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Wiesenhelden-Reporter unterwegs

Bei ihren Touren durchs quer durch Wiesenreich erfahren die kleinen Reporter viel wissenswertes über die einzelnen Helfer von Mutter Natur. Mal sind sie einem Rätsel auf der Spur und mal lassen sie die anderen Wiesenhelden zu Wort kommen!

Auch die eine oder andere Pflanze wird von ihnen interviewt. Denn auch unter ihnen gibt es wahre Wiesenhelden mit ganz besonderen Talenten, die sehr heilsame Wirkung auf uns Menschen haben!

 

Für Menschenkinder ab 5 Jahren.

Wenn Ihr mehr wissen wollt über die einzelnen Reporter, über alle ihre eigenen Blogeinträge und ihre Besonderheiten und Talente, dann klickt das entsprechende Foto unten oder die Namen oben rechts an.

Vom 21.März bis 31.Oktober 2018

Montag bis Freitag

(außer an Feiertagen)

sind als Reporter für Euch im Wiesenreich 

abwechselnd hier unterwegs:

 

Im Moment ist Alby von Tanzfroh

für Euch unterwegs!

 

I

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Der Chefredakteur stammt übrigens aus dem Schmetterlings-Stamm der

 Bläulinge. Männchen und Weibchen kann man bei denen sehr

gut unterscheiden. Wenn man die Weibchen von oben betrachtet, also

die Flügeloberseiten, so sind diese rotbraun gefärbt. Die der Männchen 

dagegen tragen die Farbe Blau - daher auch ihr Name. 

 

#gegen #Insektensterben

für mehr #Artenvielfalt 

Wenn #Tiere #sprechen könnten...

Chefredakteur: Linus von Lieblich
Chefredakteur: Linus von Lieblich

"Aus der Luft kann man die Welt viel besser überblicken. So kann ich mehr erkennen und verstehen!"

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Bänderschnecke: Marina Lauffein
Bänderschnecke: Marina Lauffein

"Mein Welt ist feucht und nass. Ich sehe die Welt hauptsächlich mit meinem Geruchs-Sinn!"

Regenwurm: Balduin Rotschleif
Regenwurm: Balduin Rotschleif

"Meist fresse ich mich durch die Erde. Ich erspüre die Welt mehr, als dass ich sie sehe - jede Schwingung."

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Raupe: Alby von Tanzfroh
Raupe: Alby von Tanzfroh

"Ich krabble über die Wiese und kann Freßfeinde von mir auch mit meiner Stinkegabel abschrecken!"


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Alle Blogeinträge mit Anleitung für die Einrichtung könnt Ihr via Mail kostenlos als PDF bekommen, schickt einfach nur eine Mail an mich, klickt dafür auf den Button "Kontakt".

Auf diese Weise bekommt Ihr direkt die Fortsetzungen zu ge-schickt, ohne dass Ihr Euch darum kümmern müsst!

Fr

25

Mai

2018

Kuckuck ruft's aus dem Nest

Diese Woche habe ich zwei Wiesenhelden kennen lernen dürfen, die zu den Blattwespen gehören… war sehr interessant, was ich da alles erfahren habe.

Daher bin ich auf der Suche noch weiteren Blattwespenstämmen. Es gibt ja so viele!

 

Oho, wer schleckt denn da so emsig Nektar an einer Löwenzahnblüte? Tolle durchsichtige Flügel, dunkler Körper einen großen Kopf … und das Hinterteil ist rot – hm, die Sattelblattwespe hatte ein rotes Rückenteil – vielleicht, vielleicht ist das hier ja eine dieser Pflanzenwespen. Denn sie sind ja auch recht emsig, was das Bestäuben von Blüten angeht!

„Nein, ich gehöre zu den Wildbienen.“

„Eine Biene? Aber irgendwie siehst du mehr wie eine Wespe aus.“

„Nun, das liegt wohl daran, dass wir auch miteinander verwandt sind. Die Pflanzenwespen sind sozusagen unsere Eltern, und die Faltenwespen, wir Bienen und die Ameisen sind sozusagen deren Kinder – allerdings ist das schon viele Hunderttausende von Jahren her.“

 

„Wow! Und zu welchem Stamm gehörst du genau?“

„Mein Stamm wird Blutbiene genannt. Und ich bin ein Weibchen – erkennbar an den kürzeren Fühlern.“

„Seid ihr etwa Bluttrinker?“

„Nein, Unser Hinterteil sieht nur so blutrot aus, mehr steckt nicht dahinter. Die Menschen nennen uns aber auch Kuckucksbienen.“

 

„Aber wie der Vogel: Kuckuck, seht ihr nun wirklich nicht aus.“

„Nein, diesen Beinahmen haben uns die Menschen gegeben, weil wir keine guten Eltern sind. Wir legen unser Eier in ein fremdes Nest, am liebsten bei den Furchenbienen, und überlassen denen das Heranschaffen der Nahrung und das Fertigbauen des Nestes.“

 

„Dann machst du also nichts anders, als Eier legen?!“

„Genau, den Rest meines Lebens verbringe ich damit zu genießen. Ach, und es ist herrlich sich durch all den Blütenpollen zu bewegen und Nektar zu schlürfen, ganz ohne schwer beladen zum Nest fliegen zu müssen und zu schauen, dass die Kleinen genügend Futter haben. Und dann ganz easy und locker zur Nachbarsblüte weiter zu fliegen – hmmm!“

 

Also ich kann mir nicht helfen… irgendwie erinnert mich das an Euch Menschen.

Wisst Ihr wieso? - Dann denkt mal scharf nach!

 

Wenn Ihr mehr über Kuckucksbienen erfahren wollt, dann klickt doch hier rein:

www.wildbienen.info/biologie/parasitische_bienen.php

Do

24

Mai

2018

Wie aus Nützlingen Schädlinge werden...

An den letzten beiden Tagen habe ich Wiesenhelden aus der Gattung der Pflanzenwespen gefunden. Sie werden auch Blattwespen genannt und sind Vegetarier.

Sie haben braune, durchsichtige Flügel, ein etwas kräftiger gebautes Hinterteil und ihnen fehlt die typische Wespentaille.

Am Dienstag war es eine der größten Pflanzenwespen gewesen und gestern eine der kleineren… und wenn ich mich nicht irre, sitzt da vorne eine der kleinsten Wespen dieser Art: Das Tierchen könnte gerade mal so 3 Millimeter lang sein.

Allerdings ist sein Kopf recht klein, im Gegensatz zu seinem Körper, was das wohl zu bedeuten hat?

 

„Klar, für eine Wespe wäre mein Kopf zu klein. Aber ich gehöre ja nicht zu den Wespen, sondern zur Familie der Mücken. Mein Stamm gehört zu den Trauermücken.“

„Ui, was hat das zu bedeuten?

Seid ihr etwa immer traurig?“

„Nein, nein. Das natürlich nicht. Unser Körper ist recht dunkel gefärbt, daher haben uns die Menschen so benannt. Und es gibt uns in den Größen von 2 bis 7 Millimetern. Wir sind also recht kleine Mücken und leider bei den Menschen nicht sehr beliebt.“

 

„Hm, gehört ihr etwa zu den Stechmücken? Denn die mögen die Menschen nicht, weil sie stechen und Blut saugen und so Krankheiten übertragen können.“

„Nein, zu den Stechmücken gehören wir Trauermücken nicht. Es gibt

sehr viele verschiedene Mückenstämme von sehr klein bis richtig groß

mit extrem langen Beinen. Aber nur sehr wenige sind

echte Stechmücken, die sich von Blut ernähren.“

 

"Aber warum mögen euch dann die Menschen nicht, das verstehe ich nicht.

Ihr seht doch ganz hübsch aus. Vor allem, der orangefarbene

Bauch und die Flügel.“

„Es ist nicht unser Aussehen. Es liegt einfach daran, dass unser Kinder in der Erde drin leben. Und viele Menschen halten ihre Pflanzen nunmal in kleinen Käfigen, also die Wurzeln der Pflanzen. Die Erde darin ist ziemlich tot, da gibt’s nichts, was man fressen könnte. Also suchen sich die Kleinen selbst was zu fressen und das einzige, dass sie finden sind eben die Wurzeln dieser Pflanzen. Und um nicht zu verhungern, werden dann die Wurzeln gefressen – was der Pflanze natürlich nicht gut tut.“

 

„Oha, dann geltet ihr wohl als Ungeziefer!“

„Leider! Dabei fressen unsere Kleinen meist viel lieber klein gekaute Kompostreste oder getrocknete Stücken von Laub, aber auch Pilze –

und daraus macht unser Bauch sozusagen Humuserde.

Aber was sollen wir machen, wenn kein Futter da ist?

Dann muss man eben das nehmen, was sonst noch da ist.

Und wenn dann die kleinen Erwachsen werden und los fliegen wollen, dann geraten sie oft an dieses gelbe Klebedings und sterben dort,

ohne die Chance bekommen zu haben eine Familie zu gründen.“

„Ui,das ist ja wirklich sehr traurig!“

 

Also, liebe Menschenkinder:

Wenn Ihr schon Lebewesen in Käfigen halten müsst, dann kümmert Euch richtig um sie, gebt ihnen das was ihnen gut tut! Jedes Lebewesen ist wichtig und hat das Recht auf ein Lebens würdiges Leben - und das sieht meist anders aus, als Eure Art zu leben!

Und Pflanzen mögen gerne lebende Erde, also Humus, in dem kleine Lebewesen drin leben, die neue, gute Nahrung herstellen können. Keinen künstlichen Dünger aus Chemikalien.

Und damit diese Pflanzen in Euren Häusern gesund leben können – und sich kein Wiesenheld in einen Schädling verwandeln muss, sorgt doch dafür, dass die Wurzeln in guter Erde wachsen können.

