Wiesenhelden-Reporter unterwegs

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 Werktagen sind die kleinen Wiesenhelden

für Euch als Reporter unterwegs

vom 21.März bis 31.Oktober - außer

an Wochenenden und Feiertagen.

 Im Moment ist der Regenwurm

Balduin Rotschleif unterwegs!

 

"Aus der Luft kann man die Welt viel besser überblicken. So kann ich mehr erkennen und verstehen!"

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"Mein Welt ist feucht und nass. Ich sehe die Welt hauptsächlich mit meinem Geruchs-Sinn!"

"Meist fresse ich mich durch die Erde. Ich erspüre die Welt mehr, als dass ich sie sehe - jede Schwingung."

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"Ich krabble über die Wiese und kann Freßfeinde von mir auch mit meiner Stinkegabel abschrecken!"


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Die Wiesenhelden-Blogger 2019

Mi

17

Jul

2019

Der Erdboden sollte locker sein!

Als Regenwurm habe ich viele Freunde, die mit mir gemeinsam dabei mithelfen, dass der Erdboden ideal für die Pflanzen ist.

Denn eine Pflanze braucht gewisse Nahrungsstoffe, genau wie Ihr Menschen und dazu so etwas wie „Freiraum“.

Ihr Menschen, genauso wie wir und die anderen Tiere, brauchen Bewegung, um uns richtig wohl zu fühlen.

Pflanzen müssen sich zwar nicht von Ort zu Ort bewegen, aber sie brauchen Erde, die nicht zu schwer und zu dicht ist. Denn am Anfang sind die Wurzeln noch ganz dünn und sie wollen sich ausdehnen. Hat der Boden keine „Hohlräume“ wird es für die Pflanze schwer sich wohl zu fühlen. Für ihre Wurzeln ist es, als würdet ihr Euren Fuß gegen einen Stuhl, eine Tür oder Wand stoßen – nicht angenehm, oder?

Daher arbeiten wir alle Hand in Hand. Die größeren Tiere machen große Löcher, dann können die kleineren dadurch kleinere bohren und so die ideale Lockerheit des Bodens erschaffen. Und obwohl ich sehr stark bin, kann auch ich keinen Boden lockerer machen, der mit Euren schweren Maschinen fest gestampft wurde – vor allem in den Waldgebieten, wenn Maschinen über die Erde rollen, um Baumstämme abzutransportieren. Auch die Ernte- und Mähmaschinen drücken die Erdschichten fester zusammen. Selbst die Maschinen, die auf der Oberfläche die Äcker umgraben und Samen einsähen, machen die unteren Erdschichten so dicht, dass kein Insekt und kein Weichtier dieses mehr auflockern kann. Dafür sind dann Kaninchen, Hasen, Dachse oder Hamster zuständig.

Heute möchte ich Euch einen meiner Freunde, den Saftkugler vorstellen! Er zählt zu den Tausendfüsslern und ist keine Kellerassel, die übrigens zu den Krebstierchen gehört!

 

„Ich Norbert Arbeitsam. Und ich fühle mich sowohl auf der Erde,

als in der Erde sehr wohl!“

„Was ist deine wichtigste Tätigkeit für Mutter Natur?“

„Oh, wo fange ich da nur an. Ich bin ja so ein vielseitiges Kerlchen. Also: wie du fresse ich abgestorbene Pflanzenteile und verdaue sie zu Humus. Vor allem gehören wir von dem Stämmen der Tausendfüssler zu den Hauptverwertern von Laubblättern. Darüber hinaus tragen wir Metallreichen Nährstoffboden in die oberen Bodenschichten – mischen sozusagen die Erde schön durch. Und sorgen durch unsere emsigen Bewegungen, dass der Boden durchgelüftet wird.“

 

„Da du zu den Tausendfüsslern gehörst,

kannst du dich doch bestimmt auch verteidigen?!“

„Ja, das stimmt. Wenn sich ein Fressfeind nähert gebe ich einen übelriechenden, giften Wehrsaft ab und kann mich zudem zu einer Kugel zusammen rollen – so hab ich auch meinen Namen erhalten Saftkugler!“

 

Wenn Ihr mehr über diese faszinierenden Helfer des Erdbodens wissen wollt:

www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Myriapoda/Diplopoda/TD-17.html

 

 

 

Di

16

Jul

2019

Ein mächtiges Zauberkraut

Wie das nasse Wetter die Pflanzen erneut zum Wachsen angeregt hat. Einfach wunderbar wie sich jetzt alles ausdehnt und dem Licht zu strebt.

