Die wahren Blaublütigen

Na, was glänzt denn da so wie ein Edelstein?

Wow! Das ist ja das Gehäuse einer Schnecke.

 

„Ich gehöre zum Stamm der Glanzschnecken. Unser Gehäuse ist recht dünn und so erspüren wir mehr als andere Schnecken,   

                                                                       unsere Umgebung.“

„Heißt das, dass euer Haus nicht mit dem Haus der Zweibeiner vergleichbar ist?

„Genau! Unser Haus wächst mit. Es ist so ähnlich wie bei den Fingernägeln der Menschen. Und je dünner so ein Nagel ist, desto mehr kann er Berührungen spüren – so ist das bei uns. Dazu kommt, je kleiner das Gehäuse ist, desto beweglicher wird eine Schnecke. Aus diesem Grund haben einige Schneckenarten ihr Häuschen gleich vollkommen verloren. Nun ja, wie der Schnegel zum Beispiel. So lange er noch in seinem Ei steckt, hat er noch die Anlage dazu ein Häuschen entwickeln zu können. Doch diesem Stamm ist es gelungen, dass das Häuschen sich nicht voll entwickeln kann und somit bleibt der Schalenrest zwar erhalten, wird aber unter deren Mantelschild eingebetet.“

 

„Aber braucht ihr das Gehäuse nicht auch zum Atem?!“

„Wir Gehäuse tragenden Schnecken nutzen unser Haus als Schutz

und Rückzugsort, und natürlich zum Atmen das ist ganz klar!

Doch bei den Nacktschnecken hat sich die Natur eine neue

Variante für die Atmung einfallen lassen.“

 

„Wir Regenwürmer haben rotes Blut wie die Menschen,

allerdings statt nur einem großen Herz, haben wir 5 kleinere Herzen.

Und wie sieht bei Euch das Blut aus?“

„Wir Schnecken sind blaublütig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben nur ein Herz, dieses hat allerdings eine Vorkammer und eine Herzkammer, damit das nahrhafte Blut gut durch unseren Körper gepumpt wird.“

„Wie geht denn das?“

„Nun ja, während viele Tiere wie auch die meisten Wirbeltiere

die B-Variation der Natur sind – sie also in ihrem Blut eine Art Eisenstoff tragen, um den Sauerstoff transportieren zu können, gehören wir Schnecken zu der A-Variation. Das heißt wir haben so etwas

wie einen Kupferstoff in unserem Blut, der die Aufgabe

übernimmt den Sauerstoff zu transportieren.“

„Aber das Metall Kupfer ist doch für die meisten Lebewesen giftig! Vor allem, wenn es als solches massenhaft in der Erde drin steckt, die ein Tierchen frisst. Und ich weiß wovon ich rede. Wir Regenwürmer können zwar etwas mehr von diesem Stoff aufnehmen in unseren Körper, doch haben wir dann das Problem, dass wir nicht mehr richtig wachsen und uns nicht mehr vermehren können.“

„Was das betrifft, so sind wir Schnecken natürlich darauf auch empfindlich. Wir dürfen ebenfalls nur ganz geringe Mengen von Kupfer aufnehmen – vornehmlich eben als Spurenelement, welches mit Erde oder Pflanzenstoffen vermischt ist.“

 

Kupfer als Spurenelement ist in sehr geringen Mengen für jedes Lebewesen wichtig. Vor allem, was die Wundheilung betrifft und die Arbeit der Zellen im Allgemeinen. Allerdings kann es zu Vergiftungen kommen, wenn davon zu viel im Körper ist.

Ihr Menschen nutzt bei der Biologischen Landwirtschaft das Schwermetall Kupfer im Boden, um die Pflanzen gegen Pilzbefall zu schützen. Doch gilt es aber auch hier aufzupassen, denn die Grenze hin zur Giftigkeit bis hin zum Tod – vor allem für uns Wiesenhelden - ist recht schmal.

 

Wenn Ihr mal wissen wollt, wo überall mit diesem Metall in der Natur gearbeitet wird, dann schaut mal hier hinein: www.bioland.de

 

Und noch etwas ganz wichtiges!

Wenn Ihr Schnecken nicht mögt, dann tötet sie wenigstens nicht auf brutale Weise. Denn einsalzen und ertränken sind eine sehr schmerzhafte und langsame Form der Ermordung.

Sammelt sie lieber ein und bringt sie in den Wald. Es macht zwar mehr Arbeit, aber dafür habt Ihr für Euch etwas Gutes getan, für die Schnecken und natürlich für die Igel, Spitzmäuse und Vögel, die sich von Schnecken ernähren!

Mit 81,71 Prozent wurde meine

Wiesenhelden-Webseite auf Platz 1 gewählt!

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!