Schneckenwindungen


Oh, hier ist noch eine schöne Pflanze mit einer tollen gelben Blüte… hm, den Blättern nach, scheint es sich hier wohl auch um eine Pflanze zu handeln, die zum Klee-Stamm gehört.

 

 

 

„Ja, das stimmt. Wir werden Hopfenklee genannt – weil unsere kleinen Blüten dem Hopfen ähnlich sehen. Wir zählen allerdings nicht zum Wiesenklee, sondern zum Schneckenklee.“

„Habt ihr den Namen bekommen, weil ihr wie der Hornklee

für Schnecken giftig seid?“

„Nein! In unserem Grün gibt es keine Blausäure. Die Samen der Pflanzen vom Stamm Schneckenklee sind nur so geringelt wie ein Schneckenhaus. Daher der Name.“

 

„Könnt ihr dann auch wie alle anderen Kleearten den Boden düngen?“

„Ja! Auch wir sind an den Wurzeln eine Ehe mit Knöllchenbakterien eingegangen und können so für andere Pflanzen sehr hilfreich beim Wachsen sein. Wir zählen daher auch zu den Pionierpflanzen, die einen Bodenbereich erst so richtig nutzbringend umwandeln können, so dass eben eine reiche Artenvielfalt sich dort breit machen kann.“

 

„Seid ihr auch eine gute Futterpflanze?“

„Auf jeden Fall! Sogar der Mensch nutzt unsere Blüten und Blätter

als schmackhaftes Gemüse.“

 

„Dann habt ihr also nicht wie der Steinklee Cumarin in euren Blättern?“

„Nein, wir sind durch und durch fress freundlich. Allerdings sind wir

recht klein, im Verhältnis zum Steinklee, der meist einen Meter

oder größer werden kann.“

 

„Wie hoch könnt ihr denn werden?“

„So 10 bis maximal 40 cm.“

 

„Gibt es unter den Schneckenklee-Arten vielleicht eine größere Art?“

„Ja, der Strauch-Schneckenklee. Seine Stängel sind relativ holzig

und er kann durchaus bis zu 2 Meter hoch werden.“

„Wow. Ein Klee-Stamm, der so groß wird wie ein Strauch!“

 

„Früher war dieser Stamm nur in Italien, Griechenland und der Türkei heimisch. Doch da dem Menschen die Blüten so gut gefallen haben, wächst er nun auch hier in Deutschland.

 

„Habt ihr eine Pflanzen, die euch zum Verwechseln ähnlich sieht?“

„Wir werden gerne mal mit dem Feldklee verwechselt. Allerdings ist er

ein gutes Stück größer als wir und kriecht nicht so – mehr oder weniger – auf dem Boden herum. Und er gehört nicht zu den Schneckenklee-Artigen. Denn seine Samen sind nicht geringelt, sondern sehen wie ganz gewöhnliche Samen aus.“

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie der Strauch-Schneckenklee aussieht, dann schaut hier mal rein:  www.biologie-seite.de/Biologie/Strauch-Schneckenklee

 

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!