Und wenn ihr Trauerfliegen dort seht, dann streut sicherheitshalber welkes Laub über den Erdboden, klein gerieben mit den Händen – damit es die richtige Größe hat für die Kinder der Trauermücke und sie so das Futter in guten Humus umwandeln können.

Denn sie fressen lieber diese Blätterreste, als die Wurzeln – es sei denn, es gibt nichts anderes! Und vor allem: Das ganze gibt es kostenlos!

Der Chemiedünger kostet Energie und Geld!!!!

 

Wenn Ihr mehr über diesen Stamm erfahren wollt:

www.fruchtfliegen-info.de/trauermuecken/

Mi

23

Mai

2018

Alles Vegetarier!

Gestern war mir ja eine Pflanzenwespe regelrecht vor die Füße gefallen, genauer eine Große Birkenblattwespe.

 

Ein echt wahnsinns tolles Insekt und einzigartiger sowie sehr selten gewordener Wiesenheld.

Mal sehen, ob ich Glück habe und noch eine weitere Blattwespe finden kann… es sollen ja Tausende von verschiedenen Stämmen überall auf der Welt zu finden sein…

 

Oho, wer hängt denn hier so merkwürdig ab?

 

 

„Ich ruh mich gerade nur etwas aus, hab einen anstrengenden Flug

hinter mir. Und ich bin eine Sattelblattwespe,

gehöre also zu den Pflanzenwespen.“

 

„Du bist recht klein, gerade mal 7 mm – die Wespe,

der ich gestern begegnet bin, war ja 4 Mal größer.“

„Tja, die Größe und das Aussehen unter uns Pflanzenwespen ist sehr unterschiedlich. Die einen sind winzig, die anderen Riesengroß. Hier in Europa gibt es etwa 850 Blattwespen. Da sind einige nur 2 bis 3 Millimeter, andere 20 Millimeter.“

 

"Aber die Birkenblattwespe war doch viel größer!“

„Die gehört nicht zu den Echten Blattwespen, sondern zu den Keulenhornblattwespen. Von denen gibt es 20 Stämme hier in Europa. Sie werden zwischen 15 und 28 Millimeter lang.“

 

„Und was frisst du so?“

„Als Flieger mag ich Nektar, bestäube also die Blüten. Aber ich mag auch mal Honigtau schlürfen, den die Blattläuse abgegeben, aber nur, wenn keine Ameise gerade in der Nähe ist. Denn die mögen es nicht,

wenn ich ein Tier aus ihrer Herde einfach melke.

Die sind echt sehr Besitz ergreifend!

Und die Jungtiere, also unsere Larven, die mögen gerne Gräser, also Grashalme. Besonders gerne Rispengräßer.“

 

„Wie sehen die Larven einer Pflanzenwespe eigentlich aus?“

„Och, im Grunde sehen sie dir, einer Raupe, sehr ähnlich.“

„Echt?“

„Ja, schließlich sind wir ja auch verwandt. Von den Urpflanzenwespen stammen wir heutigen Pflanzenwespen genauso ab,

wie ihr Schmetterlinge.“

„Wow! Und wo liegen die Unterschiede?“

„Nun erstmal haben sie 8 Beinpaare und wenn sie sich erschrecken, oder angestupst werden, formen sie ihren Körper zu einem großen S. Und je nach Art sind die Farben eben unterschiedlich, genau wie bei den Schmetterlingsraupen auch.“

 

„Hast du als Wespe einen Stechstachel?“

„Nein! Wir Pflanzenwespen haben so etwas nicht. Das Modell mit Stechapparat kam erst einen Evolutionsschritt später, als sich die Stechimmen entwickelten. Wozu die Echten Wespen, die Faltenwespen, Bienen und Hummeln gehören. Aber von denen sind es auch nur die Weibchen, die zustechen können.“

 

Wenn Ihr mal einige dieser Wespenkinder sehen wollt, dann schaut doch hier vorbei: www.digital-nature.de/tierwelt/insekten/larven/blattwespenlarven.html

Di

22

Mai

2018

Ein riesengroßer Brummer!

 

Nach einem verlängerten Wochenende mit Sonne, Regen und Gewitter bin ich wieder im Wiesenreich unterwegs. Genauer robbe ich am Waldrand entlang. Für mich als Raupe sehen ja diese Bäume aus, als würden sie direkt im Himmel enden. Obwohl ich das als Wiesenhelden-Reporterin natürlich besser weiß. - Nunja, ich bin eben eine Raupe und viel, viel, sehr viel kleiner als Ihr Menschen, da sieht die Welt schon mal völlig anders aus als für Euch.


Ui… was, was fliegt denn da mit solch hoher Geschwindigkeit auf mich zu?

Iiihhh – landet nur ein paar Körperlängen von mir entfernt… wie mein Herz schneller schlägt!

Hat das Tier mich zufällig verfehlt oder will es mich gar nicht fressen?

Wow! Dieser Flieger da vorne ist ja ein dicker Brummer, beinah 30 Millimeter lang!

Hm.. er scheint keine Notiz von mir zu nehmen… sieht irgendwie sehr merkwürdig aus, der Körper erinnert mich irgendwie an den von einem Käfer, aber dafür fehlen die dicken Deckflügel… also das weckt doch den Reporter in mir. Auch, wenn es gefährlich werden kann, muss ich heraus finden, um welchen Wiesenhelden es sich da wohl handeln mag.

Dann werde ich mich mal vorsichtig nähern, behalte aber meine Stinkegabel, die hinter meinem Kopf sitzt, so, dass ich sie ganz schnell zu meinem Schutz ausfahren kann… das Tierchen ist recht groß und ich bin zur Zeit leider noch eine kleine Raupe – was in ein paar Wochen wieder anders sein wird, denn ich wachse ja noch. Aber ich, Alby von Tanzfroh, bin ein mutiges Tierchen, ich schaffe das!!

Hm… dieser Wiesenheld bewegt sich aber sehr langsam, ich glaub ich kann mich aus meiner Deckung heraus wagen.

 

„Wer oder was bist du denn? Und wieso hast Du vorhin

einen Sturzflug auf mich zu gemacht?“

„Oh? Ah? Ähm… ich hab keinen Sturzflug auf irgendwen zu gemacht. Ich hatte nur keine Kraft mehr mich oben an der Baumspitze festzuhalten, bin einfach nur abgestürtzt. Und ich bin kein wer oder was – ich gehöre zum Stamm der Großen Birkenblattwespen.“

 

„Ja, groß bist du wirklich! Und dazu noch eine Wespe? Du bist ja größer, als eine Hornisse! Du hast doch nicht die Absicht mich zu fressen?!“

„Nein, ich gehöre zu den Wespenstämmen, die Vegetarier sind. Man nennt uns alle daher auch Pflanzenwespen. Es gibt weltweit über 9000 Arten von verschiedenen Pflanzenwespen.“

„Aha… deshalb fehlt auch die typische Wespentaille, was?“

„Ja, wir Pflanzenwespen sehen eher den Bienen ähnlich.

Außerdem haben wir auch keinen Stachel.“

„Wie verteidigt ihr euch dann?“

„Darin sind Pflanzenwespen nicht so gut. Aber mein Stamm besitzt als Fluginsekt kräftige Kiefer. Denn wir sind Baumbewohner und schlecken gern den leckeren Baumsaft. Doch dieser fließt unter der Rinde.

Daher ringele ich mit meinen Kiefern die Rinde junger Zweige auf, um

da dran zu kommen. Allerdings können sich unsere Kinder, die Larven dadurch verteidigen, indem sie ein Sekret abgeben, dass aus

kleinen Poren heraus blutet.“

 

„Aha… und wieso hattest du eigentlich keine Kraft mehr, um dich festzuhalten?“

„Ich bin ein Männchen, was man gut an meinem dunklen Hinterteil erkennen kann. Die Weibchen sind da heller, manche sogar gelblich. Und die Hinterbeine sind dicker. Außerdem: es ist nicht gerade einfach in solchen Höhen an den Spitzen der Bäume herum zu fliegen und einem Weibchen zu imponieren! Das strengt sehr,

                                                                      sehr an.“

 

„Hm, stimmt. Deine Flügel sehen schon etwas eingerissen aus,

du musst viel geflogen sein.“

„Und wie! Ich hab mich unheimlich ins Zeug gelegt. Besonders, weil ich ein Weibchen finden musste. Und das wird immer schwieriger! Es scheint kaum noch Wespen meiner Art zu geben.“

„Das ist ja furchtbar!“

„Das kannst du laut sagen! Ich hab meine Keulenartigen Fühler ausgestreckt und nach den Duftschwingungen eines Weibchens gesucht… und vor ein paar Stunden habe ich dann endlich eines gefunden. Ich hab mit ihr für Nachwuchs gesorgt und jetzt bin ich völlig am Ende meiner Kräfte.

Fliegen ist nicht mehr drin, ich werd wohl noch etwas hier am Rande herum krabbeln und dann mit der Natur eins werden.“

 

Die Große Birkenblattwespe gehört zu den Keulenblattwespen. Allerdings ist ihr Bestand stark gefärdet. Sie ist gut an den orangenfarbenen, keulenartigen Fühlern zu erkennen und an dem gelben Fleck, der wie eine Aussparung in einem Lederanzug wirkt, und so das Samtmäntelchen „sichtbar“ macht.

Wenn Ihr mehr wissen wollt: www.hornissenschutz.de/cimbex.htm

 

 

Fr

18

Mai

2018

Wenn es Nacht wird!

Ah… ich folge nun schon seit Stunden einem bemerkenswertem Blütenduft und wow, da ist sie diese so intensiv riechende Pflanze.

