Insektenjäger überall

Ach, für eine Schnecke wie mich ist dieses nasse Wetter einfach herrlich!!

Die ganze Natur freut sich darüber, vor allem die Pflanzen. Diese trockene Hitze im Frühjahr hatte ihnen schon sehr zu schaffen gemacht.

Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Kraft sie allein für ihre Knospen, Blüten und Blätter brauchen. Denn im Grunde müssen sie sich zu Jahresbeginn noch mal neu erfinden.

Tiere dagegen wechseln höchstens mal die Außenhaut – bei den Gliedertieren, oder einige Fellhaare bzw. Federn.

Was für ein Tierchen ich heute wohl gefunden habe? Auf den ersten Blick dachte ich noch, es sein eine große Fliege oder Mücke, aber irgendwie glaub ich das ich da vollkommen falsch liege.

Ihr Körper ist fast einen Zentimeter lang, nur ihre Flügel wirken etwas arg klein...

 

„Ich gehöre zum Stamm der Sichelwanzen. Ich bin allerdings noch

nicht ganz ausgewachsen. Noch einmal muss ich mich heute,

dann bekomme ich meine endgültige Größe – was im Moment

mehr die länge der Flügel angeht.“

„Du bist auch aus dem Stamm einer Wanze?

Wow, das hätte ich nicht erwartet.

Du siehst so ganz anders aus, wie die beiden,

denen ich gestern und am Montag begegnet bin.“

„Tja, uns aus der Familie der Wanzen gibt es in einer sehr großen

Arten- und Formenvielfalt. Von groß bis klein, schmal bis breit.

Mal bunt, einfarbig, auffallend oder unscheinbar. Allein unter uns Sichelwanzen gibt es 500 Arten in 21 verschiedenen Gattungen!“

 

„Hm, wenn ich mal raten sollte,

du bist bestimmt einer der Jäger unter den Wanzen?!“

„Genau! Ich fange Insekten.“

„Du meinst ihre Larven?“

„Nein, wenn ich es schaffe einen Flieger von ihnen zu erwischen,

dann nehme ich auch mal ein geflügeltes Insekt. Ich bin ja schließlich

ein Lauerjäger und warte im Grunde darauf, dass mir

meine Beute sozusagen ins Maul fliegt.“

 

„Ich hab gehört, ihr Wanzen könnt euch gut verteidigen. Dann habt ihr wohl kaum wirkliche Fressfeinde, die euch gefährlich werden können, oder?“

„Nicht alle, die wie ich als Jäger unterwegs sind, reagieren auf unser Gift und unsere Attacken. Den Vögeln, Lurchen, Eidechsen und Spitzmäusen, zum Beispiel, ist das völlig egal, sie schnappen einfach zu

und das war es für die Wanze.

Aber auch einige Wanzenstämme machen jagt auf kleiner, Pflanzensaft trinkende Wanzen. Und die Raubfliegen haben uns Wanzen auch zum Fressen gern. Sie sind ausgezeichnete Jäger! Und vor allem hinterlistig! Wenn eine Wanze nicht aufpasst, kann es sein, dass das Raubfliegenweibchen auf ihrem Rücken ihre Eier ablegt

und wenn dann die Kleinen schlüpfen, sitzen sie

dann so ungünstig, dass wir sie nicht besiegen können,

weil wir ja nicht an sie ran kommen.

Anders ist es bei einem Gegner, der uns gegenüber steht!“

 

 

Wenn Ihr mehr über die unterschiedlichen Wanzenstämme wissen wollt, dann könnt Ihr hier Bilder und Infos dazu finden:

www.fotoreiseberichte.de/koeln/koeln_wanzen02.htm

 

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!