Was für Beinmuskeln!

Diese Schafgarbenblüten sind aber wunderschön! Und die Farbe erst! Mal nicht das übliche weiß, sondern ein rosarot – fast schon pink würde ich sagen…

ach, und wen sehe ich denn da Nektar naschen?

Einen Wiesenhelden, den ich noch nicht kenne. Und was für dicke Hinterbeine der hat – ob er eine von den Heuschrecken ist? Diese brauchen bestimmt zum Springen sehr viel Kraft, also auch Muskeln.

Hm, aber Heuschrecken haben doch keinen Rüssel!

Und wow, jetzt fliegt er! Was für ein Flug, als könnte er schwerelos in der Luft stehen. Jetzt wirkt er sogar noch kleiner. Nicht mal einen Zentimeter dürfte er sein.

„O, nein! Zu den Heuschrecken gehöre ich wirklich nicht. Ich entwickele mich nicht Schritt für Schritt, sondern von einer Larve über ein Puppenstadium zum Flieger. Denn ich bin eine Schwebfliege, genauer eine Keulenschwebfliege. Und sind meine Beine nicht toll? Sie machen meinen Stamm einzigartig unter allen Schwebfliegen und dank ihnen kann ich supertoll in der Luft manövrieren. Auch zum ruckartigen Abheben sind sie gut geeignet, nur springen wie eine Heuschrecke tue ich damit natürlich nicht.“

 

„Und warum hast du so große Augen?“

„Damit ich vor jedem, der mich fressen will, schnell ausweichen kann. Denn dank meinen Augen kann ich beinah so gut sehen

wie so mancher Jäger im Wiesenreich.“

 

„So eine wie dich hab ich noch nie gesehen. Obwohl, deine Rückenzeichnung kommt mir irgendwie bekannt vor! Erinnert an eine Sanduhr… ich glaube die Keilschwebfliege hat auch eine auf dem Rücken.“

„Da hast du völlig recht. Sie wird auch Mistbiene genannt

und ich: Kleine Mistbiene.“

„Ach, leben deine Larven etwa ebenfalls in dieser stinkenden Gülle?“

„Was heißt hier stinkend? Du sprichst da von einem Paradies –

zumindest wenn du die Larve einer Mistbiene bist. In Pferdemistlachen, Kuhdung und ähnlichem gibt es wirklich leckere Häppchen zu fressen

und wir müssen nicht wie die meisten unsere Nahrung groß suchen,

sie rutscht uns sozusagen ins Mäulchen. Und irgendwer muss ja schließlich auch dieses Zeug entsorgen, sonst würden die Menschen ja an dem Gestank irgendwann ersticken!“

 

„Hattest du als Kind ebenfalls einen langes Atemrohr?“

„Ja, den trotz allem brauchen wir ebenfalls Luft zum Leben. Daher nennen uns die Menschen als Kinder Rattenschwanzlarven. So, aber jetzt möchte ich weiter fressen. Um so toll fliegen zu können wie ich, brauche ich viel Nektar und muss viele Blumen besuchen!“

 

Ist doch echt der Wahnsinn, was für Ideen Mutter Natur hat! Und welch wunderschöne Lebewesen sie hervor gebracht hat. Ich bin so froh ein Wiesenheld-Reporter zu sein.

 

Wäre das eigentlich nicht auch etwas für Euch Menschen?

Neugierig durch die Welt gehen und dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird? Und dieses Wissen an andere weiter geben?

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Bis Morgen Eure Alby

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!