Ein Puppenkokon mit Ausbruchs-Werkzeug

O Wow! Das ist mal eine beeindruckend schöne Fliege! Ihre Flügel sind ja viel größer, als die der meisten Fliegenstämme, im Verhältnis zu ihre Körper - und dieser schwarze Look… die Flügel an den Rändern durchsichtig schimmernd – wunderschön.

Hm, und die Augen sind recht groß.

Gestern hat mir eine Tanzfliege verraten, dass die Männchen aller Fliegenstämme recht große Augen haben. Und ja, diese Augen stoßen ja beinah zusammen, so groß sind die.

 

„Stimmt! Ich bin ein Männchen! Ich gehöre zum Stamm der Trauerschweber aus der Familie der Wollschweber.“

„Schweber? Das klingt, als würdet ihr so durch die Lüfte schweben...“

„Ganz genau. Wir sind supertolle Flieger, im Schweben noch

besser als jede Schwebfliege.“

 

„Aha, fressen dann eure Kinder auch Blattläuse

wie die von den Schwebfliegen?“

„Nein! Wir haben da ein ganz anderes Beuteschema, wir sind

sozusagen die Kuckucke unter den Fliegen.“

Oho, letzte Woche ist mir eine Blutbiene begegnet, die hat mir das auch erzählt. Sie ist zu faul, um Mama zu sein – sie will das Leben nur genießen.“

„Nunja, ich kann ja nicht für die Weibchen aus meinem Stamm sprechen, aber ich kann diese Blutbiene verstehen. Es ist toll einfach nur das Leben zu genießen, von Blüte zu Blüte zu schweben und den leckeren Nektar durch den Rüssel fließen zu lassen.“

 

„Bei wem legen denn die Weibchen ihre Eier so ab?“

„Also bei einigen Heuschreckenarten oder

den Raupen von den Eulenfaltern.“

 

„Raupen?“

 

„Ja, es gibt einige Insekten, die legen ihre Eier, ihren Nachwuchs auf den Rücken der Raupen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb einige dieser Raupenarten soviel Nachwuchs bekommen – die sind so eine Art Grundnahrungsmittel für viele Wiesenhelden, genauso wie die Blattläuse.“

 

„Da bin ich ja froh, dass ich nicht auf dem Fressplan eurer Jungtiere stehe…“

„Tja, das ist aber auch egal, ich bin ja nur das Männchen.

Ich such den Eiablageplatz nicht aus.“

 

„Aber Bienen gehören nicht dazu, oder?“

„Doch auch einige Nester der Mauerbienen werden gerne genutzt.“

 

„Aber, die Bienen haben Zangen an ihren Mündern, um die Lehmhüllen aufzubrechen. Wie um Himmelswillen kommen eure Kinder aus diesen verschlossenen Höhlen heraus?“

„Stimmt, wir haben nur einen Rüssel, um Nektar und Flüssigkeiten aufsaugen zu können. Doch, wenn sich unsere Kinder verpuppen, dann hat die Natur es so vorgesehen, dass sie eine Hauthülle bekommen, die mit Sägezähnchen besetzt ist und sogar am Kopf Zangen besitzt mit der sie jede noch so dicke Lehmtür aufbrechen können.“

 

Wie das wohl so ein Trauerschweberkind macht?

Schaut und lest darüber mehr auf dieser Internetseite:

www.naturgartenfreude.de/wildbienen/parasiten/trauerschweber/

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!