Retter gegen Schneckenfraß

Oho, diese Blüte erinnert mich doch sehr an meine Lieblingspflanze den Hauhechel… ob diese Pflanze wohl auch zu den Kleestämmen gehört?

 

„Klar doch! Mein Stamm wird Hornklee genannt.“

„Welchen Insekten bietest du eine gute Futterpflanze?“

„Also wir gehören zu den Blüten, die sehr viel Zuckerwasser produzieren können. In unserem Nektar finden sich 40 Teile Zucker und 60 Teile Wasser. Der Nektar in unsren Blüten ist nur für spezielle Insekten gedacht. Vor allem den Stamm der Bienen. Das Grün mögen ansonsten der Senfweißling und der Ikarus-Bläuling.“

 

„Wow?! Das ist ein anderer Name für uns Hauhechel-Bläulinge. Und mein Stamm zählt zu den Bläulingen, die noch am häufigsten vorkommen. Die meisten anderen sind sehr selten geworden.“

 

„Aha, und wieso habt ihr den Namen Ikarus?“

„Das liegt wohl daran, dass mein Stamm eine besondere Schicht

auf den Flügelschuppen trägt. Dank dieser Schicht können wir als eine

der wenigen Stämme, locker im Sommer uns in der Mittagshitze sonnen

– ohne zu überhitzen.“

 

„Gibt es viele Hornklee-Arten?“

Ja, da gibt es einige Arten. Aber am bemerkenswertesten ist der Salz-Hornklee. Er kann sogar in Gebieten wachsen, in denen der Boden salzig ist – was in der heutigen Zeit, vor allem an den Straßenrädern, immer häufiger vorkommt. Dadurch, dass die Menschen die Straßen im Winter Eisfrei haben wollen, wird der Straßenrand somit immer stärker mit Salz belastet. Und salzige Böden sind für die meisten Pflanzen tödlich!“

 

„A propo tödlich. Der Steinklee produziert Cumarin und der Stoff kann sich zu einem sehr giftigen Stoff umwandeln. Wie ist das bei dir?“

„Nun, in meinen Grün gibt es auch einen Stoff, der nicht für alle

Raupen geeignet ist. Die Raupen, denen der Stoff nichts ausmacht,

lagern diese Blausäure in ihrem Inneren und können sich damit

vor Fressfeinden schützen.“

 

„Ah… dann dürfen wohl die Schnecken nicht an Dir knabbern?“

„Sie dürfen schon, aber sie werden es wohl kein zweites Mal machen können. Denn unser Grün ist für die Schnecken giftig. Daher machen die Schnecken auch einen großen Bogen um uns herum. Sie spüren unser

Gift schon aus größerer Entfernung.“

„Ach? Dann wärt ihr ja die ideale Pflanze, die man um den Salat herum pflanzt, damit dieser nicht von den Schnecken aufgefressen wird.“

„Ja, das wäre eine gute Möglichkeit. Und mehr noch. Mit uns im Gartenbeet wird der Erdboden auch immer gut und auf gesunde Art und Weise gedüngt. Und auch die Insekten freuen sich über den nahrhaften Nektar und dazu sehen unsere Blüten auch toll aus.“

„Das stimmt! Eure Blüten sind wirklich wunderschön!“

 

So und ich werd noch ein wenig herum flattern und die Sonne genießen, denn Morgen wirds Regen geben, und dann verkrieche ich mich immer. Aber da Morgen auch Feiertag ist, würde ich sagen: Bis Übermorgen!

Euer Linus von Lieblich

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!