 

„Ich bin eine Nachtviole!“

„Echt? Der Wiesenklee hat mir am Montag etwas über dich erzählt. Du sollst bei Regenwetterlage besonders stark duften – und das stimmt wohl. Denn diese Woche

ist das Wetter recht gemischt, mit Regenfällen, und du duftest

wirklich toll!“

„Das stimmt! Denn, wenn es regnet, kommt kaum ein Insekt vorbei und daher muss ich mich in den Zeiten zwischen dem Regen sehr anstrengen, um die kleinen Helfer mit meinem Duft herbei zu rufen. Aber auch nachts und abends dufte ich stärker, teils sogar nach Veilchen. Denn meine Bestäuber sind meist Nachtfalter, aber Schwebfliegen sind mir auch lieb.“

 

„Im Gegensatz zum Ehrenpreis,

den ich gestern gesehen habe,

bist du sehr groß.“

„Ja, ich werde mindestens 40 cm hoch, kann aber durchaus

mal 100 cm groß werden.“

 

„In welcher Verpackung wachsen eigentlich deine Samen heran? Beim Ehrenpreis ist es oftmals eine Herzförmige.“

„Bei mir sind es lange Schoten. Die Verpackung ist also ähnlich wie bei den Erbsen oder den Bohnen, die die Menschen gerne essen.“

„Schmeckst du dann auch so ähnlich?“

„Nein! In meinem Inneren gibt es Senföle – was auch ein guter Verteidigungsschutz ist gegen so manchen hungrigen Fresser. Allerdings mögen einige Schmetterlinge gerade diesen Geschmack wie der Kleine Kohlweißling und der Aurorafalter sowie verschiedene kleine Nachtfalter. Besonders eine Schleiermotte ist sehr gerne Gast bei mir.

Als Raupe baut sie sich eine Unterkunft, in dem sie Blätter

mit Spinnseide zusammen ballt oder zusammen rollt.“

 

Wenn Ihr noch etwas mehr über diese toll duftende Blume wissen wollt, dann schaut doch mal hier vorbei: https://herbaversum.de/altes-wissen/kraeuter-und-pflanzen/kraeuter-profile/nachtviole/

Do

17

Mai

2018

Das Blau des Himmels

Na, so etwas! Da hat eine Pflanze doch glatt das Blau des Himmels eingefangen – in wunderschönen kleinen Blüten. Wie die wohl heißen?

 

„Ehrenpreis nennen uns die Menschen. Es gibt uns in 450 verschiedene Arten, überall auf der Welt. Wir zählen zu den Wegerichgewächsen und sind damit Bedecktsamer.“

 

„Oho, am Montag habe ich gehört, dass der Sauerklee zu dieser Sorte gehört. Also ist in der Mitte deiner Blüte, um den die Blütenblätter wachsen,

also der Blütenstempel, in dem wie in einer Geschenkschachtel

später alle Samen drin sind.“

„Die Kapselfrucht von uns Ehrenpreis-Pflanzen ist auch was besonderes! Sie hat eine dreieckige Form, die manchmal sogar aussieht wie ein Herz.“

„Oh wow! Das ist ja wirklich etwas außergewöhnliches! Und diese Streifen auf den Blättern, haben die eine besondere Bedeutung?“

„Aber sicher doch! Da unsere Blüten recht klein sind und wir meist nur 10 bis 20 cm hoch wachsen, müssen wir uns etwas einfallen lassen, damit die Insekten uns gut sehen und zu uns finden. Und dabei helfen diese Streifen und die hellweiße Färbung in der Mitte unserer Blüte. Diese Merkmale ziehen Bienen, Schwebfliegen und kleinere Schmetterlinge magisch an! Und wi haben noch mehr Geschenke, die wir zu geben haben.“

 

„Aha... dann bist du bestimmt eine Heilpflanze!“

„Schon recht früh haben die Menschen unsere Talente entdeckt.

Schon vor fast 900 Jahren wurden wir sogar als Allerweltsheil bezeichnet. Wir sind gut für die Verdauung, bei Atemwegsproblemen oder Hauterkrankungen. Ein Teeaufguß mit unseren Blättern wirkt

auch gegen Juckreiz und bei Geschwüren.“

 

„Toll! Was haben denn die Menschen damals noch über euch gesagt?“

„Wir wurden auch schon Gewitterblümchen genannt, weil sie glaubten dass durchs Abpflücken Regen oder Gewitter aufkommen würde.“

„Und, könnt ihr machen, dass es regnet?“

„Natürlich nicht! Wir sind ja nur eine Pflanze. Damit es regnet oder gewittert, braucht es viel, viel mehr! Vor allem sehr viele Pflanzen, gar einen ganzen Wald. Und natürlich muss die Luft auch eine gewisse Feuchtigkeit enthalten. Wenn es zu trocken ist wie in einer Wüste, dann schafft dass auch kein noch so große Pflanzengemeinschaft. Zumal sowieso die meisten Pflanzen dann vertrocknet wären.“

 

„Ich hab diese Woche auch gelernt, dass es Pflanzen gibt, die erkennen, wann es Regen geben wird. Schließt ihr bei Regen eure Blätter wie diese Pflanzen?“

„Nein, das brauchen wir auch nicht! Die meisten Pflanzen wachsen höher und ihre Blätter schützen unser Blüten im Grunde vor dem Regen. Aber der Regen ist für uns auf andere Weise wichtig. Denn die Feuchtigkeit des Regens ist sozusagen der Türöffner, damit die herzförmige Geschenkverpackung aufbricht und die Samenkörner heraus fallen können. Und beim Langblättrigen Ehrenpreis, der an Bächen wächst, trägt dann das Wasser die Samen zu neuen Ufern.“

 

Wenn Ihr mehr wissen wollt:

www.wildpflanzenliebe.wordpress.com/wildpflanzenportraits/ehrenpreis/

Mi

16

Mai

2018

Die perfekte Verpackung

Oho, was ist denn da auf diesem Blatt regelrecht fest geklebt?

Sieht ganz danach aus, als hätte sich eine Larve von ihrer Außenhülle getrennt. Gut erkennbar an der kleinen Öffnung und dem stark zusammen gefalteten Schlauchteil, der einmal einen langen schmalen Körper geschützt hat.

Tja, das hab ich letzte Woche auch getan, nachdem mein erstes Raupenstadium abgeschlossen war. Denn wenn wir fressen, wird unser Körper größer. Allerdings haben wir keine Haut wie ihr Menschen. Unsere Außenhülle wächst nicht mit und wird irgendwann zu klein. Bei den Kleidern, die Ihr tragt, ist das so ähnlich. Wenn sie Euch zu klein geworden sind, dann braucht Ihr größere Kleidungsstücke. Die alten werden dann abgelegt.

Und das tun wir auch: Wir brechen die Außenhülle auf und schieben uns vorsichtig raus. Dabei wird die alte Hülle regelrecht zusammen gedrückt. Und diese untere, neue Hülle auf unsrem Körper wird dann unsere Außenhülle, die uns schützt. Nun ja, natürlich sind wir nicht unverwundbar – auch, wenn Ihr Menschen diese Hülle als Chitinpanzer bezeichnet.

 

Die Hülle von uns Gliederfüßern, zu denen auch ich gehöre, ist schon sehr stabil gebaut. Und nur sehr wenige Tierchen können dieses Material überhaupt fressen und verdauen. Daher findet man in der Natur auch immer wieder solche abgelegten Umhüllungen. Oder wie die Hülle einer Großlibelle, die ich gestern gefunden hab, und die einer ihrer Fressfeine übrig gelassen hatte.

Die Stabilität gibt uns der Stoff Chitin. Er hat gewisse Ähnlichkeiten mit Eurem Plastik. Je nach Mischung mit Kalk oder anderem Material kann dieser Panzer die Eigenschaften haben: Weich und biegsam wie Gummi bis hart, dick und spröde.

 

Die Käfer haben einen recht dicken Panzer, und die Krabben im Meer haben einen noch festeren – um diesen aufzubrechen braucht es schon sehr viel Kraft. Aber auch einige Pflanzen haben Chitin in sich drin. Dazu gehören die im Wasser lebenden Algen oder auch einige Pilze.

Und genauso wie Euer Plastik soll das Chitin ja möglichst lange stabil sein. Allerdings gibt es dafür aber Wiesenhelden, die dieses Material entweder wieder verwerten oder fressen. Wie die Larve vom Museumskäfer, den ich gestern interviewt habe.

Solche Tierchen sind in der Lage aus alten Chitinhüllen in ihrem Bauch nützlichen Dünger für die Pflanzen herzustellen. Dieser Dünger ist viel besser, als jeder künstliche Dünger, den Ihr Menschen herstellen könnt. Dazu kommt, dass diese Art von Dünger die Pflanze sogar noch gegen schädliche Fresser schützen kann.

 

Aber Chitin hat noch mehr Vorteile als Plastik. Der Körper von einem Säugetier, wie ihr es seid, kann dieses Material sogar in bestimmten Mengen verwerten, für ihn ist es kein Fremdstoff!

Aus dem Grund gibt es bei Euch Menschen auch einige findige Wissenschaftler, die auf die Idee gekommen sind. Statt dem Plastik, das aus Erdöl gewonnen wird, Chitin als Verpackungsmaterial und Umhüllungen zu nutzen. Zumal in der Ernährungsindustrie einiges an Chitinpanzerungen anfällt, von dem das meiste im Müll landet – was ich als Verschwendung bezeichnen würde. Eigentlich jeder Wiesenheld findet es nicht gut, dass so viel Material einfach nur weg geworfen wird! Denn für uns gilt alles als kostbar!

