Riesenhafte Beute!

 

Heute ist der Himmel zwar bewölkt, aber der Regen scheint aus zu bleiben. Zumindest kann ich das, an der Art wie einige Pflanzen ihre Blätter und Blüten halten, erkennen – das hab ich nämlich gestern gelernt!

(Ihr wollt mehr wissen? Dann blättert doch zurück!)

Huch… wer starrt mich denn da an?

So riesige Augen und ein gigan-tisches Maul!

Das muss ein Fressfeind sein – oje… jetzt nur schnell meine Stinke-gabel ausfahren, die hinter meinem Kopf liegt.

Hoffentlich reicht der Gestank aus und hoffentlich hab ich nicht zu spät reagiert!

 

„Du liebe Blüte – oh, stinkt das! Was soll der Blödsinn?!“

 

Hm? Diese Stimme kam nicht von diesem Riesenkopf… von wem denn nur?

 Links die 2 „Knubbel“ sind die beiden Pfeilhaarbüschel am Hinterteil
Links die 2 „Knubbel“ sind die beiden Pfeilhaarbüschel am Hinterteil

 

„Von mir einer Museumskäferlarve!“

„Oh, hast du denn keine Angst

vor dem Riesen?“

„Wieso sollte ich, der ist schon längst tot. Selbst seine Innereien hat schon irgendwer gefressen. Ich vergnüg mich gerade an der Hülle – schmeckt echt lecker. Willst mal probieren?!“

 

„Äh. Nein! Ich bin Vegetarier.

Was ist das eigentlich für ein Tier?“

„Eine große Libelle, vermutlich eine

Zweigestreifte Quelljungfer oder eine Große Königslibelle.“

 

 „Wow! Einer der größten Jäger aus dem Insektenreich. Und die hat auch so ihre Fressfeinde – hätte ich echt nicht vermutet… das Teil muss ich mir mal genauer anschauen! Wann kommt ein Wiesenhelden-Reporter schon dazu sich einen solchen Riesen anzuschauen und überlebt das auch noch!“

Diese Flügel sind ja echt der Wahnsinn! So riesig, und so filligran! Ich glaub jeder dieser Flügel ist bestimmt so 45 mm lang.

Und ui… diese Larve hat recht gehabt. Diese Libelle ist ja Innen ganz hohl! Die Hülle ist so groß, da könnte ich glatt einziehen. Eine richtige kleine Höhle – ob ich da wohl ein gutes Versteck hätte?

 

 „Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich hab einige Brüder und die haben Hunger! Wir sind echt froh darüber solch einen großen Vorrat an Fressen zu haben. Dann brauchen wir nicht mehr auf die Suche zu gehen und können und hier so richtig rundum satt und groß fressen.“

 

„Warum heißt du eigentlich Museumskäferlarve?“

„Nun ja, weil die Menschen uns den Namen gegeben haben. Denn meist finden wir in einem Museum echt leckere Beute. Denn Menschen sammeln nun mal gerne Insektenhüllen und ähnliches.

Und sie mögen es gar nicht, dass wir ihre Ausstellungsstücke so nach und nach auffressen. Auch Federn sind recht lecker!“

 

„Hast du denn noch einen anderen Namen?“

„Ja, Wollkrautblütenkäfer! Denn wenn wir Erwachsene sind, nach dem Schlüpfen aus der Verpuppung, sind wir kleine Blütenbestäuber. Besonders Wollkrautpflanzen mögen wir wie die Königskerze. Aber auch andere wie die Schafgarbeblüten schmecken wirklich lecker – so hab ich zumindest gehört. Denn noch steht mir der Sinn auf etwas ganz anderes!“

 

„Du bist ja recht klein. Und neben der Libelle da sogar richtig winzig!“

„Ja, ich werde gerade mal 3 mm lang. Als Käfer können

wir so zwischen 2 bis knapp 4 mm groß werden.“

 

„Dann hast du doch bestimmt auch Fressfeinde?“

„Ja, aber da kann ich mich, genauso wie du, ganz gut verteidigen.“

„Ach? Wie denn? Hast du auch eine Stickegabel oder

produzierst du irgendwelche Arten von Säuren?“

„Nein, viel einfacher. Siehst du meine Haare? Die Haare an meinem Hinterteil sind etwas anders, sie sind nicht zum Tasten da, um

die Umwelt zu erspüren, sondern es sind Pfeilhaare.

Bei Gefahr kann ich sie abspreizen. Die Spitzen brechen dann bei Berührung ab und… es ist nicht gerade angenehm, wenn man

als Fresser solche regelrechten „Nadeln“ im Maul stecken hat.“

 „Das verdirbt gewiss den Appetit von dem, der dich fressen will!“

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie groß Libellen so werden und über Ihre Flügelspannweite, dann schaut doch hier mal nach: www.digitalefolien.de/biologie/tiere/insekt/libellen/libell.html

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!