Mehr als nur eine weiße Schönheit

Die letzte Etappe der Wiesenhelden

Reporter für dieses Jahr werde ich, Balduin Rotschleif der Regenwurm, übernehmen. Für mich ist das feuchte, kühle Wetter ganz angenehm. Vor allem, wenn die Sonne sich nicht blicken lässt. Denn meine Haut ist ja da sehr empfindlich!

Den ganzen Sommer über war ich im Grunde nur in der Erde unterwegs und habe mich wie meine Kollegen darum gekümmert, dass der Boden hochwertig wird und somit über viele gute Nährstoffe für die Pflanzen verfügt. Und wenn es gar zu heiß wird und zu lange Trocken ist, baue ich mir wie im Winter in den tieferen Schichten vom Erdboden eine Wohnhöhle, die gut abgedichtet ist – allerdings hab ich das dieses Jahr nicht gebraucht. Da war ich nur emsig im Erdreich unterwegs…

 

Heute möchte ich Euch Menschenkinder das einjährige Berufskraut vorstellen. Es wächst und blüht nur ein Jahr lang und stammt aus Nordamerika. Während der Sommermonate war sie hoch gewachsen und gerade. Die Blütenstände waren da noch eng beieinander. Inzwischen hat sie die Pflanze weit verzweigt – beinah wie ein kleiner Busch. Die Blüten ähneln in Aussehen und Größe dem Gänseblümchen. Im Grunde sieht es aus wie ein Gänseblümchen, dessen Stil menschenhöhe erreicht.

 

„Wenn du so hoch hinaus wächst, wie schaffst du es dann

nicht vom Wind entwurzelt und davon getragen zu werden?“

„Das hängt damit zusammen, dass wir unsere Wurzeln sehr tief in die Erde hinein treiben. Bis zu 100 Zentimeter tief wachsen wir und das gibt uns sehr guten halt. Aber wir sorgen dafür, dass unser Nachwuchs vom Wind davon getragen werden kann.“

„Aha, und wie geht das?“

„Die Samen sind gefiedert, ganz ähnlich den

Fallschirmchen der Pusteblume.“

 

„Welche besonderen Talente hast du denn?“

„Obwohl wir ursprünglich wegen unserer schönen Blüten von den Menschen hierher gebracht worden sind, so war zunächst nichts über unseren Inneren Werte bekannt. Dabei haben wir tatsächlich sehr viele Fähigkeiten. Mit dem getrockneten Kraut kann man Heil-Tee bei Harnwegs- oder Darmproblemen sowie Erkältungen zum Trinken und Baden herstellen. Sogar Flöhe hat man dank unseres Duftes vertreiben können.

In alter Zeit in Nordamerika galten wir sogar als Helfer gegen böse Geister und den bösen Blick. Wir waren ein hochverehrtes Beschützerkraut. Die Kinder wurden daher in unserem Tee-Wasser gebadet… und schon schrien sie nicht mehr so viel und lautstark.“

 

 Na, dann bleibt gesund und offen für die Natur!

Bis Morgen Euer Balduin

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!