 

Ich hab sogar gehört, dass es Ärzte gibt, die die verbrannte Haut eines Menschen mit einer Ersatzhaut aus Chitin überzogen haben. Für diesen menschlichen Körper war diese Chitinhaut wie eine Art großes Pflaster. Und zusammen mit der Heilung hat der Körper dann Stück für Stück das Chitin aufgelöst – so, als wäre es ein Teil vom ihm.

Da merkt man übrigens, dass doch noch ein Stück Gliederfüßer in Euch Menschen steckt.

 

Also dann mal ran an die Möglichkeiten, die wir Wiesenhelden Euch bieten! Weg mit dem Plastik, das so viele Nachteile hat. Und damit meine ich nicht nur, dass wir Wiesenhelden Plastik nicht umwandeln können. Plastik wirkt sich auch auf Eure Körper krank machend aus! Auf alle Lebewesen dieses Planeten, die keine Gliederfüßer sind!

 

Hier auf dieser Seite findet Ihr eine tollen Bericht über dieses Thema:

www.mikk.ch/download/daten/biokunststoff_chitin.pdf

 

Und hier noch eine kindgerechte Infoseite:

www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/chitin

Di

15

Mai

2018

Riesenhafte Beute!

 

Heute ist der Himmel zwar bewölkt, aber der Regen scheint aus zu bleiben. Zumindest kann ich das, an der Art wie einige Pflanzen ihre Blätter und Blüten halten, erkennen – das hab ich nämlich gestern gelernt!

(Ihr wollt mehr wissen? Dann blättert doch zurück!)

Huch… wer starrt mich denn da an?

So riesige Augen und ein gigan-tisches Maul!

Das muss ein Fressfeind sein – oje… jetzt nur schnell meine Stinke-gabel ausfahren, die hinter meinem Kopf liegt.

Hoffentlich reicht der Gestank aus und hoffentlich hab ich nicht zu spät reagiert!

 

„Du liebe Blüte – oh, stinkt das! Was soll der Blödsinn?!“

 

Hm? Diese Stimme kam nicht von diesem Riesenkopf… von wem denn nur?

 Links die 2 „Knubbel“ sind die beiden Pfeilhaarbüschel am Hinterteil
Links die 2 „Knubbel“ sind die beiden Pfeilhaarbüschel am Hinterteil

 

„Von mir einer Museumskäferlarve!“

„Oh, hast du denn keine Angst

vor dem Riesen?“

„Wieso sollte ich, der ist schon längst tot. Selbst seine Innereien hat schon irgendwer gefressen. Ich vergnüg mich gerade an der Hülle – schmeckt echt lecker. Willst mal probieren?!“

 

„Äh. Nein! Ich bin Vegetarier.

Was ist das eigentlich für ein Tier?“

„Eine große Libelle, vermutlich eine

Zweigestreifte Quelljungfer oder eine Große Königslibelle.“

 

 „Wow! Einer der größten Jäger aus dem Insektenreich. Und die hat auch so ihre Fressfeinde – hätte ich echt nicht vermutet… das Teil muss ich mir mal genauer anschauen! Wann kommt ein Wiesenhelden-Reporter schon dazu sich einen solchen Riesen anzuschauen und überlebt das auch noch!“

Diese Flügel sind ja echt der Wahnsinn! So riesig, und so filligran! Ich glaub jeder dieser Flügel ist bestimmt so 45 mm lang.

Und ui… diese Larve hat recht gehabt. Diese Libelle ist ja Innen ganz hohl! Die Hülle ist so groß, da könnte ich glatt einziehen. Eine richtige kleine Höhle – ob ich da wohl ein gutes Versteck hätte?

 

 „Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich hab einige Brüder und die haben Hunger! Wir sind echt froh darüber solch einen großen Vorrat an Fressen zu haben. Dann brauchen wir nicht mehr auf die Suche zu gehen und können und hier so richtig rundum satt und groß fressen.“

 

„Warum heißt du eigentlich Museumskäferlarve?“

„Nun ja, weil die Menschen uns den Namen gegeben haben. Denn meist finden wir in einem Museum echt leckere Beute. Denn Menschen sammeln nun mal gerne Insektenhüllen und ähnliches.

Und sie mögen es gar nicht, dass wir ihre Ausstellungsstücke so nach und nach auffressen. Auch Federn sind recht lecker!“

 

„Hast du denn noch einen anderen Namen?“

„Ja, Wollkrautblütenkäfer! Denn wenn wir Erwachsene sind, nach dem Schlüpfen aus der Verpuppung, sind wir kleine Blütenbestäuber. Besonders Wollkrautpflanzen mögen wir wie die Königskerze. Aber auch andere wie die Schafgarbeblüten schmecken wirklich lecker – so hab ich zumindest gehört. Denn noch steht mir der Sinn auf etwas ganz anderes!“

 

„Du bist ja recht klein. Und neben der Libelle da sogar richtig winzig!“

„Ja, ich werde gerade mal 3 mm lang. Als Käfer können

wir so zwischen 2 bis knapp 4 mm groß werden.“

 

„Dann hast du doch bestimmt auch Fressfeinde?“

„Ja, aber da kann ich mich, genauso wie du, ganz gut verteidigen.“

„Ach? Wie denn? Hast du auch eine Stickegabel oder

produzierst du irgendwelche Arten von Säuren?“

„Nein, viel einfacher. Siehst du meine Haare? Die Haare an meinem Hinterteil sind etwas anders, sie sind nicht zum Tasten da, um

die Umwelt zu erspüren, sondern es sind Pfeilhaare.

Bei Gefahr kann ich sie abspreizen. Die Spitzen brechen dann bei Berührung ab und… es ist nicht gerade angenehm, wenn man

als Fresser solche regelrechten „Nadeln“ im Maul stecken hat.“

 „Das verdirbt gewiss den Appetit von dem, der dich fressen will!“

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie groß Libellen so werden und über Ihre Flügelspannweite, dann schaut doch hier mal nach: www.digitalefolien.de/biologie/tiere/insekt/libellen/libell.html

Mo

14

Mai

2018

Da kommt Bewegung in die Pflanze

Liebe Menschenkinder,

endlich kann ich Alby von Tanzfroh für Euch auf Tour gehen. Zwar bin ich schon eine Weile aus meinem Ei geschlüpft, aber da war ich sozusagen noch ein Baby also viel zu klein, um mich auf eine solche abenteuerliche Reise durchs Wiesenreich zu machen.

Da es zur Zeit regnet krabbele ich gerade so unter dem Blätterdach der Kleepflanzen herum. Linus von Lieblich hat letzte Woche einige von ihnen sogar interviewt.

Hm… aber irgendwie sehen die Blätter heut ganz anders aus. Sie hängen so schlapp herunter. Ob sie müde sind?

 

„Nein, müde bin ich nicht. Aber ich machs mir eben das Leben gerne etwas leichter. Regentropfen haben für eine kleine Pflanze wie mich schon einiges an Gewicht! Und wenn ich bei solchem Wetter meine Blätter schön aufgespannt lassen würde, dann könnte es womöglich passieren, dass diese Last meine Blattstile umknickt. Also lass ich meine Blätter hängen und die Tropfen können dann gut herunter rollen.“

„Ah… so ähnlich wie bei einem Regenschirm, den die Menschen benutzen.“

„Der Vergleich passt! Denn teils nutzen wir diese Stellung der Blätter

auch um die Blüten vor zu viel Wasser zu schützen. Vor allem der Sauerklee, tut dies. Denn seine Blüten sind nach oben hin offen,

ganz anders als bei uns Wiesenklee-Pflanzen.“

 

„Sauerklee … hm, Wiesenklee - seid ihr verwandt?“

„Nein! Er gehört zu den Bedecktsamern. Ich zu den Hülsenfrüchtlern und Schmetterlingsblütenartigen. Seine Samen sitzen in der Mitte der Blüte in einem Fruchtknoten und sind dort sozusagen eingeschlossen. Wogegen die von uns, den echten Klee-Arten, jede Blüte nur einen Samen enthält, der von einer Hülse umschlossen ist.“

 

Ah… wie Erbsen und Bohnen also, die ihr Menschen zum Essen gern habt!

 

„Außerdem können wir ja den Boden düngen, der Sauerklee

kann das nicht!“

„Aber manche Pflanzen schließen ihre Blüten.“

„Ja, manche Pflanzen können in der Nacht und wenn sie spüren, dass es bald Regen geben wird, die Blüten schließen. So werden der kostbare Blütenpollen und der Nektar geschützt.“

 

„Gibt es noch andere Eigenarten bei Pflanzen,

die auf feuchtes Wetter reagieren?“

„Da gibt es sehr viele. Sie reagieren nicht mit Bewegung wie wir,

sondern beginnen einige Stunden vor dem Regen sehr intensiv zu duften, wie zum Beispiel die Nachtviolen. So rufen sie die Bestäuber herbei,

damit die Blüten noch vor dem Regen bestäubt werden können.

Denn manche Pflanzenblüten blühen nur für einige wenige Stunden.

Und wenn kein Insekt in der Zeit bei ihnen war, ist es so,

als hätten sie ganz umsonst geblüht.“

Ist schon toll, was?

Dann ist die Luft einige Stunden vor dem Regen also noch mit viel mehr Düften erfüllt, als sonst. Darauf solltet Ihr vielleicht mal acht geben! Vielleicht könnt Ihr ja den Unterschied riechen!

Und auch abends, könnt ihr Euch vielleicht mal die Zeit nehmen und zum Beispiel den Sauerklee beobachten. Vorm „Schlafen gehen“ senkt er auch seine Blätter – er braucht dafür allerdings 20 Minuten. Und eine solche Art des Beobachtens und Achtsamseins ist gewiss auch für Euch Menschen gut. Dann kann Eure Seele „runter fahren“ und vielleicht könnt Ihr dann sogar besser und tiefer schlafen als sonst – gesund ist es alle Mal!