Und diese kleinen gelben Sterne sind auch wunderschön. Habt Ihr Menschen die acht zackigen Stern-blümchen schon mal gesehen?

Denkt doch mal nach, ganz gewiss habt Ihr sie schon in Gärten oder Wiesen gesehen. Da sie aber so winzig sind, habt Ihr sie vermutlich übersehen, so wie manch einen von uns Wiesenhelden.

Diese Blüten gehören zur Pflanze des Frauenmantels. Das ist ein ganz besonderes Heilkraut und wird schon seit Jahrhunderten geschätzt.

 

„Ja, das kann man wohl sagen! Früher galt ich sogar als Zauberkraut. Die Alchemisten, die Wissenschaftler aus alten Zeiten, glaubten sogar sie könnten aus den Tautropfen auf meinen Blättern Gold gewinnen! Und noch früher, vor mehr als 2000 Jahren benutzten die Druiden, die Priester der Kelten, das Wasser auf unseren Blättern für rituelle Reinigungen. Sie waren überzeugt, dass unser Wasser sie ihrem Gott näher bringen würde. Im Mittelalter hieß es sogar bei den Menschen, wenn sie ein Gebinde aus unseren Blättern und Blüten ins Fenster hängen, könnten sie den Blitzschlag abwehren! Aber das ist schon übertrieben.“

 

„Das ist ja wirklich interessant. Die Menschen sind ja meist eher etwas zurückhaltend, was die Natur angeht und stellen sich und

ihre Fähigkeiten in den Mittelpunkt.“

„Das gilt mehr für die heutige Zeit. Früher waren sich die Menschen sehr wohl bewusst, wie wichtig die Natur und alle ihre Helfer für sie sind.“

„Leider, aber ich hoffe doch, dass sich das bald wieder ändern wird.

Dank uns Wiesenhelden!“

 

Wenn Ihr mehr darüber lesen wollt. Hier in dem Link findet Ihr weiteres:

www.zauber-pflanzen.de/alchemilla.htm

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Mo

15

Jul

2019

Bei der Geburt dabei

Hallo, liebe Menschenkinder!

Da es im Moment etwas kühler und feuchter ist, kann ich als Regen-wurm auch  mal jetzt im Sommer etwas aktiver sein.

Denn meist, wenn es heiß ist so wie noch vor einer Woche, liege ich schlafend in meiner Wohnhöhle, die beinah einen Meter tief im Erdreich drin liegt - gut geschützt vor Trockenheit und Hitze.

Bin mal gespannt, was ich diese Woche so erleben werde.. aber Moment mal, was höre ich denn da? Ich spüre wie an dieser Pflanzen etwas nach Draußen will.. oha, da liegen ja vier wunderschöne Eier! Sie glänzen golden.

Da muss ich doch ein paar Runden drum herum kriechen dieses Kraft da in den Eiern, sie spornt mich an.... treibt mich an... ich will mich auch bewegen und regen. 

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Fr

12

Jul

2019

Ei-Ei-Ei -ML

Ach ja, das war mal ein Regen-schauer - heute Nacht und heute Morgen! Die Natur hat das aber auch dringend gebraucht.

Da fällt selbst mir als Raupe sogar das atmen wieder leichter...

 

Gerade habe ich einen interessanten Fund gemacht. Leider ist der Wohnungsinhaber schon ausgeflogen. Daher weiß ich nicht, ist es nun ein Ei oder ein Kokon – kommt immer auf die Größe des Tierchens an. Diese Hülle ist knapp 8 Millimeter lang.

 

Mal genauer befühlen… wer weiß, was ich da noch spüren oder riechen kann!

Aha, es fühlt sich weniger nach Ei an. Es muss also ein Kokon sein. Nur, wer hat denn hier mal drin gewohnt und sich von Larve in ein Insekt umgewandelt?!

In Frage kommen eigentlich da nur Schmetterlinge und Fliegen. Der Körper von Käfern wäre zu unbeweglich gewesen, um durch diese schmale Öffnug heraus zu kommen. Wanzen und Heuschrecken entwickeltn sich Stück für Stück und ihre alten Hüllen, sehen aus wie ein echtes Insekt, dass seinen Inhalt verloren hat.

Mal sehen… vielleicht ist das Tierchen ja ganz in der Nähe. Oha, da ist eine Schwebfliege. Ja, von der Größe her könnte das schon passen.

 

„Hallo du, ist das hier zufällig dein Kokon?“

„Hm? Oh, hallo Raupe! Ja, es könnte mein Kokon sein, aber sicher bin ich mir nicht. Ich hab schon einige Flugversuche hinter mir und ich hab mir nach dem Schlüpfen die Hülle leider nicht genau angeschaut. Wir sind ja eine sehr große Familie und jeder Stamm hat so seine eigene Puppenhülle

Aber ich will gleich weiter, hab einen Riesenhunger!

