unterscheidet. Unsere erinnert an ein Pflanzen-Blatt. Wir unterscheiden uns zudem von den Kohlweißlingen darin, dass wir stets nur ein kleines Gelege an den Futterpflanzen anlegen – was viel schonender für eine Pflanze ist. Auf diese Weise wird sie nämlich

nicht gleich komplett aufgefressen, sondern kann gemächlich

weiter wachsen und gedeihen.“

„Wie schaffst du es zu überwintern?“

„Dank verschiedener Zuckerstoffe und Proteine, die wir in unsren Zellen einlagern können, kann das Wasser in unsren Zellen nicht zu Eis gefrieren. Die gewöhnlichen Körperzellen haben viel Wasser, sobald die Temperatur unter Null fällt, verwandeln sich die runden Wasserperlen in kantige Kristalle, die eine Zelle wie ein Messer aufschneiden und so zerstören. Die Zuckerstoffe sorgen dafür, dass das Wasser in den Zellen nicht so schnell zu kantigem Eis werden kann. Wasser bleibt länger weich und rund…

die Menschen nutzen dieses Eigenschaft des Wassers auch. Sie nehmen aber Salz statt Zucker. Dieses wird im Winter auf den Straßen verstreut

und so kann sich das Wasser erst bei viel tieferen Temperaturen

unter Null zu Kristallen umformen.“

„Bis zu welcher Temperatur kann diese Zuckermischung

euch beim Überleben helfen?“

„Im Winter sollte es nicht unter 20 Grad minus werden. Denn dann funktioniert unser Trick nicht mehr und das Wasser in unseren Zellen beginnt sich in Eiskristalle zu verwandeln.“

 

„Wahnsinn… wenn ich also viel Zucker esse,

dann gelingt das auch bei meinen Zellen?“

„Nein!!! Dieser Zucker würde eher dem Körper schaden.

Die Menge von Zucker, die man isst hat damit nichts zu tun.

Das liegt an dem Körper. Er muss dafür geschaffen sein…

er muss eben über dieses besondere Supertalent verfügen!“

 

Wenn Ihr noch mehr über diese gelben Schmetterlinge erfahren wollt, dann schaut doch mal unter dem Link nach: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/schmetterlinge/tagfalter/04431.html

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!