Also bis Morgen

Eure emsige Schwalbenschwanz-Raupe Alby

 

Wenn Ihr mehr über solche Pflanzen wissen möchtet. Dann schaut doch hier vorbei: www.gartentipps.com/wettervorhersage-im-garten-diese-pflanzen-sagen-das-wetter-voraus.html

Fr

11

Mai

2018

Schneckenwindungen


Oh, hier ist noch eine schöne Pflanze mit einer tollen gelben Blüte… hm, den Blättern nach, scheint es sich hier wohl auch um eine Pflanze zu handeln, die zum Klee-Stamm gehört.

 

 

 

„Ja, das stimmt. Wir werden Hopfenklee genannt – weil unsere kleinen Blüten dem Hopfen ähnlich sehen. Wir zählen allerdings nicht zum Wiesenklee, sondern zum Schneckenklee.“

„Habt ihr den Namen bekommen, weil ihr wie der Hornklee

für Schnecken giftig seid?“

„Nein! In unserem Grün gibt es keine Blausäure. Die Samen der Pflanzen vom Stamm Schneckenklee sind nur so geringelt wie ein Schneckenhaus. Daher der Name.“

 

„Könnt ihr dann auch wie alle anderen Kleearten den Boden düngen?“

„Ja! Auch wir sind an den Wurzeln eine Ehe mit Knöllchenbakterien eingegangen und können so für andere Pflanzen sehr hilfreich beim Wachsen sein. Wir zählen daher auch zu den Pionierpflanzen, die einen Bodenbereich erst so richtig nutzbringend umwandeln können, so dass eben eine reiche Artenvielfalt sich dort breit machen kann.“

 

„Seid ihr auch eine gute Futterpflanze?“

„Auf jeden Fall! Sogar der Mensch nutzt unsere Blüten und Blätter

als schmackhaftes Gemüse.“

 

„Dann habt ihr also nicht wie der Steinklee Cumarin in euren Blättern?“

„Nein, wir sind durch und durch fress freundlich. Allerdings sind wir

recht klein, im Verhältnis zum Steinklee, der meist einen Meter

oder größer werden kann.“

 

„Wie hoch könnt ihr denn werden?“

„So 10 bis maximal 40 cm.“

 

„Gibt es unter den Schneckenklee-Arten vielleicht eine größere Art?“

„Ja, der Strauch-Schneckenklee. Seine Stängel sind relativ holzig

und er kann durchaus bis zu 2 Meter hoch werden.“

„Wow. Ein Klee-Stamm, der so groß wird wie ein Strauch!“

 

„Früher war dieser Stamm nur in Italien, Griechenland und der Türkei heimisch. Doch da dem Menschen die Blüten so gut gefallen haben, wächst er nun auch hier in Deutschland.

 

„Habt ihr eine Pflanzen, die euch zum Verwechseln ähnlich sieht?“

„Wir werden gerne mal mit dem Feldklee verwechselt. Allerdings ist er

ein gutes Stück größer als wir und kriecht nicht so – mehr oder weniger – auf dem Boden herum. Und er gehört nicht zu den Schneckenklee-Artigen. Denn seine Samen sind nicht geringelt, sondern sehen wie ganz gewöhnliche Samen aus.“

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie der Strauch-Schneckenklee aussieht, dann schaut hier mal rein:  www.biologie-seite.de/Biologie/Strauch-Schneckenklee

 

 

Mi

09

Mai

2018

Retter gegen Schneckenfraß

Oho, diese Blüte erinnert mich doch sehr an meine Lieblingspflanze den Hauhechel… ob diese Pflanze wohl auch zu den Kleestämmen gehört?

 

„Klar doch! Mein Stamm wird Hornklee genannt.“

„Welchen Insekten bietest du eine gute Futterpflanze?“

„Also wir gehören zu den Blüten, die sehr viel Zuckerwasser produzieren können. In unserem Nektar finden sich 40 Teile Zucker und 60 Teile Wasser. Der Nektar in unsren Blüten ist nur für spezielle Insekten gedacht. Vor allem den Stamm der Bienen. Das Grün mögen ansonsten der Senfweißling und der Ikarus-Bläuling.“

 

„Wow?! Das ist ein anderer Name für uns Hauhechel-Bläulinge. Und mein Stamm zählt zu den Bläulingen, die noch am häufigsten vorkommen. Die meisten anderen sind sehr selten geworden.“

 

„Aha, und wieso habt ihr den Namen Ikarus?“

„Das liegt wohl daran, dass mein Stamm eine besondere Schicht

auf den Flügelschuppen trägt. Dank dieser Schicht können wir als eine

der wenigen Stämme, locker im Sommer uns in der Mittagshitze sonnen

– ohne zu überhitzen.“

 

„Gibt es viele Hornklee-Arten?“

Ja, da gibt es einige Arten. Aber am bemerkenswertesten ist der Salz-Hornklee. Er kann sogar in Gebieten wachsen, in denen der Boden salzig ist – was in der heutigen Zeit, vor allem an den Straßenrädern, immer häufiger vorkommt. Dadurch, dass die Menschen die Straßen im Winter Eisfrei haben wollen, wird der Straßenrand somit immer stärker mit Salz belastet. Und salzige Böden sind für die meisten Pflanzen tödlich!“

 

„A propo tödlich. Der Steinklee produziert Cumarin und der Stoff kann sich zu einem sehr giftigen Stoff umwandeln. Wie ist das bei dir?“

„Nun, in meinen Grün gibt es auch einen Stoff, der nicht für alle

Raupen geeignet ist. Die Raupen, denen der Stoff nichts ausmacht,

lagern diese Blausäure in ihrem Inneren und können sich damit

vor Fressfeinden schützen.“

 

„Ah… dann dürfen wohl die Schnecken nicht an Dir knabbern?“

„Sie dürfen schon, aber sie werden es wohl kein zweites Mal machen können. Denn unser Grün ist für die Schnecken giftig. Daher machen die Schnecken auch einen großen Bogen um uns herum. Sie spüren unser

Gift schon aus größerer Entfernung.“

„Ach? Dann wärt ihr ja die ideale Pflanze, die man um den Salat herum pflanzt, damit dieser nicht von den Schnecken aufgefressen wird.“

„Ja, das wäre eine gute Möglichkeit. Und mehr noch. Mit uns im Gartenbeet wird der Erdboden auch immer gut und auf gesunde Art und Weise gedüngt. Und auch die Insekten freuen sich über den nahrhaften Nektar und dazu sehen unsere Blüten auch toll aus.“

„Das stimmt! Eure Blüten sind wirklich wunderschön!“

 

So und ich werd noch ein wenig herum flattern und die Sonne genießen, denn Morgen wirds Regen geben, und dann verkrieche ich mich immer. Aber da Morgen auch Feiertag ist, würde ich sagen: Bis Übermorgen!

Euer Linus von Lieblich

Di

08

Mai

2018

Ein betörender Duft – doch zu viel kann tödlich sein!

Gestern habe ich den Wiesenklee in Rot und Weiß kennen gelernt. Das hat mich auf die Idee gebracht diese Woche nach weiteren Kleearten zu suchen…

Obwohl, diese Pflanze hier duftet auch unwiderstehlich – zu welcher Art sie wohl gehört?

 

 

„Ich gehöre zu den Steinklee-Pflanzen!“

„Oh, wow… doch eine Kleeblume, aber deine einzelnen Blüten sind so riesig!

Und wo sind die typischen Kleeblätter?“

„Dann schau mal genauer hin. Dann siehst du, meine Blätter sind denen vom Wiesenklee schon ähnlich!“

„Ah, ja stimmt, diese ovale Form erinnert mich an die Blätter,

die ich gestern beim Wiesenklee gesehen haben.“

„Genau. Und wie sie düngen auch wir den Erdboden, so dass die begehrten Kulturpflanzen der Menschen gut wachsen können.“

 

„Gibt es bei deinem Stamm auch Pflanzen mit verschieden

gefärbten Blüten wie beim Wiesenklee?“

„Ja! Ich bin ein Gelber Steinklee und dann gibt es noch den Weißen Steinklee, aber der ist hier sehr selten! Dann gibt es noch eine größere Version von meinem Stamm: Hoher Steinklee. Seine Blüten sind größer und etwas schöner und er kann sogar 1, 25 groß werden. Mein Stamm wird meist zwischen 0,3 und 1 Meter hoch. Ich als gelber Steinklee habe Wurzeln, die bis zu 0,9 Meter in den Boden hineinreichen. Der Weiße schafft es nur auf 0,7 Meter.“

 

„Beim Wiesenklee kennen nur die Bienen den geheimen Mechanismus, damit diese Pflanze Nachwuchs bekommen kann. Wie ist das beim Steinklee?“

„Oh, bei uns gibt es so was nicht. Da kann jedes Insekt, das uns

besucht als solcher Helfer kommen. Meist sind es aber auch die Bienen und natürlich die Stämme der Schwebfliege sind da sehr emsig.

