Ein betörender Duft – doch zu viel kann tödlich sein!

Gestern habe ich den Wiesenklee in Rot und Weiß kennen gelernt. Das hat mich auf die Idee gebracht diese Woche nach weiteren Kleearten zu suchen…

Obwohl, diese Pflanze hier duftet auch unwiderstehlich – zu welcher Art sie wohl gehört?

 

 

„Ich gehöre zu den Steinklee-Pflanzen!“

„Oh, wow… doch eine Kleeblume, aber deine einzelnen Blüten sind so riesig!

Und wo sind die typischen Kleeblätter?“

„Dann schau mal genauer hin. Dann siehst du, meine Blätter sind denen vom Wiesenklee schon ähnlich!“

„Ah, ja stimmt, diese ovale Form erinnert mich an die Blätter,

die ich gestern beim Wiesenklee gesehen haben.“

„Genau. Und wie sie düngen auch wir den Erdboden, so dass die begehrten Kulturpflanzen der Menschen gut wachsen können.“

 

„Gibt es bei deinem Stamm auch Pflanzen mit verschieden

gefärbten Blüten wie beim Wiesenklee?“

„Ja! Ich bin ein Gelber Steinklee und dann gibt es noch den Weißen Steinklee, aber der ist hier sehr selten! Dann gibt es noch eine größere Version von meinem Stamm: Hoher Steinklee. Seine Blüten sind größer und etwas schöner und er kann sogar 1, 25 groß werden. Mein Stamm wird meist zwischen 0,3 und 1 Meter hoch. Ich als gelber Steinklee habe Wurzeln, die bis zu 0,9 Meter in den Boden hineinreichen. Der Weiße schafft es nur auf 0,7 Meter.“

 

„Beim Wiesenklee kennen nur die Bienen den geheimen Mechanismus, damit diese Pflanze Nachwuchs bekommen kann. Wie ist das beim Steinklee?“

„Oh, bei uns gibt es so was nicht. Da kann jedes Insekt, das uns

besucht als solcher Helfer kommen. Meist sind es aber auch die Bienen und natürlich die Stämme der Schwebfliege sind da sehr emsig.

Da wir so vielen Insekten reichhaltige Nahrung geben, nennt

man uns auch Honigklee.“

 

„Und als Futterpflanze für die Vierbeiner?“

„Ja, dafür werden wir von den Menschen auch genutzt. Vor allem,

wenn die Blätter trocknen erhält das Heu durch uns erst seinen

typischen Heugeruch.“

„Ah ja, ich glaub man denn diesen Duftstoff Cumarin.“

„Genau! Allerdings sollte man beim Trocknen aufpassen.“

„Wieso?“

„So gut wie Cumarin duftet und gesund ist für die Vierbeiner,

so schlecht ist der Stoff, der aus dem Cumarin entsteht, wenn

das Gras oder das Heu feucht werden oder feucht sind – also die Blätter von uns Steinklee sozusagen vergären. Denn dann entsteht ein Stoff,

der für diese Tiere giftig ist!“

 

„Wieso ist das Cumarin vorher nicht giftig?“

„Nunja, für den Menschen kann dieser Stoff ebenfalls giftig sein, wenn er in größeren Mengen aufgenommen wird. Nur eben durch die Vergärung wird diese Giftwirkung extrem viel stärker und so kann dieses dann auch den Vierbeinern gefährlich werden.“

 

„Das heißt doch auch, dass die Vierbeiner vom Steinklee

nicht so viel fressen dürfen, wie vom Wiesenklee?!“

„Ganz genau. Wiesenklee können die Vierbeiner in großen Mengen verzehren. Steinklee sollte nur eine Beimischung im Heu sein.“

 

„Was geschieht denn, wenn zuviel Cumarin in den Körper kommt?“

„Nun, das führt dazu, dass das Blut im Körper falsch reagiert.

Selbst kleinste Verletzungen führen dazu, dass die Blutung nicht

gestoppt werden kann. Somit würde ein Säugetier, dass zuviel von Cumarin bekommen hat, innerlich verbluten (denn die Blutgerinnungshemmer sind dann außer Funktion.)“

 

 

Wenn Ihr mehr über diesen Stoff erfahren wollt, der auch noch in anderen Pflanzen vorkommt, dann schaut doch hier auf dieser Seite mal nach: https://selfbio.de/artikel/cumarin-in-nutzpflanzen

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!