Golden wie die Sonne

Ich hab mich für heute entschlossen die Sonnen goldene Pflanze zu interviewen, die da vor mir so herrlich blüht. Sie ist genauso schön wie das kanadische Berufkraut, mit dem ich am 9. Oktober gesprochen hatte. Nur hatte dieses weiße Blüten und eine kleine Sonne darin. Diese hier sind komplett gelb und puschelig… zumindest aus der Ferne.

„Ich bin eine kanadische Goldrute.

„Wow, der Name passt, aber wieso kanadisch? Stammst du etwa wie das Berufskraut auch aus Nordamerika?“

„Ja, ganz genau! Meine Vorfahren wurden Mitte

des siebzehnten Jahrhunderts nach Paris gebracht.“

„Und wie gefällt es Euch hier so?“

„Sehr gut! Denn unsere Freßfeinde haben die Menschen in unserer Heimat gelassen und so können wir hier gut wachsen und gedeihen.“

 

„Hm, aber es hat immer einen Sinn, dass jeder Wiesenheld seinen Bad-Charakter hat. Das ist wichtig für das Gleichgewicht in der Natur.“

„Tja, das ist nicht meine Schuld. Man hat meine Vorfahren hierher entführt, weil sie so gut gefallen haben. Aber so sind die Menschen nun mal, sie achten mehr auf die Optik, auf das Aussehen, als auf das gesamte System. Doch andererseits sind wir inzwischen auch wichtig geworden, als Nahrungsgrundlage für Insekten und vor allem für Bienen. Es gibt einfach zu wenige einheimische Pflanzen, die guten Nektar bieten.“

„Das Problem kennen wir Wiesenhelden-Reporter. Das Indische Springkraut hat im Grund das selbe erzählt.

Daher sind sie vor allem für die Hummeln wichtig. Und sie meinten, wenn der Mensch sich daran störe, dass sie so emsig auf dem Vormarsch sind, dann sollten sie ihre Blüten sammeln für leckere 

                                                                    Salate und tolle Marmeladen-Gelees!“

 

„Das gilt für uns ebenfalls. Unser Blüten dienen sogar als Heilkraut bei Blasen- und Nierenproblemen. Sogar als Färbemittel können sie genutzt werden. Die Farbe ist braungelb bis goldfarben.“

 

Tja, so ist das in der Natur. Auch Ihr Menschen könnt dabei mithelfen, das Gleichgewicht zu wahren. Vor allem bei Pflanzenarten, deren natürliche Feinde fehlen. Dann seid ihr ein kleiner Badboy oder ein Badgirl und gleichzeitig habt ihr auch was gesundes, gutes zum Essen oder für die Gesundheit auf natürlichem Wege erzeugt.

Allerdings gilt es achtsam zu sein: Nur dort von dieser Art Pflanzen entsprechende Teile einsammeln, die an einem Ort in Massen wachsen. Denn es sollten immer noch genügend Blüten für die Bienen und anderen Insektenstämme übrig bleiben.

 

Also bis Morgen, meine Lieben

Euer Balduin

 

Wenn ihr mehr über die Goldrute wissen wollt, dann schaut doch hier vorbei;

www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Goldrute.html 

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!