Striemen kreuz- und quer

Heute ist herrliches Wetter. Die Sonne strahlt fröhlich auf mein Wiesenreich und so mancher Schmetterling tanze wie ich durch die Lüfte von Blüte zu Blüte… oha, da ist einer, den kenne ich noch nicht.

Die vielen Längs- und Querstreifen machen ihn zu etwas besonderem, finde ich. Obwohl er auch nicht so groß ist. Er hat etwa meine Größe.

Seine Flügelspannweite könnte so 25 Millimeter betragen.

 

„Ich bin ein Gitterspanner. Manche nennen mich auch mit meinem langen Namen: Kleekräuterrasen-Gitterstriemenspanner.“

„Ui, ja das ist wirklich ein sehr langer Name. Dann nehme ich mal an, dass du wie ich als Raupe gerne Klee gefressen hast. Kann das sein?“

„Ja, die Raupen von uns Gitterspannern lieben jede Art von Klee. Schmeckt wirklich sehr lecker! Aber auch Ginster und Wicken schmecken gut. Ich hab auch schon für Nachwuchs gesorgt. Die grünlichen Eier wurden auf einer Kleepflanze abgelegt und inzwischen krabbeln und fressen die kleinen braungrünlichen bis rötlichen Raupen gewiss schon emsig an den wohlschmeckenden Blättern herum.“

„Aha, vermutlich überwintern sie dann im Puppenstadium.“

„Ganz genau. Je nach Wetterlage werden sie dann so Anfang bis Mitte April als Schmetterlinge schlüpfen.“

 

„Da fällt mir ein, sind die Spannerschmetterlinge nicht Nachfalter?“

„Ja, aber nicht alle Nachtfalter fliegen nur im Dunkeln. Das bekannte Taubenschwänzchen, das zum Stamm der Schwärmer gehört und von den Menschen sehr oft mit einem Kolibri verwechselt wird, fliegt auch gerne am Tage herum. Genauso wie mein Stamm. Nur sind wir eben keine Frühaufsteher und fliegen dann bis spät in die Nacht hinein herum.“

 

„Ups, da sehe ich gerade, dass dir ein Bein fehlt.

Du hast nur noch 5, was war denn da passiert?“

„Nur ein Vogel, der mit seinem Schnabel schneller war, als ich.

Aber zum Glück hat er nur eins meiner Beine erwischt. Ich bin gekonnt herum geflattert und musste dabei dieses Bein leider abbrechen,

so konnte ich dann lebend davon fliegen.“

 

Ja, als Wiesenheld muss man immer gut aufpassen. Es gibt viele hungrige Fressfeinde. Sowohl unter den Wiesenhelden selbst, als auch unter den Vögeln und Säugetieren.

Bis Morgen

Euer Linus

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!