Düfte hören können

Heute Nacht waren die Tempera-turen an der Erdoberfläche gerade so um den Gefrierpunkt und die Sonne hat am Morgen die Erde ein weiteres Stück erwärmt, so dass ich mich leichter durch den Boden wühlen kann. Allzuviel los ist hier drin allerdings noch nicht. Auch die Pflanzen lassen ihre Wurzeln nicht wirklich wachsen.

Den meisten ist es noch zu kalt – nunja, bis auf die Frühblüher wie die Schneeglöckchen und Krokusse. Die meisten von denen hatten sich schon vor einigen Wochen heraus gewagt, denen macht nicht mal eine Schneedecke was aus. Sie wollen die ersten sein, die dem Licht entgegen wachsen.

Und es war ein ziemliches Gemurmel gewesen, als die da so durch die Schneedecke durchgebrochen und ihre Blüten gezeigt haben – allerdings nur hörbar für einen Wiesenhelden. Ich weiß das, weil ich mich stellenweise aus der Erde kurz ausgegraben hatte, um etwas zu trinken.

Die meisten Gerüche sind für Euch Menschen nicht riechbar. Eure Nasen und Ohren sind einfach nicht fein genug. Dafür könnt Ihr die Schönheit der Blumen bewundern und den Duft riechen, wenn die Pflanze davon sehr viel verströmt.

 

Gut, ein Regenwurm hat weder eine Nase noch Ohren, aber dafür haben wir eine sehr empfindliche Haut, mit der atmen wir nicht nur, wir hören damit auch. Eine Nase brauchen wir deshalb nicht, Düfte sind für uns hörbar.

Denn auch wenn es nicht so aussieht: Ein Geruch ist im Grunde nur eine Schwingung, die so fein abgestimmt ist, dass ein Ohr dafür blind ist… ein Nase jedoch besitzt solch feine Spezialsensoren – vielleicht sind Euch ja mal Nasenhaare bei einem anderen aufgefallen, die wachsen nicht umsonst dort. (Gut, die großen Nasenhaare dienen zudem auch als Schutz vor Schmutz, damit die kleinen Härchen zum „Hören“ der Duftnoten nicht dreckig werden.)

 

Insekten haben ebenfalls keine Nase und keine Ohren. Dafür haben sie ihre feinen Härchen und ihre Fühler. Sie sind so sensibel und feinfühlig, dass sie damit die feinsten Gerüche wahrnehmen können – so manch ein Wiesenheld kann dies sogar auf Entfernung von mehr als 30 Metern oder noch mehr.

Und selbst ein Regenwurm wie ich besitzt Härchen, sie sind nur sehr klein! Meist nutze ich die Borsten allerdings zur Fortbewegung – denn meine Nahrung besteht nun mal nicht aus Blütenpollen und Nektar. Ich muss das also nicht riechen können.

Deshalb putzen sich übrigens auch die Insekten und Spinnentiere emsig. Ihre Härchen müssen sauber sein, damit sie gut hören und riechen können!

Tja, wozu Haare so alles gut sind...

Ich wünsche Euch noch ein gutes Dufthören, bis Morgen!

 

 

Die ersten Frühlingsboten

www.digitalefolien.de/biologie/pflanzen/frueh/frueh2.htm

 

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!