Muskeln bringen Bewegung

 

Da krabbelt aber eine recht große Assel herum, Wahnsinn! Die gibt es ja in viele Größen… vor einigen Tagen, am 11. Oktober, hatte ich ja eine Kellerassel interviewt. Sie war alledings etwas flacher. Hm, ob das wohl wirklich auch eine Assel ist?

 

„Klar, gehöre ich zu den Asseltierchen. Ich bin aus dem Stamm der Rollasseln. Und meine Panzerung auf dem Rücken gehört zu den schönsten – nicht zu vergleichen mit der von gewöhnlichen Kellerasseln! Das wollen wir doch mal hier festhalten, gell!“

„Aha! Und, gibt es noch mehr Unterscheidungen zwischen euch?“

„Und ob, und ob! Unser Panzer ist nicht nur schöner und glänzender, er schützt und auch besser davor auszutrocknen. Daher können wir uns auch auf Plätzen länger aufhalten, wo die Feuchtigkeit sehr gering ist. Unsere „Kiemen“ sind stark verkümmert, so dass man sagen kannt, wir sind echte Luftatmer. Wir haben uns richtig an das Element Erde angepasst. Doch der größte Unterschied liegt darin, dass wir uns zusammen rollen können!“

„Wow, das hat ja schon was von einem Ball, muss ich sagen. Das hat

was von einem Saftkugler, die haben dieses kugelförmige

Zusammenrollen perfektioniert.“

„Tja, ganz so gut sind wir nicht darin wie die, das muss ich zugeben!“

 

„Ihr habt tolle Antennen an eurem Kopf,

wie sich da die einzelnen Glieder bewegen lassen ist ja toll!“

„Das haben nun mal alle Gliederfüssler den Insekten voraus! Wir haben ganz besondere Fühler. Die sind im Grunde so aufgebaut wie die Arme der Menschen. Jede Knickstelle hat ihre eigenen Muskeln und lassen sich daher auch entsprechend bewegen!“

„Und sie sind sozusagen doppelt. Die eine klein, die andere lang.“

„Ja, so ähnlich wie Daumen und Finger.“

 

Insekten haben ja nur an der Stelle, an der die Fühler angewachsen sind, Muskeln. Zwar können sie auch die anderen Glieder daran bewegen, aber nicht über Muskeln sondern über Druckausgleich. Flüssigketien werden hinein gepumpt oder heraus. So ähnlich wie bei einem Luftballon. Ohne Luft hängt er nach unten. Bläst man hinein, bewegt sich die Hülle nach oben.

Und wie alle Asseltierchen und wir Regenwürmer haben auch sie totes Pflanzenmaterial zum Fressen gern. So wird daraus im Bauch Humuserde, die dann als Kot ausgeschieden wird und den Pflanzen dabei dient, genügend Mineralien und Salze für ihr Wachstum zu erhalten.

 

Mein Tipp: Wenn Ihr mal wieder eine Assel finden solltet, dann schaut sie euch ganz genau an. Vor allem ihre muskulösen Antennen am Kopf!

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Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!