Manchmal ist es gut ein Leichtgewicht zu sein

Es ist toll die Erde unter meinen Füßen zu spüren. Und die Sonne tut mal wieder sehr gut! Dank meiner besonderen Schicht auf meinen Flügeln kann ich ja als Bläuling mehr Sonne tanken, als andere Falter. Selbst die große Mittagshitze macht mir nichts aus. Denn diese Schicht verhindert auch, dass mein Körper zu viel Wärme aufnehmen kann... ups, was hör ich denn da?

Da schleicht sich doch jemand hinter mir an. Schnell die Flügel bewegen und mich auf einer Blüte niederlassen... ach, gerade noch geschafft, ich hab den Körper des anderen an meinen Flügelspitzen fühlen können. Ist eben nicht so ungefährlich als Wiesenhelden-Reporter – überhaupt als Wiesenheld – seine Pflicht zu tun. Es ist immer ein Abenteuer, auf das wir uns einlassen müssen.

Hm, wer mich da wohl erjagen wollte... ui, wie der aber golden in der Sonne glänzt. Es ist auf jedenfall ein Käfer, würde ich sagen und er ist sehr groß! Und was für Reißzähne der hat... ähm, ich meine Kiefer. Wenn der mich zu fassen bekommen hätte, ich wäre dann mal ein Wiesenhelden-Reporter gewesen.

 

„Klar hab ich starke Kiefer. Mein Beute ist recht vielfältig und manchmal auch zäh. Vor allem die Schnecken, aber nichts desto trotz mag ich Schnecken am liebsten als leckere Mahlzeit.“

„Aha... und zu welcher Art gehörst du?“

„Zu den Goldglänzenden Laufkäfern. Und es ist wirklich schade,

dass du nicht auf einen Baum geklettert bist. Dieser dünne Stil,

der die Blüte trägt, auf der du sitzt, ist für mich einfach zu dünn.

Da kann ich nicht hoch klettern.“

 

Du bist so knapp vier Zentimeter lang, würd ich sagen. Gehörst du zu den größten deiner Art?“

„Bei weitem nicht.

Gut, es gibt auch welche die sind nur knapp 1 Millimeter lang, aber der größte wird sogar 85 Millimeter.“

 

„Lebt und jagt ihr Laufkäfer eigentlich immer über der Erde oder auf Bäumen?“

„Nein, die Larven der Käfer hier in Europa leben meist in der Erde oder in der Laubstreu und suchen dort nach ihrer Beute. Es gibt aber auch den Grubenlaufkäfer in den Tropen, der in Fließgewässern auf die Jagt geht.“

 

„Wenn du viel kletterst, kannst du da überhaupt fliegen?“

„Doch, doch! Wenn ich will, kann ich durchaus fliegen. Es gibt aber auch einige Laufkäfer, deren Hinterflügel verkümmert sind. Sie haben nur noch die dicken Deckflügel, die ihnen als Schutzpanzer dienen.“

 

Ui...huch, er ist ja aufgesprungen und hat seine Flügel ausgebreitet. Ich glaube, er will mich von der Blüte herunter werfen, dann nichts wie weg von hier. Denn auch, wenn er ein guter Läufer ist, bin ich als Schmetterling besser darin zu fliegen... dann mal immer höher und höher! Ha, er hat aufgegeben. Fliegen ist wohl für ihn sehr anstrengend. Nun ja, mit seiner Größe trägt er gewiss einiges an Gewicht mit sich herum!

 

Dann geht es wieder auf in eine neues Abenteuer...

bis Morgen

Euer Linus

 

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!