Gut für Beine und Füße

Hm, was für ein Duft liegt denn hier in der Luft? Erinnert mich irgendwie an den, den ich letzte Woche gerochen hatte… wann war das gleich nochmal?

Ja, am Dienstag! Und doch, irgendwie ist dieser Geruch etwas anders… ähnlich zwar, aber anders!

Was das wohl zu bedeuten hat? Das muss ich heraus finden! Zumal heute auch mein letzter Tag für 2018 ist, da ich als Wiesenhelden-Reporter für Euch Menschenkinder herumschleimere.

 

Ah, ja genau von dieser Pflanze kommt der Duft.

„Gehörst du zu den Ambrosiapflanzen?“

 

„Nicht wirklich. Wir sind aber verwandt! Ich gehöre zum Stamm der Beifußpflanzen und war schon immer hier in Europa wohnhaft. Die Ambrosiapflanzen stammen ursprünglich aus Amerika. Aber ja, vor undenklich langer Zeit waren unsere Vorfahren wohl mal Samenkörner an der selben Pflanze. Doch im Laufe von Millionen von Jahren und das Leben auf verschiedenen Kontinenten, hat uns das dann immer mehr von einander verschieden gemacht. Unsere Blüten sehen unterschiedlich aus. Beifußblüten sehen wie kleine Knospen aus, die von Ambrosia von unten eher wie Kreise, die mit kleinen Kugeln gefüllt sind. Und auch die Pollen sind bei uns nicht so stark Allergie erzeugend – sind sozusagen weniger aggressiv, kein Wunder wir mussten ja auch nicht so ums überleben kämpfen wie die Ambrosiapflanze. Dennoch gibt es einige Menschen, die mit unseren Pollen ebenfalls Probleme haben. Die Blätter sind allerdings ähnlich geformt, da hat sich in all der Zeit nicht so viel verändert.“


„Dann mögen die Menschen euch Beifuß-Pflanzen wohl auch nicht besonders?“

„Doch! Früher sogar mehr als heute. Unsere Blätter wurden gerne als bittere Würzkräuter bei Gänsebraten genutzt. Natürlich nur in Maßen. Denn all zu viele Blätter sind für Menschen nicht gesund, weil wir im Grunde Medizin sind. Wir haben Heilkräfte. Und wie das bei Medizin so ist: Eine zu hohe Dosis kann giftig wirken.

Wir tun als Kräuteröl gut bei schmerzende Armen und Beinen. Als Kräuteraufguss, also Tee,

wirken wir beruhigen auf den Körper der Menschen.“

 

„Hm, ich kann aber keine Knospen wie du sie beschrieben hast, erkennen.“

„Nur weil die Blüten- und auch die Samenzeit inzwischen vorbei ist. Nur noch die leeren Becher ragen aus den Blättern heraus. Ich bin im Grunde schon bereit für meine Winterruhe.“

 

Ja, und das werde ich jetzt auch tun. Noch einiges an Nahrung fressen und dann einen Verschluss bauen für mein Schneckenhaus, damit ich gut durch den Winter komme.

Bis nächstes Jahr dann

Eure Marina Lauffein

 

Und wenn Ihr mehr über das Interview mit Ambrosia wissen wollt, klickt oben auf das Wort Dienstag, darin ist der Link zu letzter Woche.Und wenn Ihr mehr über den Beifuß als Heilkraut wissen wollt, dann klickt doch hier auf die Seite: 

https://www.heilkraeuter.de/lexikon/beifuss.htm

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

auf Platz 1 gewählt! 

Vielen Dank!

biologische Artenvielfalt im Wiesenreich

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!