Einwanderer aus Japan

Wer sonnt sich denn da gerade auf dem Blatt? Sie mir wie eine Mücke aus… so eine habe ich noch nie gesehen.

Sie hat je einen weißen Streifen auf ihren Gelenken und mehrer auf ihrem Rücken.

Vom Bau her würde ich ja auf eine Stechmücke tippen. Nur sehen die doch eigentlich nur grau aus.

 

„Ich bin recht neu hier. Ich gehöre zum Stamm

der Japanischen Buschmücke.“

„Also ein Einwanderer und von so weit?“

„Ja, genau. Ich hätte es mir auch schwieriger vorgestellt nach Deutschland zu kommen. Doch die Menschen machen es uns unglaublich leicht. Quer durch die ganze Welt, werden von ihnen Gegenstände herum gefahren. Ich bin in einer Ladung Autoreifen hier angekommen. Darin hatte sich Kondenswasser gebildet. Meine Mutter hatte mich dort als Ei abgelegt und als wir dann da waren – ich hab das genau gespürt! - hab ich mich verpuppt und nun fliege ich munter umher.“

„Seid ihr der einzige Mückenstamm, der eingewandert ist?“

„Natürlich nicht! Von überall kommen Schiffe und Gegenstände – da gibt es noch die Stämme der Tigermücke oder der Malariamücke. Allerdings sind die etwas empfindlich gegen Kälte. In ihren Ländern gibt es keine Winter wie hier. Das ist in Japan anders.“

 

„Wie kann man euch denn unterscheiden?“

„Also die Tigermücke sieht mir sehr ähnlich. Sie hat aber auf dem Rücken nur einen weißen Streifen. Ja und die Malariamücke sieht der Deutschen Stechmücke zwar sehr ähnlich, aber sie ist etwas größer und sitzt nicht waagerecht sondern nimmt immer eine leicht nach unten geneigte Position ein.“

„Bist du auch eine Stechmücke?“

„Ja, ich und die beiden anderen Stämme gehören ebenfalls zu den Stechmücken. Wir Weibchen lieben Blut. Die Männchen sind nur gewöhnliche Blütenbestäuber.“

 

„Dann könnt ihr aber auch Krankheiten verbreiten!“

„Ich würde das anders ausdrücken! Ein Stich von uns kann durchaus wie eine Impfung sein – und viele Menschen machen so etwas sogar freiwillig mit so merkwürdigen Plastik- und Blechinstrumenten.“

„Das nennt sich Spritzen! Und die machen darin eine viel geringere Dosierung als eine Stechmücke, die einen Krankheitserreger in sich trägt.“

„Das kommt auf die Betrachtungsweise an! Wir, die Blutsaugen helfen dabei mit, dass nur die mit dem besten Immunsystem einer Spezies überleben können. Alle anderen stellen sowieso eher eine Gefahr dar. Zudem ist es wichtig, dass es nicht zu viele einer Art gibt. Die fressen sich sonst die gegenseitig die Nahrung weg. Das bringt das Gleichgewicht durcheinander. Und der Mensch hat sich so extrem vermehrt. Ich finde, er ist das Ungeziefer, dass sich inzwischen sehr schlecht auf die Umwelt auswirkt, weil es einfach zu viele gibt.“

 

Irgendwie hat die Mücke da schon recht. Ihr Menschen habt das Gleichgewicht in der Natur sehr ins Negative hinein verändert. Und außerdem, sind es nicht die Einwanderer, die hier nur eine Chance genutzt haben, sondern Ihr Menschen, die Ihr dafür sorgt, dass so viele Tiere in ein anderes Land verschleppt werden. Wozu müssen eigentlich so große Wege gefahren werden, um Nahrung und ähnliches zu transportieren. Das kostet doch auch alles Geld – dieser Sprit, wie Ihr ihn nennt – wird auf diese weiße auch stark verbraucht. Von den Umweltverschmutzungen ganz zu schweigen, die jede diese Fahrten mit sich bringt. Vor allem, wenn es weite Entfernungen sind. So etwas ist eigentlich eine extreme Verschwendung von Resourcen. Wieso könnt Ihr denn nicht essen, was direkt bei Euch vor der Türe wächst?

Keiner von uns Wiesenhelden würde länger als ein, zwei Tage leben können, wenn er so viel Energie verschwenden würde, nur um an dem Pflänzchen zu fressen, das einige Wiesenlängen weiter entfernt wächst. Allein der Weg dorthin würde alle Energien verbrauchen… ist wirklich schon sehr merkwürdig wie ihr so lebt! Vielleicht solltet Ihr darüber einmal nachdenken!

Bis Morgen Eure Alby

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!