Da wir so vielen Insekten reichhaltige Nahrung geben, nennt

man uns auch Honigklee.“

 

„Und als Futterpflanze für die Vierbeiner?“

„Ja, dafür werden wir von den Menschen auch genutzt. Vor allem,

wenn die Blätter trocknen erhält das Heu durch uns erst seinen

typischen Heugeruch.“

„Ah ja, ich glaub man denn diesen Duftstoff Cumarin.“

„Genau! Allerdings sollte man beim Trocknen aufpassen.“

„Wieso?“

„So gut wie Cumarin duftet und gesund ist für die Vierbeiner,

so schlecht ist der Stoff, der aus dem Cumarin entsteht, wenn

das Gras oder das Heu feucht werden oder feucht sind – also die Blätter von uns Steinklee sozusagen vergären. Denn dann entsteht ein Stoff,

der für diese Tiere giftig ist!“

 

„Wieso ist das Cumarin vorher nicht giftig?“

„Nunja, für den Menschen kann dieser Stoff ebenfalls giftig sein, wenn er in größeren Mengen aufgenommen wird. Nur eben durch die Vergärung wird diese Giftwirkung extrem viel stärker und so kann dieses dann auch den Vierbeinern gefährlich werden.“

 

„Das heißt doch auch, dass die Vierbeiner vom Steinklee

nicht so viel fressen dürfen, wie vom Wiesenklee?!“

„Ganz genau. Wiesenklee können die Vierbeiner in großen Mengen verzehren. Steinklee sollte nur eine Beimischung im Heu sein.“

 

„Was geschieht denn, wenn zuviel Cumarin in den Körper kommt?“

„Nun, das führt dazu, dass das Blut im Körper falsch reagiert.

Selbst kleinste Verletzungen führen dazu, dass die Blutung nicht

gestoppt werden kann. Somit würde ein Säugetier, dass zuviel von Cumarin bekommen hat, innerlich verbluten (denn die Blutgerinnungshemmer sind dann außer Funktion.)“

 

 

Wenn Ihr mehr über diesen Stoff erfahren wollt, der auch noch in anderen Pflanzen vorkommt, dann schaut doch hier auf dieser Seite mal nach: https://selfbio.de/artikel/cumarin-in-nutzpflanzen

Mo

07

Mai

2018

Die beste aller Futterpflanze

Oh… was für eine leckere Blüte! Sie ist wunderschön und sie duftet sehr anziehend. Da will ich gleich mal Nektar schlecken gehen.

 

„Ich gehöre zur Pflanzengattung. Wiesen-Weißklee!“

 

Ah… ich war übrigens nicht immer ein Schmetterling mit wunder-schönen blauen Flügeln. Vor meiner Verpuppung war ich ja eine Raupe.

Und als Raupe haben wir Bläulinge nicht den Nektar zum Fressen gern, sondern das Grüne der Pflanzen. Mein Stamm steht besonders auf den Hauhechel!

Diese Pflanze zählt zu den Schmetterlingsblütlern und die sind mit den Kleeblütenstämmen verwandt – kein Wunder, dass ich diese Blüte so unwiderstehlich finde. Und ihr Nektar schmeckt echt wunderbar!

 

„Du bist ja eine wirklich tolle Futterpflanze!“

„Ja, und das nicht nur für euch Insekten, sondern auch für alle Grasfresser. Unsere Blätter sind sehr nahrhaft und gesund! - Das beste, was man als Futter für diese Vierbeiner überhaupt finden kann.

Der Mensch hat das schon recht früh erkannt und baut meinen Stamm bereits seit 17 Jahrhunderten als Viehfutter auf ihren Feldern an.

Außerdem geben wir dem Boden auch eine gute Düngung, so dass die Futterpflanzen, die der Mensch gerne isst, sehr gut wachsen können.“

 

„Wie schafft ihr das denn?“

„Unsere Wurzeln sind mit Bakterien eine Ehe eingegangen – eine Symbiose. Zusammen mit diesen Knöllchenbakterien schaffen wir es den Stickstoff, der sich in der Luft befindet, umzuwandelnd, so dass er ein Teil des Erdbodens wird. Und diese Nährstoffe, die wir abgeben, brauchen andere Pflanzen, um besser wachsen und gedeihen zu können.“

 

 

„Aber das können wir auch!“

- oha, eine rote Kleeblüte… die sieht auch sehr lecker aus!

 

„Und wir Rotklee-Pflanzen werden dazu noch größer, als ihr Weißklee-Pflanzen.“

 

„Dafür ist mein Stamm für die Vierbeiner besser verdaulich. Er ist nahrhafter und verursacht weniger Blähungen.“

„Dafür haben wir mehr von den Stoffen, die den älteren Weibchen der Zweibeiner gut tun (Vorstufen vom Östrogen sozusagen)“

 

Und gemeinsam machen Rot- und Weißklee, die Wiese fürs Auge schöner.

Dann ist die Wiese nicht nur Weiß und Grün, sondern auch noch mit Rottönen geschmückt.

 

„Die meisten Insekten sind ja für die Bestäubung

von Blüten zuständig. Wie ist das so bei Euch?“

„Also unser Nektar kann von allen Insekten getrunken werden, die einen längeren Rüssel haben, aber nur die Hummeln kennen den geheimen Mechanismus, damit wir Samen bekommen können.“

„Tja, und darin sind wir Weißkleeblüten auch im Vorteil! Bei uns kennen diese Technik alle Bienenstämme! Und nicht nur die Hummeln!“

 

Wenn Ihr mehr über meine Futterpflanze, den Hauhechel erfahren wollt, dann schaut doch mal hier rein: http://homoeopathie-naturheilkunde.vitanet.de/heilpflanzenlexikon/hauhechel

Fr

04

Mai

2018

Was wie ein Käfer aussieht, muss kein Käfer sein!

Bei meinen Ausflügen über die Wiese habe ich diese Woche schon einiges gelernt. Vor allem die Bockkäfer finde ich sehr interessant!

Und oh, dieser Wiesenheld da auf dem Blatt ist zwar sehr klein, aber er hat einen ähnlichen Rücken wie der Kleine Zangenbock, dem ich gestern begegnet bin. Und außerdem weiß ich, dass es Bockkäfer in sehr unterschiedlichen Größen gibt. Und mein erster Bockkäfer war auch nur so klein wie dieses Tierchen, knapp 5mm. Es fehlen zwar die Fühler, aber gestern hab ich gelernt, dass ein Bockkäfer auch kleine Fühler haben kann – also warum sollte es hier nicht so sein?

 

„Nein, ich gehöre nicht zu den Bockkäfern!

Nicht einmal zur Familie der Käfer!“

„Echt? Dein Körper erinnert aber irgendwie daran.“

„Tja, ein Käfer hat starre und dicke Flügeldecken. Darunter liegen die eigentlichen Flügel mit denen er fliegt. Bei mir sind das die Flugflügel, die ich zusammen gefaltet auf meinem Rücken trage. Ich gehöre übrigens zu den Rundkopfzikaden, mein Stamm heißt „Wiesenschaumzikade.“

 

Ah…. Alby hatte im letzten Jahr ein Schaumzikaden-Kind interviewt:

wiesenhelden.jimdo.com/2017

 

 

„Schaum? Seid ihr Schaumschläger?“

 

„Könnte mann schon sagen. Unsere Kleinen erzeugen um sich herum eine Schutzhülle aus unzähligen Schaumblasen, die sie aus dem Pflanzensaft machen, den sie aus ihrer Futterpflanze saugen.“

 

„Und wie sehen eure Kinder aus?

Sind es Larven, die wie Raupen aussehen?“

„Bei den Käfern ist das so, aber nicht bei uns. Da sehen die Kleinen im Grunde genauso aus wie wir erwachsenen. Nur die Flügel sind noch kleiner oder kaum zu sehen. Im ersten Stadium sind sie orange, im zweiten Gelb, und im dritten Stadium gelbgrün, im vierten dann grünlich und im fünften haben sie das letzte Larvenstadium erreicht. Wenn sie dann ihre Außenhaut abschälen sind sie erwachsenen.“

 

„Wo lebt eure Familie so?“

„Wir sind sehr Anpassungsfähig. Wir brauchen nicht groß zu suchen, wir kommen mit vielen Pflanzen zurecht, deren Saft wir trinken. Nur sollte es nicht zu feucht oder zu trocken sein.“

 

„Wer gehört denn zu euren Fressfeinden?“

„Oje, vor allem Vögel sind ganz scharf auf uns. Insbesondere,

wenn sie gerade Nachwuchs haben. Aber auch Spinnen und Käfer

haben uns zum Fressen gern!

 

„Habt ihr ein Supertalent?“

„Oh, die Männchen aus unserer Gattung sind gute Musiker. Sie trommeln auf ihren Körper und erzeugen auf diese Weise eine Art Zirpgeräusch. Außerdem sind wir Weltmeister im Hochsprung. Trotz unserer geringen Größe von knapp 7 mm können wir 700 mm hoch springen!“

„Wahnsinn! Seid ihr dann mit den Heuschrecken verwandt?“

„Nein, die sind eher so etwas wie Großonkels. Die Blattläuse

stehen uns da schon näher und auch die Wanzen.“

 

„Warum habt ihr keine Fühler?“

„Die brauchen wir nicht, wir müssen nie weit reisen, um eine Fresspflanze zu finden oder einen Partner. Dafür haben wir allerdings überall auf unsrem Körper spezielle Sinneszellen, die die Schwingungen der Pflanzen und die des Windes gut erfassen können. Und wir haben wirklich gute Augen mit denen wir sogar Farben sehen können!“

 

Das Zirpen einer Schaumzikade ist für Euch Menschen nicht zu hören. Die große Zikade in Asien dagegen kann sehr laut musizieren.

Also dann bis nächsten Montag!

Euer Linus

 

 

Do

03

Mai

2018

Kiefern stark wie Zangen

Oho, was sehen meine Augen denn dort unten?

Da sitzt ein sehr imposanter Käfer!

Hm, aber ob das einer von den Bockkäfern ist? Die Fühler sind auf jedenfall sehr kurz, aber Moment: am Hals hat er Dornen.

Der Scheinbockkäfer, den ich gestern interviewt habe, erzählte mir, dass Bockkäfer an den Dornen am Halsschild zu erkennen sind. Da frag ich doch gleich mal nach…

 

„Genau, ich zähle zu den Bockkäfer. Meinen Stamm haben die Menschen Schrotbock oder auch Kleiner Zangenbock benannt. Und ja, mein Stamm besitzt sehr kleine Fühler! Aber wir sind nicht so spezialisiert wie so manch anderer Bockkäfer-Stamm.