Schließlich habe ich viele Tage lang nichts gegessen.“

 

Das kann ich gut verstehen!

Übrigens: Bei uns Raupen sehn die Puppen anders aus, nicht so glatt! Daran könnt Ihr übrigens erkennen, dass es sich um ein Insekt aus der Familie der Fliegen handelt. Alle Fliegenstämme haben einen ähnlich geformte Puppenhülle. Dennoch gibt es zwischen den Stubenfliegen und den Schwebfliegen einen etwas größeren Unterschied in ihrem Puppenhaus.

 

Wie wäre es denn damit? Fürs Wochenende - vielleicht eine ganz gute Idee, wenn Ihr Menschen auch mal herum sucht, an Blättern oder Blumentöpfen – womöglich findet Ihr dann auch einen Kokon oder eine Puppenhülle. Falls er noch kein Loch hat, könnt Ihr vielleicht sogar heraus finden, wer darin sich entwickelt. Denn je nach Wetter und Temperatur geht die Entwicklung schneller oder langsamer voran.

 

Eure Alby!

 

 

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Do

11

Jul

2019

Alpha und Omega

 

Heute Nacht hat es richtig zu regnen begonnen. Der Regen will auch nicht aufhören, so wie ich das in meinen Körperhärchen spüren kann.
Zum Glück bin ich noch eine Raupe und kein Schmetterling, sonst müsste ich mich unter einem dichten Blätterdach verstecken.

 

Ui, was ist denn das da nur einige Körperlängen von mir entfernt...

 

Hängt da nicht ein Buchstabe an dem Blatt? Sieht beinah aus wie der Buchstabe Omega aus dem griechischen Alphabet. Das sollte ich mir mal näher anschauen. So einen Blattauswuchs an einer Pflanze hab ich noch niemals gesehen!

Hm… sieht beinah aus wie ein dürrer Ast. Doch an einem Blatt kann doch sowas nicht heraus wachsen. Ach, dass muss eine Raupe sein!

 

„Wow, du bist als Raupe echt gut getarnt!

Zu welchem Stamm gehörst du denn?“

„Zu den Zackenbindigen Rindenspannern. Und wir sind gut, was die Tarnung anbetrifft. Als Raupen ahmen wir einen Ast nach und als Falter sind unsere Flügel der Baumrinde so ähnlich, dass man uns

kaum vom Untergrund unterscheiden kann – wenn man nicht

wie du ganz genau hinschaut!“

 

„Willst du das Alphabet nachahmen,

weil du die Form eines Omegas angenommen hast?“

„Och, die Form ist abhängig nach Lust und Laune… so wie ich mich gerade fühle, bleibe ich für eine Weile in einer entsprechen starren Haltung. Dann krabbele ich wieder weiter und knabbere eine Runde.“

Also ich könnte das nicht, immer so ruhig bleiben und still sitzen.

„Alles nur eine Frage der Gelassenheit. Eine Raupe, die kein Gift in sich trägt, um sich gegen Fressfeinde verteidigen zu können, der bleibt eben nur die Möglichkeit die Ruhe zu bewahren. Denn wer still sitzen kann, hat

viele bessere Überlebens-Chancen in unserer Welt.“

 

„Ja, da ist etwas dran. Übrigens:

Hat das kühle Wetter die letzten Tage dafür gesorgt,

dass du dich langsamer entwickelst?“

„Nein, unser Stamm ist da nicht so Temperatur empfindlich! Und ich bin nicht die erste Generation von Raupe. Die erste war im Frühling, die haben sich dann im Mai verpuppt und dann als Falter im Juni neu ihre Eier abgelegt. Im Oktober werde ich mich dann auch verpuppen und

in diesem Stadium dann überwintern!“

„Aha, dann hat ja schon eine Generation ihre Dasein von Ei bis Falter durchlaufen, sozusagen von Alpha bis Omega."

 

Bis Morgen dann Eure Alby

 

 

 

 

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"Hoffentlich wird mein Blümchen durch die Hilfe der  Wespen bald vor schädlichen Insekten geschützt!"

Gute Freunde helfen sich gegenseitig!

 

Getreu nach dem Motto:

Was ich kenne, mit was ich mich identifizieren kann, das beachte und schütze ich – so, als wäre es ein guter Freund.

Wer gelernt hat,  besser mit sich selbst

und seinen Gefühlen umzugehen, geht

auch mit  aufmerksamerem Blick durch

unsere wunderschöne Welt!