Jeder hat so seine eigene Art der Ernährung

Sommer ist ja nicht wirklich meine Jahreszeit, die tummele ich mich lieber in der Erde. Doch

die taufeuchten Morgenstimmungen im Herbst sind immer etwas ganz besonderes!

Da ist es eine reine Freunde sich durch die bunten Blätter am Boden zu wälzen und sich das leckerste von ihnen zum Fressen aus zu wählen.

Oho, da ist aber ein Insekt schon früh unterwegs! Ist zwar recht klein, aber viele Insekten sind kleiner oder gerade mal drei Millimeter.

Obwohl so richtig munter wirkt es noch nicht. Vermutlich wartet es bis die Sonne höher steht und es wärmer ist. Na, dann nutze ich mal die Gelegenheit für eine kurze Befragung.

 

„Du hast aber echt puschelige Fühler da an deinem Kopf.

Zu welchem Stamm gehörst du?“

„Ich gehöre zur Familie der Gnitzen- oder auch Bartmücken.“

„Mücken? Da sind viele dabei, die Blut mögen. Wie ist das denn bei dir?“

„Ich bin ein Männchen und stehe daher mehr auf den Saft der Pflanzen. Aber die Weibchen aus meiner Gattung lieben das Blut von anderen.

Ob Säugetier, Vogel oder Insekt, das kommt ganz darauf an

zu welchem Stamm einer gehört.“

„Wie denn? Gnitzen saugen auch an anderen Insekten?“

„Ja! Einige haben ganz tolle Haftfüße. Mit diesen halten sie sich zum Beispiel an den Flügeln von Libellen fest und bohren ihren Rüssel dann in deren Haut. Die Mundwerkzeuge von diesem Stamm ähneln denen von Zecken. Das heißt sie können sich richtig fest darin verankern und so lange trinken, bis sie richtig rund und satt sind.“

„Das ist aber nicht nett!“

„Wieso? Immerhin lassen diese Stämme das Tierchen am Leben. Es gibt nur einen kleinen Stich und sie können sogar weiter sich bewegen und das tun, was sie am liebsten tun. Wenn aber eine Libelle ein Insekt fängt, dann wird es komplett gefressen! Nun ja, wenn es ein kleines Insekt ist, wie eine Blattlaus, dann kann dieses durchaus durch dieses Anpicken sterben.“

 

„Wenn die Weibchen so hungrig und angriffslustig sind,

wie gehen die dann mit euch Männchen um?“

„Naja, da heißt es schon aufpassen! Nach der Paarung kann es durchaus bei den Stämmen der Bezzia annulipes und Serromyia femorata  passieren, dass das Männchen dann im Grund gefressen wird.“

 

„Und euer Nachwuchs, wo lebt der so?

Bei den gewöhnlichen Stechmücken leben diese ja im Wasser.“

„Je nach Stamm leben einige Kinder im Wasser und andere an Land. Wie das so bei allen Mückenarten so ist. Einige leben wie ihr Regenwürmer von Humus und Totholz. Andere ernähren sich von Kot oder sind die Abfallverwerter in den Bauten von Ameisen."

 

Die Gnitzen werden übrigens je nach Art zwischen einem und drei Millimeter groß. Daher sind sie leicht zu übersehen… nur, wenn sie dann mal stechen sollten, dann kann das recht schmerzlich sein – obwohl es nur ein winziger Stich ist.

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!