Wie sich Pflanzen vor UV-Licht schützen


Ja, Farben sind schon etwas wundervolles. Schade nur, dass ich als Bläuling nicht so einfach meine Farbe wechseln kann.

Dennoch frage ich mich natürlich, was es mit dieser Farbenpracht so auf sich hat.

Auch wenn viele Körperschuppen von uns Insekten durch das Chitin braun bis schwarz oder mal im Licht blau oder regenbogenfarben schillern können – je nach Strukturaufbau dieser Hautzellen, muss es doch noch mehr geben.

 

Am besten ich frage einfah mal diese Ringelblume. Sie ist so schon orange… wer weiß, vielleicht enthält sie ja Farben, die ein Fressinsekt in sich aufnehmen kann und so seine Farbe ändern kann.

 

„Da liegst du mit deiner Überlegung gar nicht so verkehrt. In meinem Pflanzenkörper gibt es verschiedene Stoffe, Pigmente genannt. Das Chlorophyll zum Beispiel erscheint im Sonnenlicht grün und dank seiner Hilfe können wir Pflanzen uns vom Sonnenlicht sozusagen ernähren.“

„Ach, was? Ich dachte, ihr macht das mit den Wurzeln.“

„Das auch! Wasser und Mineralsalze nehmen wir über die Wurzeln auf, doch die Energie über das Sonnenlicht. Dieses Chlorophyll hat die Fähigkeit gelbes und blaues Licht sozusagen zu essen und blockt das grüne Licht ab – dieses Grün fällt sozusagen in die Augen eines Beobachters und schon ist es als wären

unsere Stil und unsere Blätter grün.

Zudem habe ich den Stoff Carotin in mir. In meinen Blütenblättern finden sich davon sehr viele, daher sieht man diese orangefarben. In den Blättern kommt dieser Farbstoff aber erst dann zur Geltung, wenn wir Pflanzen das Chlorophyll den Blättern entziehen. Dann erscheinen die Blätter je nach Menge des Pigmentes mal gelb, orange oder auch rot.“

 

„Ach, deswegen werden die Blätter der Bäume im Herbst bunt? Die Pflanze produziert nicht diese Farbstoffe extra zu dieser Jahreszeit?“

„Nein, ganz im Gegenteil. Das Chlorophyll verschwindet. Es sind somit weniger Farbstoffe in den Blättern zu finden.“

„Wozu braucht ihr diese verschiedenen Farbpigmente eigentlich?“

„Die roten Pigmente haben eine Schutzfunktion. Denn auch, wenn wir das Sonnenlicht brauchen um zu überleben, so gibt es dennoch auch Strahlen, die sind so stark, dass sie unsere Blätter verbrennen können. Die Menschen kennen diese Reaktion ihrer Haut auch. Sie bekommen einen Sonnenbrand durch dieses UV-Licht.“

 

„Aha, dann ist das so, als würde ein Mensch Sonnenschutzcreme auftragen.“

„Ganze genau!

 

„Und wie ist das mit den Tierchen, die diesen Carotin-Farbstoff fressen?“

„Je nachdem wie viel sie von einer Pflanze fressen, die einen solch

hohen Rotfarbstoff in sich trägt, kann es durchaus passieren,

dass ihre Haut sich ebenfalls orange einfärbt.“

„Dann müsste ich also nur ganz viele deiner Blüten fressen?“

„Ja, vermutlich würdest du dann an einigen Stellen orange

bis rötlich werden.“

 

Klingt zwar verlockend, aber leider habe ich als Falter nur einen Saugrüssel und kein Beißwerkzeug mehr, wie damals als ich noch eine Raupe war… da wird wohl nichts daraus meine Farbe zu wechseln. Nunja, was solls… dann werde ich Morgen noch ein wenig weiter suchen. Jetzt werde ich erst mal wieder viel Nektar schlürfen. Denn Neugierig sein, macht hungrig… und dann ist Sonnenbaden an der Reihe, ich brauche diese Wärme in meinem Körper – nachts ist es ja inzwischen recht kühl und dann tut es wirklich gut, wenn die Sonne mich vorher einige Stunden gewärmt hat.

 

 

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