Ein echter Bär!


Wen seh ich denn da unten auf dem Boden herum krabbeln. Das ist ja ein richtiges Knäuel aus Haaren!

Soll das etwa eine Raupe sein?

 

„Na, klar! Ich bin genauso eine Raupe wie du. Meine Familie sind die Bärenspinner und mein Stamm wird Brauner Bär genannt.“

„Wow. Das passt, du siehst auch wirklich wie ein Bär aus. Du bist recht

groß so 6 Zentimeter, größer als ich im Moment auf jeden Fall!

Dann musst du ja als Falter ein richtiger Riese sein?“

„Die größten unter uns können durchaus eine

Flügelspannweite von 65 Millimeter erreichen.“

„Nicht schlecht. Bei meinem Stamm der Schwalbenschwänze können es sogar 10 Millimeter mehr werden. Aber wieso bist du nicht am Fressen wie es sich für eine Raupe gehört, sondern krabbelst auf dem steinernen Boden herum?“

„Weil ich mich verpuppen muss. Ich bin bereits spät dran!

Ich such mir einen schönen Unterschlupft am Boden, dort bau

ich mir ein Gespinst und dann geht’s ans Verpuppen.“

 

„Was ist das besondere Talent bei Euch Bärenspinnern?“

„Nun, als Raupe habe ich einen tollen Pelz. Bei Gefahr rolle ich mich zusammen und wirke wie ein kleiner Igel. Nur, daß meine Haare stärker wirken als die Stacheln von einem Igel. Sie können abbrechen, wenn uns ein Fressfeind packen will und das ist für den sehr unangenehm. Und als Falter zeige ich nur meine roten Unterflügel und schon sucht selbst die mutigste Meise das Weite. Denn sie wissen, wegen meiner Farbe: Ich bin giftig! Tja, und falls sie das noch nicht gelernt haben, gebe ich eine stinkende Flüssigkeit ab, das haut sie um.“

„Ha, das mach ich als Raupe auch. Dafür habe ich meine Stinkegabel, die ich nach Außen stülpe und das haut fast jeden Fressfeind um. Daher bin ich ja auch als Wiesenhelden-Reporter unterwegs und interviewe auch gefährliche Wiesenhelden wie Spinnen.“

 

„Bist du in diesem Jahr geboren worden wie ich?“

„Nein, meine Mama hat mich im Herbst als Ei abgelegt, dann bin ich mit meinen Brüdern und Schwestern geschlüpft. Nach dem ersten Fressen haben wir uns dann ein sicheres Winterquartier gesucht und haben uns dann in diesem Jahr zu richtig großen Raupen voll gefressen. Doch nun will ich weiter, meine innere Uhr drängt mich. Meine Raupenkörperhülle will aufplatzen und bevor das geschieht, muss ich einen guten Platz gefunden haben und ein Gespinst gewebt.“

„Dann wünsch ich dir einen schönen Platz und

alles gute beim Verpuppen.“

 

Der Braune Bär steht übrigens auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Das heißt es gibt nur noch sehr wenige von ihm.

Wenn Ihr mal den Schmetterling selbst sehen wollt, oder einige seiner Verwandten, dann schaut doch mal auf dieser Seite vorbei: www.golddistel.de/nachtfalter/arctiidae/index.htm

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!