Nur, wer nach etwas suchen muss, dass selten ist oder weit entfernt zu finden ist, der braucht einen guten Geruchssinn – und somit lange Fühler.“

 

„Und wieso Zangenbock?“

„Weil wir sehr starke Kiefer haben, auf diese Weise ist es

für uns kein Problem ins harte Holz zu beißen!“

 

„Und was frisst du so?“

„Ich mag Baumharz und Nektar,

bin also auch ein Blütenbestäuber!“

„Und deine Kinder?“

„Die leben etwa 2 Jahre lang unter der Rinde von Nadelbäumen.

Im Herbst kommt die Umwandlung. Dann bauen die Larven eine

Art Nest aus Holzspänen, in der sie sich dann verpuppen und

in wenigen Wochen zum Käfer heran reifen.“

 

„Überwintert ihr als Käfer oder als Puppe?“

„Als Käfer, und dank unserem inneren Frostschutzmittels, brauchen wir uns auch nicht vor der eisigen Kälte zu verstecken.“

 

„Gibt es noch mehr Bockkäfer, die so kurze Fühler haben?“

„Alle aus der Familie der Zangenböcke! Da gibt es den Eichen-Zangenbock. Er ist fast doppelt so lang wie ich. Mein Stamm wird zwischen 10 und 20 mm, der Eichenzangenbock dagegen kann bis zu 30 mm lang werden! Und er sieht mir sehr ähnlich, nur seine braunen Querbinden sind deutlicher zu sehen. Dann gibt es noch den Schwarzfleckigen Zangenbock. Er trägt in der Mitte seines Rückens zwei gelbe Querbinden und darin befinden sich je rechts und links ein schwarzer Fleck. Seine Kinder bauen ihre Puppenwiege nicht wie unsere unter der Rinde, sondern sie verpuppen sich in morschem Holz.

Und dann wäre da noch der Gelbbinden Zangenbock. Er hat sehr gut abgegrenzte Farbmarkierungen auf seinem Rücken. In Gelb und in Orangenrot auf schwarzem Grund.“

 

Wenn Ihr Fotos der Larven und des Nestes vom Kleinen Zangenbock mal sehen wollt, dann schaut doch hier mal rein: www.insekten-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?Id=115072

 

 

Mi

02

Mai

2018

Alles nur eine Sache des Aussehens

Vor zwei Tagen habe ich zum ersten Mal einen Wiesenhelden aus dem großen Stamm der Bockkäfer kennen gelernt… und irgendwie wäre es schon toll, wenn ich noch ein paar mehr von ihnen diese Woche kennen lernen könnte.

Oha, dieser Käfer da… so schmal und schöne lange Fühler – vielleicht habe ich ja Glück!

Er ist zumindest mehr als doppelt so lang, wie der Käfer von gestern.

 

„Ich gehöre zu den Scheinbockkäfern.

Mein Stamm wird Nacerdes carniolica genannt.“

„Aha… was bedeutet das genau?

Bist du nun ein Bockkäfer oder tust du nur so zum Schein?“

 

„So in etwa. Ein Scheinbockkäfer hat große Ähnlichkeit mit einem Bockkäfer, allerdings gibt es da schon ein paar kleinere Unterschiede.

Bei vielen Scheinbockkäfern sind die Flügeldeckel nicht so perfekt am Ende geformt wie bei mir oder auch bei den Bockkäfern.

Und unser Halsschild ist auch schmaler geformt und besitzt auch keine Dornen dort. Und die Fühler sind auch kleiner, meine sind schon

für einen Scheinbockkäfer recht lang.“

„Aha, dann geht es beim Namen also rein nur nach dem Aussehen?!“

„Genau genommen ja. Es gibt aber noch ein weitere Merkmal bei

unsren Larven. Das gilt zwar nicht für alle Kinder der Scheinbockkäfer, denn einige Stämme ernähren sich nicht von Holz, sondern

leben in Stängeln von krautigen Pflanzen.“

 

„Und wo leben deine Larven?“

„Wir Krainer Scheinbockkäfer, wie mein Stamm auch noch genannt wird, leben als Kinder in morschem Kiefernholz.“

 

„Du wirkst so müde, ich hab den Eindruck,

du bist nicht wie ich am Tage unterwegs?!“

„Das siehst du genau richtig. Wir lieben es im Dunkeln unterwegs zu sein, allerdings fühlen wir uns von jedem Lichtschein magisch angezogen.

Und so kann es sein, dass wir auch mal in die Häuser der

Menschen hinein fliegen.“

 

„Und was sollten die Menschen dann tun, wenn sie dich finden?“

„Am besten ein Glas nehmen und uns einfangen, den Boden schließen

mit einem Stück Papier – aber nur nicht anfassen!“

„Klar, weil sie dich dann verletzen könnten. Kann ich als Schmetterling gut verstehen, meine Flügel sind da sehr empfindlich.“

„Nein, das hat einen anderen Grund. Wenn wir angefasst werden, bekommen wir Angst und glauben, jetzt werden wir gefressen. Darum geben wir ein Gift ab, das auf der Haut von Menschen Blasen hervor rufen kann – und die heilen nur sehr langsam!“

 

Aha… gut so etwas zu wissen. Vor allem für Euch Menschenkinder.

Also immer vorsichtig heran gehen, bei der Rettung. Das kann für Euch selbst wichtig sein, aber auch für den Wiesenhelden, den Ihr retten wollt!

Euer Linus von Lieblich

Mo

30

Apr

2018

Knusper, Knusper Holzig

Ach ist das schön, durch die Lüfte zu fliegen. Vor fünf Tagen bin ich endlich aus meinem engen Puppenkokon geschlüpft, in dem ich viele Wochen zugebracht hatte…

Bin mal gespannt, wenn ich so kennen lernen werde, als Schmetterling!

 

Hm, ist das da unten auf dem Blatt jetzt ein Ministück von einem Stück Baumrinde oder so etwas? Nein! Da sind ja Fühler dran und die bewegen sich. Also gleich mal näher ran fliegen und heraus finden, um welchen Wiesenheld es sich handelt… so klein wie der ist, so knapp 5 mm, dürfte er mir ja nicht gefährlich werden.

 

„Ich zähle zu den Bockkäfern. Mein Stamm wird

Dorniger Wimpernbock genannt.“

„Das passt zu deinem Aussehen. Die Erhebungen auf deinen Außenflügeldecken wirken wie kleine Dornen und an manchen Stellen sind Haare, die beinah wirken wie die Wimpern bei den Augen der Menschen! - Aber wie kommt es zu dem Bock im Namen? Seid ihr sehr stur und bockig?“

„Nein, damit hat das nichts zu tun. Alle Käfer, die zu den Bockkäfern zählen, haben einen schlanken Körper und sehr, sehr lange Fühler –

diese haben den Menschen an einen Steinbock erinnert. Tja, und so

kamen wir dann zu diesem Namen!“

 

„Deine Fühler sind wirklich sehr lang, größer als dein ganzer Körper.

Kannst du damit überhaupt fliegen?“

„Oh, wir Bockkäfer sind gute Flieger. Und meine Fühler gehören noch

zu den kürzesten. Da gibt es zum Beispiel den Zimmermannsbock:

Die Fühler der Männchen werden 10 cm lang und haben somit

die 5-fache Größe ihres Körpers!“

 

„Sind alle aus der Familie der Bockkäfer so klein wie du?“

„Nein, die meisten sie größer als ich. Es gibt in Brasilien den Riesenbockkäfer und der wird sogar 17 cm lang. Hier in Europa sind die größten allerdings nur so knapp 5 cm lang.“

 

„Wow, das ist ja der Wahnsinn!

Von was ernährt sich dein Stamm denn?“

„Die Larven entwickeln sich in Totholz von Buche, Eiche und Ulme… aber auch andere Baumarten sind denen recht, die sind nicht so wählerisch wie manch anderer Wiesenheld. Wichtig dabei ist allerdings, dass die Stämme und Äste noch Rinde tragen, also nicht zu lange tot sind. Je nach Temperatur leben die Kleinen 1 oder 2 Jahre dort und fressen sich satt, bis sie sich bereit fühlen, sich endlich zu verpuppen. Ich hab mich schon im Herbst verpuppt und zum Käfer entwickelt, bin aber bis zum Frühjahr dann im meiner Puppenwiege geblieben. Tja, und nun als Erwachsener bin ich auf der Suche nach Blüten.“

 

„Das heißt also ihr seid von Kindesbeinen an Vegetarier?“

„Ja, als Kinder fressen wir Holz – wir haben gute Beißerchen, und später eben Nektar, auch mal Pflanzensäfte. So, und nun werde ich mich wieder an die Partnersuche machen. Viel Zeit hab ich ja nicht dafür!“

„Wieso?“

„Wir leben nur so knapp 1 Monat und bis dahin muss für den Nachwuchs gesorgt sein! Also dann!“

 

Und ich werd dann auch mal wieder weiter fliegen und die Freiheit genießen!

Ich wünsch Euch  noch einen guten 1.Mai.

Bis Übermorgen

Euer Linus von Lieblich!

Fr

27

Apr

2018

Recycling-Meister


Schneck-Schnack, Schnecke-di-Schnack, ich bin auf Zack. Mit meinem schönen Haus, in die Welt hinaus… so schleimere ich froh, huch!

Da hab ich was gestreift mit meinem Häuschen, und das ist direkt neben mir herunter gepurzelt.

Mal untersuchen, was das ist!

Oje, ein Käfer – und der ist ja tot!

Hab ich den etwa getötet?

