Nur noch auf Platz Nummer 2

Ich hab mir heute mal vorgenommen, wie Alby bei der Berichterstattung vorzugehen. Wenn sie von einem Tierchen oder einer Eigenart besonders fasziniert war, hat sie genau danach gesucht. Also suche ich auch und zwar nach Wanzen!

 

Gestern war es ja eine wunderschöne und große Kiefernwanze. Ihr Körper war knapp 2 cm lang und hatte starke große Beine… hm, da vorne auf dem Holz sitzt ein Tierchen, das sieht verdächtig aus, als gehöre es zu dieser Gattung. Es hat einen recht schmalen, kleinen, langen Kopf mit langen Fühlern.

 

„Hallo, mein Freund. Gehe ich recht in der Annahme,

dass du zur Familie der Wanzen gehörst?“

„Da hast du recht! Ich bin eine Rotbeinige Baumwanze.“

„Rotbeinig? Ich hätte eher gesagt so orangebraun.“

„Ja, jetzt im Herbst haben sich meine Farben etwas verändert. Schließlich besteht meine Hülle aus Chitin. Und im Laufe der Zeit verändern Wetter, Wind und Sonne die Struktur dieses Stoffes. Die leuchtenden Tönen sind inzwischen verschwunden. Im Sommer war der orangne Fleck auf meinem Rücken noch gelb und an den Seite hatte ich noch blau-gelbe Fleckenstreifen.“

„Ja, davon haben wir Wiesenhelden-Reporter schon gehört. Besonders auffällig waren dabei die Goldfliegen. Sie sind zuerst grünblau, dann goldgrün und schließlich kupferfarben.“

„Tja, alles ist eben der Veränderung unterworfen. Das ist selbst bei den Menschen so. Wenn die einen Stoff aufteilen würden, das eine Stück bleibt in der Wohnung, das andere immer draußen – dann könnte man auch dort diese extremen Veränderungen erkennen.“

 

„Ist dein Stamm schon immer hier?“

„Ja, wir leben schon seit Ewigkeiten in diesem Land. Und wir gehören zu den größten Wanzen hier… nun ja, gehörten. Die nordamerikanische Kiefernwanze, die seit kurzem hier auch lebt, ist ein Stück größer. Somit sind wir im Grunde nur noch die zweitgrößten Wiesenhelden unter den Wanzenstämmen.“

 

„Saugt ihr auch an Samen und an Blüten?“

„Das tun wir, aber wir erbeuten auch mal schwache Insekten oder beseitigen die Überreste von toten Gliederfüsslern.“

„Ah, ihr seid also somit eine Art Abfallentsorger.“

„Die sind ja ebenfalls wichtig. Denn wenn ein totes Tier unbenutzt

liegen bleibt, kann es dazu führen, dass sich ungute Viren und

Bakterien einnisten können. Somit verhindern wir

Abfallentsorger natürlich auch Krankheiten.“

 

„Und wie überwintert ihr?“

„Nun, ich bin ein alter Kerl. Ich werde noch vor dem Winter sterben.

Aber mein Nachwuchs, der noch recht klein ist, der überwintert

unter der Rinde eines Baumes.“

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!