Winterquartier

Hallo, liebe Menschenkinder,

ich bin Balduin Rotschleif – ein Regenwurm. Eigentlich bin ich als Reporter für das Element Erde unterwegs. Doch die kühlen Temperaturen an der Oberfläche, lassen das noch nicht richtig zu. Deshalb wird der heutige Bericht auch nicht so lang:

An vielen Stellen ist der Erdboden noch gefroren – nur bei mir in der Tiefe ist es etwas wärmer. Die wenigen Tage vor zwei Wochen, da es so schön warm war, auch nachts, haben meinen Schlafbereich erwärmt. So bin ich aus meiner Winterstarre ganz langsam erwacht und hatte mich ganz vorsichtig an einigen Bereichen durchgewühlt, um mich ein wenig zu stärken – vor allem, um die Wasservorräte in meinem Körper aufzufüllen.

Ein Regenwurm braucht nun mal viel Feuchtigkeit, vor allem unsere Haut! Denn nur eine feuchte, leicht schleimige Haut macht es uns möglich atmen zu können. Trocknet diese aus, dann fällt uns das Atmen immer schwerer, bis wir dann irgendwann ersticken – daher dürfen wir auch nicht in die Sonne und bauen uns im Hochsommer ebenfalls tief im Erdboden einen Überlebensraum.

Für mein Winterquartier hatte ich mir eine kleine Höhle gebaut gehabt, so knapp 80 cm im Boden drin, also ein gutes Stück unter der Erdoberfläche. Diese habe ich mit Schleim und Kot austapeziert, damit nicht zuviel Feuchtigkeit verloren geht, während ich so viele Wochen unbeweglich und starr da drin liege. Ist so ähnlich, als würdet Ihr Euch in einen Schlafsack einmummeln, um nicht zu viel Wärme zu verlieren.

Noch bin ich etwas müde und unkonzentriert, aber wenn ich wieder mein altes Gewicht habe, dann geht das Abenteuer des Frühlings auch bei mir los.

 

Also dann bis Morgen

Euer Balduin!

 

Im Winter, wenn der Erdboden gefroren ist, kann das Tauwasser oder der Regen nicht in die Tiefe der Erde einsickern.

Dann ist der Boden im Prinzip wie ein Teller: kein Wasser kann raus laufen und sammelt sich daher in den kleinen Vertiefungen.

Ist der Boden durchgewärmt und ohne Eis, dann funktioniert der Abfluss wie bei einem Sieb – oder wie bei einem Kaffeefilter.

Wasser geht durch, allerdings werden bestimmte Materialien zurück gehalten.

 

 

Probiert es doch mal aus und schaut, was passiert!

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!