„Nein! Ich bin nicht tot. Ich dachte, du wärst einer meiner Fressfeinde, der mich schnappen will, daher habe ich mich dann einfach fallen lassen und mich nicht mehr gerührt.

Und jepp, einmal links wälzend wippen und tarra! Ich steh wieder auf meinen Füßchen.“

 

„Toll, du kommst recht schnell wieder auf die Beine, was? Und hast ja eine tolle Zeichnung auf deinem Panzer. Zu welchem Käferstamm gehörst du denn?“

„Ich bin ein Gewöhnlicher Speckkäfer. Und ich bin erst vor ein paar Tagen aus meiner Verpuppungshülle geschlüpft.“

 

„Aha… wie hast du denn als Larve ausgesehen?“

„Wie ein kleine extrem behaarte Raupe.“

 

„Und was frisst du gerne?“

„Am liebsten nasche ich von den Überresten toter Tiere. Zusammen mit den anderen Aas fressenden Käfern sorgen wir dafür, dass diese nicht

zu lange in der Natur herum liegen. Ansonsten könnten krankmachende Bakterien und Viren sich ans Werk machen und Krankheiten

würden sich ausbreiten.“

 

„Gestern ist mir ein Käfer begegnet, der konnte gar nicht fliegen.

Wie sieht das bei dir aus?“

„Oh, ich bin ein ausgezeichneter Flieger und ich liebe es zu fliegen!“

 

„Und wo wohnst du so?“

„Überall, wo es was zu fressen für mich gibt. Also auch in Nestern von Tauben… da knabbern wir die alten Federreste weg, damit das Nest sauber bleibt. Und auch mal in der Nähe von Spinnenetzen – denn die Überreste vom Chitinpanzer mögen wir auch. Tja, und manchmal, wenn wir dem

Licht folgen, landen wir in den Wohnungen von Menschen.

Da sind wir jedoch nicht besonders beliebt.“

 

„Aha… wieso denn das?“

„Nunja, die Menschen stehen eben auch auf totes Fell und Federn. Und sie mögen es gar nicht, wenn wir dafür sorgen, dass diese Stücke wieder als Dünger an die Natur zurück gegeben werden.“

„Gibt es bei den Speckkäfern eigentlich auch kleinere Arten?“

 

„Na klar! Ich bin recht groß, 7 bis 10 Millimeter! Der Wollkrautblütenkäfer zum Beispiel wird nur 2 bis 3 Millimeter lang. Die Menschen bezeichnen ihn gerne als Teppich-Käfer, weil seine Larve an den Baumwollstücken darin frisst. Allerdings gehört er als Erwachsener zu den Blütenbestäubern.

Ich dagegen bin mein ganzes Leben lang ein Abfallverwerter –

alles, was ich zwischen meine Kiefer bekomme, wandelt mein Bauch

zu nahrhaftem Dünger für die Pflanzen um.“

 

Tja, das werde ich wohl auch die nächste Zeit wieder emsig machen. Denn mein Schneckenkot ist ebenfalls ein guter Dünger!

Nächste Woche ist dann Linus von Lieblich dran. Er ist diese Woche aus seinem Puppenkokon geschlüpft. Also noch ein schönes Wochenende

Eure Marina

Do

26

Apr

2018

Wie aus der Hand eines Goldschmiedes gefertigt

Oho, was ist das aber für ein schöner, kupferfarbener kleiner Käfer? Gerade mal 8 mm lang.

 

„Ich gehöre zu den Kanalläufern.

Unter den Käferstämmen zähle ich zu den Laufkäfern.“

 

„Dann musst du also gut im Rennen und Laufen sein.“

„Das stimmt. Ich bin immer emsig unterwegs. Nur fliegen, fliegen kann ich nicht mehr. Meine Flugflügel unter den dicken Deckflügeln sind verkümmert. Im Grunde dienen die dicken Deckflügel mir nur noch zum Schutz, als eine Art Schutzpanzer. Auf diese Weise ist es für einige Fressfeinde nicht allzuleicht meinen Mantel zu knacken.“

 

„Sind alle deiner Art so kupferfarben?“

„Alle glänzen Metallisch. Einige sind aber auch mal

schwarz – oder blau gefärbt.“

 

„Von was ernährst du dich?“

„Als Erwachsener, also als Käfer ernähre ich mich meist vegetarisch. Samenkörner mag ich sehr, aber auch mal Wurzeln knabbern oder das eine oder andere Insekt. Doch mein Nachwuchs, die Larven leben rein räuberisch in Erdhöhlen auf der Suche nach anderen, kleineren Larven.“

 

„Wie sieht es mit deinem Wohnbereich aus?“

„Ich mag es gerne trocken. Sandgebiete find ich toll, Trockenrasen und Felder sind auch in Ordnung. Ich mag es, wenn die Sonne scheint und es nicht regnet… denn dann verkriech ich mich lieber unter Steinen.“

 

„Bist du unter den Laufkäfern der Kleinste?“

„Nein, durchaus nicht. Unter den Laufkäfern gibt es Exemplare, die sind mal 1mm klein und können durchaus auch mal 85 mm lang sein. Hier in Deutschland ist der Größte Laufkäfer 40 mm und das ist der Lederlaufkäfer – vor dem solltest du dich als Schnecke in acht nehmen. Er ist ein sehr gefährlicher Jäger und hat so manchen Wiesenhelden zum Fressen gern.“

 

„Gut zu wissen!

Und was sind so die Fressfeinde der Laufkäferstämme?“

„Dazu gehören Ameisen, Asseln und Spinnentiere. Und natürlich auch die größeren Tierchen ernähren sich von uns: also Fledermäuse, Nagetiere, Vögel sowie Lurche oder Eidechsen.“

 

Wenn Ihr mehr über den Lederlaufkäfer wissen wollt:

www.bioikon.de/tierwelt/65-ein-duesterer-haudegen-lederlaufkaefer

Mi

25

Apr

2018

Einmal gut verbiegen und drohen!

Für eine Schnecke ist dieses Wetter ideal, angenehm kühl, aber nicht zu kalt und der Himmel voller Wolken mit ein wenig Sprühregen – es könnte nicht besser sein!

Oho, wen hab ich den hier entdeckt beim Fressen. Der Form nach könnte es ein Ohrwurm sein…

 

„Tut mir leid, aber ein Ohrwurm bin ich nicht. Die sind mit den Schaben und Heuschrecken verwandt. Ich aber bin ein Kurzflügler und gehöre dem Stamm der Käfer an.“

„Käfer? So schmal? Und wo sind die dicken Flügeldecken,

die ich sonst so bei den Käfern gesehen habe?“

„Die sind etwas kürzer geraten. Genauer gesagt haben die sich zurück gebildet – sind also quasi nur noch um den Schulterbereich. Auf diese Weise bin ich beweglicher, als andere Käfer. Mein Hinterteil besteht aus gut beweglichen 10 Teilstücken. Ich komme so an Orte, die diese nicht erreichen können. Und vor allem, kann ich mein Hinterteil so richtig schön rund nach oben biegen wie ein Skorpion - und das macht

so manchem Angreifer Angst.“

 

„Ah, du kannst also mit deinem Körper drohen – stimmt, das kann ein Ohrwurm nicht. Gibt es noch mehr Käferarten, die das können?“

„Ja, alle die zu den Kurzflüglern gehören. Da gibt es schon verschiedene Unterstämme. Ich gehöre zur Gattung Philonthus. Dann gibt es zum Beispiel noch den Uferkurzflügler, der ist schwarz und rot gefärbt und etwas kleiner als ich, so 8 mm – ich bin 12 mm lang. Er kann zusätzlich noch eine ätzende Flüssigkeit abgegeben, wenn ihm ein Fressfeind zu nahe kommt. Am gefährlichsten ist der Schwarze Moderkäfer. Er sieht mir sehr ähnlich, ist nur noch etwas schwärzer und fast dreimal so lang wie ich: also knapp 3 cm. Neben der übelriechende Flüssigkeit hat er richtig große Kneifzangen an seinem Maul. Mit denen kann er sogar einen Menschen beißen und das soll sehr schmerzhaft sein, hab ich gehört.“

 

„Ui, dem möchte ich auch nicht zu nahe kommen.“

„Das würde ich dir als Schnecke auch raten. Denn auch Schnecken und Regenwürmer gehören beim Moderkäfer auf den Speiseplan. Er ist ein emsiger Räuber und hat immer großen Hunger.“

„Aha… und wie ist das so bei dir?“

„Klar, hungrig bin ich auch immer. Und ein Jäger bin ich ebenfalls – mache aber nur jagt auf kleine Insekten. Vor allem der von den Menschen an den Obstbäumen so gefürchtete Frostspanner gehört auf meinen Speiseplan. Ansonsten fress ich an toten Tieren und mag faulende Pilze.“

 

„Zeigst du dich eigentlich immer so öffentlich?

Also, dass man dich gut sehen kann?“

„Nein, nur wenn da etwas für mich leckeres zu finden ist. Ich lebe eigentlich am Waldrand, genauer im Laub und auf dem Moos –

auch unter Steinen fühle ich mich wohl und ein kleineres Gewässer

sollte schon in der Nähe sein.“

 

„Oh ja, feuchte Biotope sind schon was tolles.

Da fühle ich mich als Schnecke auch sehr wohl.“

 

 

Und wenn ihr über den Schwarzen Moderkäfer mehr wissen wollt,

schaut doch hier mal rein:

www.donauauen.at/nature/fauna/insects/kaefer-schwarzer-moderkaefer/17464

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

  

 

 

                                           

"Hoffentlich wird mein Blümchen durch die Hilfe der  Wespen bald vor Schädlingen geschützt!"

Bei der Endabstimmung für 2017 im Januar 2018 wurde meine Wiesenhelden-Webseite 

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