Ein Hoch auf die Königin

Diese Woche habe ich schon viel gelernt. Ich habe ne Menge toller, kleiner Wiesenhelden kennen gelernt.

Oho, wenn seh ich denn dort an einer Wand hoch klettern. Hm, dieses Insekt hat keine Flügel. Für eine Ameisenwanze ist es viel zu groß.

Ich glaube hier ist eine Ameisenkönigin. Und so wie ich am Dienstag gelernt habe, werfen die Königinnen ihre Flügel ab, wenn sie den Samen der Männchen schon sozusagen eingesackt haben.

 

„Ganz recht! Ich bin eine Ameisenköngin. Und ich hab meinen Hochzeitsflug schon hinter mir, und bin nun auf der Suche nach

einem idealen Platz, um einen neuen Staat zu gründen.

Außerdem: Ich gehöre zum Stamm der Schwarzen Wegameisen.

Diese zählen zu den größten Ameisen hier.“

„Das glaub ich gern. Du bist recht groß, noch etwas größer, als die Königin, die ich vor einigen Tagen getroffen habe. Wie alt wirst du eigentlich, wenn nichts dazwischen kommt?“

„Tja, die meisten meiner Vorfahren sind so 29 Jahre alt geworden. Wir halten, was das Höchstalter angeht sozusagen einen Rekord. Keine andere Königin kann so lange leben.“

 

„Nach welcher Art von Platz suchst du so?“

„Nun wir mögen gerne offene Landschaften. Aber wir sind sehr anpassungsfähig. Es darf auch mal ein steiniger Ort sein, Raumrindenbereiche morscher Bäume oder Mauerspalten.“

 

„Ihr mögt gerne den Honigtau der Blattläuse gell?“

„Den auch. Aber wir leben auch mit anderen Arten von Läusen zusammen. Ob Blatt-, Schild- oder Wurzelläuse. Sie alle zählen zu unserem Weidevieh, auf das wir sehr gut acht geben.“

 

„Wie macht ihr das?“

„Nun, die Arbeiterinnen bauen auch mal kleine Unterstände, so ähnlich

wie die Menschen für ihr Weidevieh. Dort sind sie sicherer vor irgendwelchen Fressfeinden wie dem Marienkäfer – den bekämpfen die aufpassenden Soldaten natürlich, auch wenn's nicht einfach ist. Sie könne sich gut verteidigen. Zudem: Wir hoffen, dass sie niemand anderes sieht als wir. Notfalls tragen wir sie auch an einen anderen Ort,

der unserem Nest näher ist! “

 

„Was würde eigentlich passieren, wenn du im Laufe deines Lebens

keine Kinder mehr bekommen könntest?“

Das wäre für den Staat kein Problem. Da wird einfach nur eine neue Königin sozuzsagen gesucht. Nur für mich wäre das schlecht. Ich würde aus dem Nest geworfen werden und allein könnte ich nicht überleben. Wir Ameisen sind nicht dazu gedacht allein zu leben. Wir brauchen einander.

Im Teamwork gehen wir auf, das ist als hätten wir einen viel größeren Körper und irgendwie fühlen wir uns auch viel schlauer!

Es sei denn eine Ameise findet den Weg in ein Menschenwohnung. Dort gibt es weniger Gefahren und Fressen soll dort auch überall herum liegen, ein wahres Schlaraffenland hab ich gehört.“

 

"Was ist euer Supertalent?"

"Wir helfen den Pflanzen, damit sie besser leben können, zudem helfen wir auch bei der Bestäubung mit und verteilen die Samen im Wiesenreich."

 

 

Es gibt aber auch Ameisenköniginnen, die werden sozusagen „umgeschult“. Wenn ihr mehr über deren Stamm wissen wollt, dann schaut mal hier nach:

https://www.welt.de/wissenschaft/article109162189/Auch-Ameisenkoeniginnen-muessen-Kriege-fuehren.html

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!