Alles Feder oder was?

Langsam krabbele ich an den Blättern vorbei zur dahinter liegenden Wand.

Wow! Das ist ja ein Falter! Und ein gutes Stück kleiner als ich.

Hm, er sitzt so unbeweglich an der Wand, ob er wohl schläft? Die Fühler sind zurück gelegt an den Körper. Das spricht dafür, dass er sich in der Ruhestellung befindet.

Dann werd ich ihn mal vorsichtig wecken.

 

„Hm? Was ist?

Äh, oh ein Bläuling.

Was willst du denn von mir?“

„Ich bin ein Wiesenhelden-Reporter und interviewe jedes Tierchen, das ich finde, damit die Menschen mehr über uns kleinen Helfer lernen können. Du bist vermutlich ein Nachtfalter, oder?“

„Ja, ich gehöre zu den Geißblattfedermotten.“

 

„Du hast wirklich schöne Federn. Ich dachte zuerst du wärst ein Minivogel.“

„Also genau genommen sind es keine Federn wie sie Vögel tragen.

Es sind Härchen, die gefiedert angeordnet sind.“

 

„Seht aus als hättest du 24 schmale Flügel.“

„Das sieht nicht nur so aus, es sind tatsächlich auf jeder Seite 12 Flügelteile. Die einzelnen Büschel verhaken sich sozusagen während des Fluges und werden so zu einem großen Flügel. Allerdings nutzen wir beim Fliegen im Gegensatz zu euch Großflügligen die Luft mehr wie eine Flüssigkeit. Das liegt auch an unserer kleinen Größe. Man könnte fast sagen, wir schwimmen durch die Luft. “

 

„Wie kommt dass denn?“

„Tja, mein Volk ist schon sehr alt. Wir gehören zu den ersten Schmetterlingsarten, die sich entwickelt haben. Uns gibt es schon seid mindestens 23 Millionen Jahre. Damals trugen noch alle Schmetterlinge diese Art von Flügel. Irgendwann hat sich das geändert. Vor allem, als die Schmetterlingsarten größer wurden. Irgendwie sind die Teile dann zusammen gewachsen und aus den Härchen wurden die Schuppen, die du auf deinen Flügeln trägst.“

„Wahnsinn! Dann hatten meine Vorfahren damals also auch noch Härchen und keine Schuppen. Die Natur ist wirklich toll. Und wie ist das mit dem Namen Geißblatt – nennen dich die Menschen so, weil du diese Pflanze magst?“

„Genau. Als kleine unscheinbare Raupe fressen wir gerne an den Blüten des Geißblattes. Sie sind wirklich lecker.“

 

Wenn Ihr mehr über diese Blume erfahren wollt, dann schaut doch hier mal vorbei: www.rdklabor.de/w/?oldid=93974

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!